Hansa ohne Chance gegen Stuttgart – Pokal-Aus vor großer Kulisse

Pejcinovic bestraft die Fehler eiskalt

Hansa Rostock scheidet in der ersten Runde aus. Foto: Lobeca/Andreas Knothe
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Rostock – Der Traum von einer weiteren magischen Pokalnacht ist für den F.C. Hansa Rostock früh beendet. Vor knapp 27.500 Zuschauern im Ostseestadion unterlagen die Mecklenburger dem VfB Stuttgart in der ersten Runde des DFB-Pokals deutlich mit 0:4. Vor allem VfB-Neuzugang Dzenan Pejcinovic bekam Hansa nicht in den Griff: Der Angreifer erzielte drei Treffer.

Zwei Fehler bringen Hansa auf die Verliererstraße

Trainer Daniel Brinkmann veränderte seine Startelf gegenüber dem 3:3 gegen Waldhof Mannheim gleich auf sieben Positionen und setzte gegen den Bundesligisten auf eine Fünferkette. Zunächst ging der Plan auf. Hansa verteidigte kompakt und ließ Stuttgart in der Anfangsphase kaum gefährlich werden. Eigene Entlastungsangriffe blieben allerdings ebenfalls selten. Dann bestraften die Gäste die ersten Fehler sofort. Nach zwei unsauberen Rostocker Aktionen bekam Pejcinovic zu viel Platz und traf in der 18. Minute zum 0:1. Hansa zeigte anschließend durchaus Ansätze nach vorne, doch Stuttgart blieb deutlich gefährlicher. In der 37. Minute schlug Pejcinovic erneut zu und stellte auf 0:2. Kurz vor der Pause bot sich Yannick Michaelis noch die Chance auf den Anschluss, er scheiterte allerdings an VfB-Keeper Fabian Bredlow.

„Man hat gesehen, was uns noch fehlt“

Nach der Pause versuchte Hansa noch einmal heranzukommen. Leon Dajaku hatte in der 62. Minute eine gute Möglichkeit, brachte den Ball aber ebenfalls nicht an Bredlow vorbei. Anschließend zeigte der Favorit seine Qualität: Tiago Tomas erhöhte in der 74. Minute auf 0:3, ehe Pejcinovic mit seinem dritten Treffer den 0:4-Endstand herstellte (82.). Dajaku ordnete die deutliche Niederlage anschließend realistisch ein. „Man hat in gewissen Phasen gesehen, woran es uns noch fehlt“, sagte der Neuzugang. Gleichzeitig erinnerte er an die Qualität des Gegners: Stuttgart sei „eine Champions-League-Mannschaft“. Dennoch nahm der Offensivspieler auch eine Erkenntnis für die kommenden Wochen mit: „Wenn wir mutiger sind, haben auch wir unsere Qualitäten.“

Fans feiern Hansa trotz deutlicher Niederlage

Trotz des klaren Ergebnisses verabschiedeten die Rostocker Fans ihre Mannschaft nach dem Abpfiff mit Unterstützung. Während der Partie sorgte Pyrotechnik allerdings auch für eine längere Unterbrechung. Zu Beginn der zweiten Halbzeit musste das Spiel aufgrund der starken Rauchentwicklung für rund acht Minuten pausieren. Für Hansa könnte das noch ein finanzielles Nachspiel haben. Sportlich ist das Pokalkapitel dagegen beendet. Nach dem Aus gegen den klar überlegenen Bundesligisten kann sich die Mannschaft von Brinkmann nun vollständig auf die 3. Liga und das große Ziel konzentrieren: den Kampf um die Rückkehr in die 2. Bundesliga.

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