Hallenfußball mit Tradition: Die größten Turniere in Deutschland – Norden als Leuchtturm

8.700 Fans beim Hallenmasters Schleswig-Holstein sind spitze

Das Hallenmasters in Kiel. Foto: Lobeca/Schlikis

Kiel – Hallenturniere gehören seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil des deutschen Fußballs. Auch wenn die große Profi-Ära der Neunzigerjahre längst Geschichte ist, haben sich einige Veranstaltungen bis heute behauptet. Gemessen an Hallenkapazität, Zuschauerzahlen und Kontinuität zählen nur wenige Turniere tatsächlich zur nationalen Spitze – sie bilden das Rückgrat des modernen Hallenfußballs im Herrenbereich. HL-SPORTS ordnet das ein.

Kiel setzt bundesweit Maßstäbe

Unangefochten an der Spitze steht das Kieler Hallenmasters. Das Turnier wird in der Ostseehalle ausgetragen, das bis zu 8.700 Zuschauer fasst. Damit ist es nicht nur das größte Hallenturnier in Schleswig-Holstein, sondern zählt auch deutschlandweit zu den zuschauerstärksten. Sportlich bewegt sich das Teilnehmerfeld überwiegend im Bereich Oberliga bis Regionalliga, ergänzt durch ambitionierte Amateurmannschaften. Die Kombination aus Größe, Stimmung und medialer Wahrnehmung macht Kiel zum klaren Referenzpunkt im deutschen Hallenfußball. Am heutigen Sonnabend wird das Turnier zum 26. Mal ausgespielt.

Norddeutschland stark vertreten

Ebenfalls im Norden etabliert ist das Hallenmasters Niedersachsen in Hannover. Gespielt wird vor bis zu 7.600 Zuschauern. Als offizielle Landesendrunde des Niedersächsischen Fußballverbandes genießt das Turnier hohe sportliche Akzeptanz und ist fest im Kalender des norddeutschen Amateurfußballs verankert.

Große Städte, große Hallen

Auch in der Hauptstadt hat der Hallenfußball einen festen Platz. Das Berliner Hallenmasters wird regelmäßig in der Max-Schmeling-Halle ausgetragen, die rund 8.500 Plätze bietet. Trotz klarer regionaler Ausrichtung zählt es allein aufgrund der Hallengröße und der konstanten Zuschauerresonanz zu den größten Hallenturnieren Deutschlands.

Im Süden sticht das Bayern-Hallenmasters heraus. Die Endrunde des Bayerischen Fußball-Verbandes wird vor etwa 6.500 Zuschauer ausgespielt. Durch die Beteiligung von Bayern- und Regionalligisten besitzt das Turnier auch sportlich eine überregionale Bedeutung.

Etablierte Standorte mit Tradition

Zu den traditionsreichen Veranstaltungen zählt zudem der Bandenzauber in Aalen. Das Einladungsturnier bietet Platz für rund 5.000 Zuschauer und ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der Hallensaison. Ähnlich einzuordnen ist das Mannheimer Hallenmasters bis zu 6.000 Zuschauer anlockt.

Wenige Leuchttürme, klare Kriterien

Deutschlandweit zeigt sich ein klares Bild: Wirklich große Hallenturniere sind rar geworden. Maßgeblich für ihre Bedeutung sind nicht der Name oder frühere Profi-Beteiligungen, sondern Hallenkapazität, tatsächliche Zuschauerzahlen und langfristige Etablierung. Turniere wie Kiel, Hannover, Berlin, München oder Mannheim bilden die wenigen verbliebenen Leuchttürme des Hallenfußballs – mit klarer regionaler Verwurzelung, aber bundesweiter Strahlkraft.

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VfB Lübeck

Lübeck hat die Nase vorne

In Schleswig-Holstein geht es selbst auf kleiner Bühne interessant weiter. Lübeck zählte kurz vor dem Jahreswechsel 1.700 Fans an. In Neumünster gab es zuletzt 1.100 Zuschauer. Danach wird es weitläufig. Der ganz große Boom im Hallenfußball scheint allerdings vorbei zu sein. Kleinere Turniere gibt es noch, aber es sind keine Zuschauermagnete mehr.

Was traut ihr der Deutschen Nationalmannschaft bei der Handball-EM zu?

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