Manuel Prietl (Bielefeld) und Aaron Hunt (HSV). Foto: Valeria Witters/Witters/Pool via Michael Schwarz

Hamburg – Platz drei gegen zwei: so sollte es für gewöhnlich am Donnerstag um 20.30 Uhr in der 2. Bundesliga heißen, wenn der VfB Stuttgart den Hamburger SV empfängt. Es ist das zweite Top-Spiel innerhalb von vier Tagen für die Rothosen, doch möglicherweise wird aus einem aktuellen zweiten Rang ein dritter und bei den Schwaben könnte es auf die vier runtergehen. Voraussetzung für diese Rechenspiele ist ein Sieg des 1. FC Heidenheim bereits am heutigen Mittwoch (27. Mai) beim FC St. Pauli. Der aktuell Tabellenvierte wäre mit einem Dreier auf einmal erster Verfolger von Arminia Bielefeld. Darum heißt an Elbe und Neckar. Daumen drücken für die Kiezkicker. Die Braun-Weißen gingen allerdings erst am vergangenen Sonnabend mit 0:4 bei Darmstadt 98 unter. Die Lilien rückten daraufhin auf Platz fünf vor. HSV-Coach Dieter Hecking ist sich sicher, dass der FC St. Pauli weiß, wie es um die eigene Konstellation bestellt ist und spielt darauf an, dass der Stadtrivalen nur fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz hat.

„Danach ist noch nichts entschieden“

Dieses Wissen, dass die Heidenheimer nun mit in der Aufstiegsverlosung sind, überrascht etwas. Das darf dennoch Hecking keine Sorgenfalten bereiten. Der 55-Jährige konzentriert sich voll und ganz auf die Partie bei den Stuttgartern. Dabei fühlt er sich zwar in Hamburg wohler und findet es „schöner, wenn man im eigenen Bett schlafen kann“, aber er ist „kein großer Freund von Unterschieden ob heim oder auswärts“. Zum Gegner und deren aktuellen Form meint er: „Ich messe Stuttgart nicht an den bisherigen Ergebnissen. Es wird ein anderes Spiel für die Stuttgarter werden. Ich erwarte einen angriffslustigen VfB, aber wir werden unsere Möglichkeiten bekommen und wollen am Donnerstagabend immer noch Zweiter sein. Für mich ist es danach aber trotzdem noch nicht entschieden. Die Hälfte der Liga steckt im Abstiegskampf, Heidenheim fällt gar nicht auf und die dürfen wir nicht außer Acht lassen. Ich sehe derzeit einen Vierkampf mit den besten Chancen für Bielefeld.“

Anzeige

Zwei fehlten am Dienstag

Aaron Hunt und Sonny Kittel fehlten am Dienstag beim Training. Hecking: „Aaron ist am Sonntag zwölf Kilometer gelaufen und war eine reine Belastungssteuerung. Bei Sonny haben wir ihm aufgrund der Geburt seiner Tochter einen Tag freigegeben.“ Auch die verletzten Ewerton, Gideon Jung, Jan Gyamerah und Julian Pollersbeck waren nicht dabei.

Job-Garantie am Neckar

Gegner VfB Stuttgart hat indes klargestellt, dass unabhängig von der Liga Trainer Pellegrino Matarazzo in der kommenden Saison bleibt. Sportdirektor Sven Mislintat: „Hier ist intern ganz klar, dass Rino in jedem Fall unser Trainer ist nächstes Jahr.“

Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -