
Lensahn – Der fünfte Spieltag in der Kreisliga Südost steht vor der Tür und erneut bringt das Wochenende einige Partien mit, auf die man sich richtig freuen darf. Es gibt Topspiele, Duelle der Gegensätze und ein Aufeinandertreffen, in dem der Druck schon für beide Mannschaften riesig ist. Die Liga zeigt also wieder einmal, was sie auszeichnet. Es gibt viele Spiele, in denen wirklich alles, in alle Richtungen passieren könnte, gleichzeitig aber auch welche, in denen das Überraschungspotenzial da ist. Favoriten gibt es in den Partien dieses Wochenende wenige.
TSV Lütjenburg – SV Rickling (Fr., 19.15 Uhr)
Am Freitagabend treffen die beiden Sorgenkinder der ersten Wochen in der Kreisliga Südost aufeinander. Der TSV Lütjenburg empfängt den SV Rickling. Beide Mannschaften haben noch keinen einzigen Punkt auf dem Konto und kassierten zudem mit Abstand die meisten Gegentore. Beide Mannschaften befinden sich tabellarisch komplett auf Augenhöhe, denn neben jeweils null Zählern gab es für beide auch 2:24 Tore. Der einzige Unterschied ist dabei, dass Rickling erst drei Spiele absolviert hat. In diesen gab es Niederlagen gegen Dannau (0:4), FT Preetz (2:10) und der SG Insel Fehmarn (0:10). Es sind Ergebnisse, die bereits früh deutlich machen, wie schwer dieses Jahr für den Aufsteiger werden wird. Verletzungssorgen plagten den SVR zudem nicht gerade wenig, doch als Ausrede darf dies nicht gelten. Schließlich gab es in den Spielen auch immer mal Phasen, die Hoffnung machten, doch in denen entweder die Messe bereits gelesen war oder aber nichts Zählbares bei rauskam. Nun soll es klappen und in Lütjenburg gewonnen werden: „Wir müssen es diese Woche schaffen 90 Minuten unsere Leistung abzurufen und unser Spiel mit dem Ball umzusetzen. Beide Mannschaften stehen punktlos im Keller und ich denke der Gegner will es genauso ändern wie wir. Daher gehe ich von einem harten Kampf um die Punkte aus.“
„So ist es für mich schwer nachvollziehbar“
Der TSV Lütjenburg hat es in den ersten Spielen durchaus geschafft, den Gegner durchaus auch mal zur Geduld zu zwingen. So zum Beispiel gegen Lensahn oder Tensfeld, wo es erst kurz vor der Pause den ersten Gegentreffer gab. Danach sollte es für den TSV meist allerdings bitter werden, wobei man vor allem beim 0:9 zum Auftakt in Fehmarn noch sehr gut bedient war. Es scheint qualitativ einfach nicht zu reichen für die Truppe, die zahlreiche Abgänge im Sommer zu verkraften hatte. Nun gegen Rickling ist ein Sieg auf dem heimischen Platz schon fast Pflicht. Dies gilt allerdings auch für die Segeberger. Diese hofften auf eine Rückkehrer, doch die Anstoßzeit erschwert es ihnen, wie Pekrun verriet: „Von den Verletzten kehren nun ein paar Spieler zurück. Es ist unser drittes Auswärtsspiel und wieder ein Freitag und wie jeden Freitag müssen wir berufsbedingt auf Spieler verzichten. Ich kann weder die Spieler unter der Woche noch die Freitagsspiele nachvollziehen. Wenn man gegen Zweitvertretungen spielt, kenne ich die etwas anderen Anstoßzeiten, aber so ist es für mich schwer nachvollziehbar.“
SG Göhl/Oldenburg – TSV Dannau (Sa., 14 Uhr)
Die SG Göhl/Oldenburg hat am vergangenen Wochenende auf fremdem Platz nichts holen können. Ausgerechnet im Derby beim TSV Gremersdorf hatten die Oldenburger das Nachsehen. Es war ein durchwachsener Auftritt, sodass es zurecht eine 1:3-Niederlage beim Mitabsteiger aus der Verbandsliga gab. Nun soll ein anderes Gesicht gezeigt werden und der dritte Heimsieg der Saison her. Sowohl der SV Kirchbarkau (3:2) als auch Eutin 08 II (7:2) wurden am Schauenburger Platz bereits geschlagen und nun soll der nächste Dreier her. Zu Gast ist eine Mannschaft, die nach dem Auftaktsieg am ersten Spieltag zuletzt dreimal verlor. Der TSV Dannau reist an. Die Favoritenrolle geht dabei klar an die Ostholsteiner. Mario Markmann sagt vor dem Duell: „Da uns Heimspiele derzeit offensichtlich besser liegen, passt uns das Spiel zuhause gegen Dannau nach dem verlorenen Derby gut. Wir wollen an die guten spielerischen Ansätze anknüpfen. Dazu haben wir jetzt im Training nochmal intensiv am Spiel in die Spitze gearbeitet. Zudem müssen wir einfach mal zu Null spielen. Dazu müssen wir noch einen besseren Zugriff bekommen und enger am Gegenspieler sein. Die Jungs haben gut und intensiv trainiert. Wir sind auf jegliches Verhalten vom Gegner eingestellt, ob jetzt tief stehend oder mitspielend. So früh in der Saison würde ich auch bei drei Niederlagen des Gegners davor warnen, den Gegner zu unterschätzen.“
Oberligaspieler verstärkt den Kader nun dauerhaft
Wie es personell bei der SGGO aussieht, verriet Markmann: „Personell sind aus dem Kader der Zweiten bis auf die drei Langzeitverletzten soweit grundsätzlich alle an Bord. Ob noch Spieler aus dem Kader der Ersten dazukommen, ergibt sich heute nach dem Abschlusstraining. Für uns positiv ist, dass Ricardo Sarau, der bislang im Trainingsbetrieb der Ersten war, sich entschieden hat, jetzt komplett bei uns auch im Training mitzuwirken. Das verstärkt unseren Kader nochmals und erhöht bei uns die Optionen auf einigen Positionen.“ Gegner Dannau hat in den vergangenen Spielen Ansätze gezeigt, die zwischenzeitlich Mut auf Punkte machten, doch im Ergebnis spiegelte sich dies nicht wider. Nun soll mal über die volle Distanz überzeugt werden und der Auswärtssieg her. Es ist das zweite Gastspiel der Saison, nach einer 1:7-Pleite in Malente.
SG Bösdorf/Malente – SG Insel Fehmarn (Sa., 14 Uhr)
Es ist ein Topspiel, das am kommenden Sonnabend in Bösdorf steigt. Der Tabellenvierte empfängt den Ersten, die SG Bösdorf/Malente die SG Insel Fehmarn. Beide Mannschaften sind in dieser Saison noch ungeschlagen und wollen dies auch weiterhin bleiben. Die Heimelf holte acht von zwölf Punkten und zeigte sich mit der jungen Truppe deutlich spielstärker und torhungriger. Gleichzeitig hatte man allerdings auch Spielglück gegen Gremersdorf, sodass es dort keine Niederlage gab. Danach spricht man im Nachhinein allerdings nicht mehr, denn der Punkt steht auf dem Konto. Nun soll nachgelegt werden und an den vergangenen Wochen angeknüpft werden. Dort waren es gute Auftritte, doch noch keine perfekten. Der Start gegen Eutin war ein Ausrufezeichen, doch in den darauffolgenden Spielen war Trainer Benjamin Berger im Spiel mit dem Ball nicht zufrieden. Dies soll nun verbessert werden, wenn die SG Insel gastiert. Es gibt zudem weitere Verbesserungspunkte: „Am kommenden Wochenende kommt der Tabellenführer zu uns nach Bösdorf. Als einzige Mannschaft ohne Punktverlust kommt ein ziemliches Brett, welches wir aber unbedingt ärgern wollen. Wir müssen im Vergleich zur Vorwoche bissiger in den Zweikämpfen sein. Auch an der ein oder anderen Stelle cleverer sein und vielleicht auch mal einen Karton abholen, statt den Gegner laufen zu lassen. Anknüpfen werden wir definitiv in der Art und Weise, wie wir das Spiel angehen. Wir wollen den Ball haben und mit diesem etwas kreieren.“
Berger erwartet Kampfspiel
Eine junge Mannschaft reist an, die einen beeindruckenden Start hingelegt hat. Über den Gegner sagte Berger: „Fehmarn hat sich im Sommer klasse verstärkt. Einige junge Spieler dazu bekommen und den Kader soweit zusammenhalten können. Sie verfügen über eine Menge Physis und es wird ein Spiel werden, was kampfbetont sein wird.“ Personell sieht es erneut gut aus, sodass der B-Lizenz-Inhaber eine große Auswahl hat: „Personell kann ich nahezu aus den Vollen schöpfen. In diesem Jahr ist es hier etwas entspannter, da wir über einen breiten und ausgeglichenen Kader verfügen.“
