Hansa-Trainer Jens Härtel schonte in Leipzig mehrere Spieler für Heidenheim. Foto: Fishing4/Marcel Krause

Rostock – Der 20. Spieltag der 2. Bundesliga steht an und der F.C. Hansa Rostock hat erneut ein Heimspiel, allerdings ohne Zuschauer. Der Tabellendritte 1. FC Heidenheim gibt am Sonnabend seine Visitenkarte im Ostseestadion ab. Da es sich dabei um den laufstärksten Gegner der Liga handelt, hat Chef-Trainer Jens Härtel beim verlorenen DFB-Pokal-Spiel am Mittwoch in Leipzig bereits mehrere Umstellungen vorgenommen, um eine ausgeglichene Belastung seiner Kicker zu gewährleisten und für das Heidenheim-Spiel einen frischen Kader zur Verfügung zu haben. Es hat sich in Leipzig kein Spieler verletzt, somit kann er fast aus dem Vollen schöpfen. Hanno Behrens kann zwar wieder schmerzfrei trainieren, hat aber natürlich momentan keinen Rhythmus.

Becker schon im Team?

Mit Neuzugang Timo Becker von Schalke 04 hat Härtel zudem eine weitere Option auf der Innen- und Außenverteidiger-Position, die auch bereits am Sonnabend greifen könnte. Heidenheim will sich weiter in der Spitzengruppe etablieren und Hansa braucht jeden Punkt für den Klassenerhalt. Spannung ist also vorprogrammiert, auch wenn die Gäste Corona-bedingt den Ausfall mehrerer Spieler verkraften müssen.

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Ostseestadion des F.C. Hansa Rostock. Foto: Lobeca/Marcus Kaben

Marien: „Wir können es nicht nachvollziehen“

Und wieder ist es ein Heimspiel ohne Fans. Das geht vor allem Robert Marien gegen den Strich. Der Hansa-Boss sagte in der „BILD“: „Im Dezember fielen wir von 21.750 Fans gegen Aue auf 1.000 Zuschauer gegen Ingolstadt – ohne, dass uns das jemand erklären konnte. Die Antwort darauf war lapidar „Hospitalisierungsrate“. Zu diesem Zeitpunkt hatte Sachsen-Anhalt einen höheren Hospitalisierungswert – und 15.000 Zuschauer im Stadion. Wir können es nicht nachvollziehen.“ Unterstützung bekommt der 40-Jährige von seinem Basketball-Kollegen Andre Jürgens (Rostock Seawolves): „Wer unsere Jungs live sehen will, muss in andere Bundesländer reisen.“

Club-Chef erwartet mehr von Entscheidungsträgern des Landes

Marien legte in der Zeitung nach: „Wir hatten seit Sommer 186.000 Zuschauer im Stadion und laut Gesundheitsamt keinen einzigen Corona-Fall, der mit uns in Verbindung zu bringen ist. Und wenn selbst vollständig Geimpfte mit einem 2G-plus-Konzept nicht reindürfen – welchen Anreiz zum Impfen gibt es dann? Das ist unglaubwürdig.“ Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) stehen unter Beschuss. Für den heutigen Freitag sollen Gespräche zwischen dem Zweitligisten und Drese stattfinden. Marin sagt: „Gerade mit Blick auf andere Bundesländer müssen und sollten unsere politischen Verantwortlichen dringend ihre Strategie überdenken und sich endlich von ihrer Symbolpolitik und diesem rigorosen Schließungs-Wahn verabschieden. Es ist offensichtlich, dass der bisherige Weg in MV faktisch nicht erfolgreich ist – und daher umso befremdlicher, dass sich in diversen TV-Auftritten für diese Politik auch noch Selbstlob ausgesprochen wird. Nach fast zwei Jahren darf man von den Entscheidungsträgern unseres Landes mehr erwarten, als ständig nur die Verbotskeule zu schwingen.“

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Der 20. Spieltag (21. – 23.1.)

Hamburg – St. Pauli (Fr., 18.30 Uhr)
Düsseldorf – Nürnberg
Paderborn – Bremen (Sa., 13.30 Uhr)
Rostock – Heidenheim
Ingolstadt – Darmstadt
Aue – Schalke (20.30 Uhr)
Karlsruhe – Sandhausen (So., 13.30 Uhr)
Hannover – Dresden
Regensburg – Kiel

Die Tabelle

1.FC St. Pauli1939 : 2537
2.SV Darmstadt 981943 : 2236
3.1. FC Heidenheim 18461925 : 2533
4.SV Werder Bremen1935 : 2532
5.Hamburger SV1932 : 1931
6.FC Schalke 041935 : 2431
7.SSV Jahn Regensburg1938 : 2831
8.SC Paderborn 071933 : 2230
9.1. FC Nürnberg1928 : 2330
10.Karlsruher SC1933 : 3026
11.SG Dynamo Dresden1921 : 2623
12.Hannover 961915 : 2723
13.Holstein Kiel1924 : 3122
14.Fortuna Düsseldorf1923 : 2820
15.F.C. Hansa Rostock1921 : 3220
16.SV Sandhausen1920 : 3917
17.FC Erzgebirge Aue1917 : 3215
18.FC Ingolstadt 041915 : 3910

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