
Lübeck – Der VfB Lübeck hatte am 11. Spieltag der Regionalliga Nord den SV Todesfelde zu gast. Tabellarisch ein Krimi im Abstiegskampf, den der VfB am Ende mit 3:2 (0:1) für sich entschied. Besonders die Einwechslungen von Kevin Rodewald trugen Früchte. Übrigens: Der VfB schlug am Ende fast 20! Ecken.
Sohn bestraft die Grün-Weißen kurz vor der Pause
Auf den Rängen blieb der B-Block leer, lediglich eine Sanduhr war dort zu sehen. Dafür war die Pappelkurve, wie erwartet, gefüllt. Die Mannschaft von Kevin Rodewald war sofort gut in der Partie. Selim Ajkic kam bei der ersten Halbchance in der fünften Minute noch etwas zu spät, zwei Minuten später gab Luis Coordes den ersten Abschluss ab, der allerdings abgefälscht wurde. In der neunten Minute bot sich Ajkic die nächste Gelegenheit. Gerade in der ersten Viertelstunde spielte fast ausschließlich der VfB. Auch danach änderte sich am Bild zunächst wenig. In der 22. Minute musste Todesfeldes Torhüter Fabian Landvoigt nach einem Abschluss von Tom Kankowski eingreifen und sich mächtig strecken. Vier Minuten später wurde es nach einem Schuss von Emmanuel Appiah erneut gefährlich – wieder war Landvoigt zur Stelle. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte meldeten sich die Gäste offensiv an. Ben Jablonski gab in der 39. Minute den ersten nennenswerten Abschluss des SV Todesfelde ab. Nur zwei Minuten später wurde es richtig gefährlich: Nach einer Möglichkeit von Etienne Sohn verhinderte VfB-Keeper Finn Böhmker noch den Rückstand. Die Gäste hätten in dieser Situation bereits das 1:0 erzielen müssen. Wenig später fiel es dann doch. Todesfelde benötigte nur wenige starke Minuten, um die bis dahin überlegenen Lübecker zu bestrafen. Janek Sternberg brachte den Ball von außen herein, Sohn vollendete zum 0:1. Böhmker machte bei der Szene keine glückliche Figur. So geht der VfB trotz einer über weite Strecken starken ersten Hälfte mit einem Rückstand in die Pause.
Drei Tore binnen neun Minute
Kevin Rodewald reagierte zur Halbzeit und brachte Fabian Istefo und Lennard Heiduck für Luis Coordes und Elario Ghassan. Am Spielgeschehen änderte sich zunächst wenig: Der VfB drückte weiter. Bereits in der 47. Minute musste Todesfeldes Schlussmann Fabian Landvoigt erneut stark eingreifen. Nach 52 Minuten lautete das Eckenverhältnis bereits 10:0 für die Hausherren. In der 62. Minute wurde es laut an der Lohmühle. Der VfB forderte nach einer Szene im Strafraum Handelfmeter, die Pfeife von Schiedsrichter Felix Mutz blieb allerdings stumm. Fünf Minuten später belohnten sich die Lübecker dann doch. Nach der bereits 14. Ecke landete der Ball im Rückraum bei Tom Kankowski, dessen abgefälschter Abschluss zum 1:1 im Netz einschlug Todesfelde fand nach dem Ausgleich wieder besser in die Begegnung, doch die Tore erzielte der VfB. In der 72. Minute war Fabian Istefo frei durch und legte uneigennützig auf Ramiz Demir ab. Der Joker vollendete zum 2:1 – die Partie war gedreht. Nur vier Minuten später war Istefo erneut entscheidend beteiligt. Der Angreifer erkämpfte sich den Ball und brachte ihn mit einer Grätsche zu Lennard Heiduck. Der zweite zur Pause eingewechselte Spieler vollendete zum 3:1. Kurz vor Schluss hatte Jonas Dittrich noch was im Tank, so setzte er einen Volley mit Links nur an den Pfosten. Das Tofe-Tor wackelte gefühlt noch zwei Minuten danach. Ein bitterer Beigeschmack: Dittrich musste kurz danach verletzt raus. In der 89. Minute wurde es dann noch einmal heikel: Die Gäste bekamen einen berechtigten Elfmeter, den Mats Klüver sicher verwandelte. Dabei blieb es allerdings auch und so belohnte sich der VfB zum zweiten Mal in Folge und ist seit nun fünf Partien ungeschlagen.