Tormaschine will noch gieriger werden
Die SG Insel Fehmarn hat erst drei Spiele auf dem Konto, gewann diese allerdings allesamt. Vor allem die Offensive sollte dabei mit 27 erzielten Toren die große Stärke sein. Neun Tore im Schnitt sind ein herausragender Wert. Tjelk Jacob traf bereits siebenmal, Fabian Plöger fünfmal und auch Justin Simon war bereits vierfach erfolgreich. Vorne läuft es einfach, doch noch längst nicht perfekt. In allen drei Partien wurden trotz der vielen Tore noch einige Chancen liegengelassen, sodass man auf der Insel noch Verbesserungspotenzial sieht: „Wir müssen versuchen noch gieriger vor dem Tor zu sein, wir wollen natürlich hinten stabil stehen und vorne unsere Tore machen. Bösdorf ist ein Top-Gegner, mit sehr guten Fußballern und mit Benni Berger einen Top-Trainer, der gerne Fußball spielen lässt, Benni ist bekannt dafür, dass sie das Spiel machen wollen mit ihren schnellen Spielern. Uns erwartet da ein heißer Tanz, aber wir wollen auch punkten, von daher freuen wir uns sehr auf das Spiel.“ Die kommende Aufgabe wird spannend, denn nach einem eher dankbaren Auftaktprogramm ist es nun ein Härtetest. Bösdorf ist ein anderes Kaliber als die jüngsten Gegner und vor diesem ist man gewarnt.
Einige Ausfälle drohen
Die Bilanz zwischen den beiden Teams ist ausgeglichen, denn vier Siege von Bösdorf/Malente stehen dreien der Insulaner gegenüber. Zudem gab es bereits viermal eine Punkteteilung. So auch vergangene Saison auf dem Festland, wo sich die Teams mit 2:2 trennten. Nun soll aus Sicht der SG Insel der direkte Vergleich ausgeglichen werden, doch personell sieht es nicht optimal aus: „Personell werden wichtige Spieler fehlen. Pelle Schwenn (Arbeit), Tobi Waldeck (privat verhindert), Levin Demtröder (Arbeit), Michal Paluzcynski (privat verhindert), Sven Ove Westphal (Kreuzbandriss). Dazu haben wir dicke Fragezeichen bei Tjelk Jacob (Rücken), Nico Müntz (Bänderdehnung im Sprunggelenk), Jesse Lafrenz (Innenbandprobleme im Knie). Wir werden trotzdem eine schlagfertige Truppe nach Bösdorf schicken.“
SV Kirchbarkau – SG Dersau/Kalübbe (Sa., 14 Uhr)
Der Start für die SG Dersau/Kalübbe war sicherlich nicht so, wie man es sich vorgestellt hatte. Nur einen Sieg holte der Tabellendritte der vergangenen Saison aus den ersten vier Spielen. Ansonsten gab es ein Remis und zwei Niederlagen. Der Fehlstart war mit der 0:3-Pleite gegen den TSV Lensahn perfekt, sodass es nun dringend eine Reaktion benötigt. Zu Gast ist man beim SV Kirchbarkau, der allerdings gut in Form ist. Zwei Siege holte der Liganeuling, der zuvor in der Kieler Staffel an den Start ging. Beide auf dem heimischen Platz, wo es für keine Mannschaft einfach wird. Der SC Cismar (3:2) und TSV Lütjenburg (6:0) haben dies bereits klar zu spüren bekommen. Nun möchte die SG verhindern, dass ihnen das gleiche Schicksal ereilt. Dafür braucht es offensiv klare Steigerungen. Hinten steht man nicht schlecht, schließlich hielt man zuletzt trotz der Niederlagen relativ lange die Null, doch dies muss nun auch mal über die volle Distanz klappen. Mit Kirchbarkau wartet eine Mannschaft, die aus einer kompakten, tief verteidigenden Defensive heraus spielt. Daher ist zu erwarten, dass die „Keiler“ wesentlich mehr selbst mit dem Ball machen müssen. Gleichzeitig gilt es auf die Konter aufzupassen und Standards zu vermeiden. Die Heimelf wird genau auf solche hoffen und versuche über ihre Offensivspieler, wie Jesse Schlüter Gefahr zu erzeugen.
FSG Saxonia – FT Preetz (Sa., 16 Uhr)
Am vergangenen Spieltag hatte das Warten für die FSG Saxonia ein Ende. Der erste Sieg der Saison wurde eingefahren und es sollte ein hartes Stück Arbeit werden. Zu Gast beim Aufsteiger TSV Dannau ließ die Mannschaft von Tobias Becker zu viele Gelegenheiten ungenutzt und wurde dafür beinahe bestraft. Kurz nach Wiederbeginn kam der Gegner beim Stand von 0:0 zu einer Riesenchance, traf allerdings nur den Innenpfosten. Stattdessen fiel auf der anderen Seite mit etwas Glück durch einen abgefälschten Freistoß der Führungstreffer, sodass der Knoten platzte. Zwar glich Dannau aus, doch in der Schlussphase schraubte Saxonia das Ergebnis auf 4:1 in die Höhe. Nun steht man bei fünf Punkten aus vier Spielen. Eine Niederlage gab es erst, was klar aufzeigt, wie schwer es ist, die Mannen aus Bornhöved zu schlagen.
Die Preetzer Remis-Könige
Mit der FT Preetz reist nun eine Mannschaft an, die allerdings in dieser Saison sogar noch ungeschlagen ist. Man ist eines von vier Teams, welche noch kein einziges Mal als Verlierer vom Feld gehen mussten. Gleichzeitig gab es allerdings auch erst einen Sieg, sodass die Mannschaft aus dem Fichtestadion nur sechs Punkte auf dem Konto hat. Dass es nicht einige mehr sind, ist eigentlich schon kaum zu glauben, denn es gab bisher noch keine Partie, in der man die schlechtere Mannschaft war. Die Chancenverwertung ließ die Truppe um Spielertrainer Florian Manstein verzweifeln, obwohl man mit 14 erzielten Toren die viertbeste Offensive stellte. Ein erneutes Remis ist gar nicht mal so unwahrscheinlich, denn beide Heimspiele der FSG fanden keinen Sieger und genau dies gilt auch bei den drei Auswärtsspielen der FT. Ein Aufeinandertreffen gab es bisher noch nicht, sodass man gespannt sein kann, was für ein Spiel die beiden Mannschaften bieten.
SC Cismar – TSV Gremersdorf (Sa., 16 Uhr)
Die Topspiel-Wochen des SC Cismar gehen weiter. Nach den Partien gegen Dersau/Kalübbe (3:1) und Eutin 08 II (4:0) steht nun ein weiteres Spiel gegen eine Mannschaft an, die vor der Saison durchaus mit zu den Favoriten aufs obere Drittel genannt wurde. Der TSV Gremersdorf gastiert an der Gildestraße, doch diese ist ein klares Argument für den SCC. Am 30. August 2025 verlor dieser letztmals ein Heimspiel. Seitdem folgten 14 ungeschlagene Heimspiele und kommt nun das 15. dazu, dann steht fest, dass man länger als ein ganzes Kalenderjahr nicht im Stadion der Sonnenseite verlor. Das nächste Heimspiel folgt nämlich erst Ende September. Doch die Aufgabe am Sonnabend muss auch erst einmal gemeistert werden und einfach wird diese nicht. Daniel Temme sagt vor dem Duell mit Gremersdorf: „Uns erwartet mit Gremersdorf ein Gegner, der diese Saison inkl. Pokal noch ungeschlagen ist. Dementsprechend wissen wir, dass die Mannschaft über Qualität verfügt und nicht zu uns kommt, um Guten Tag zu sagen. Es wird ein Spiel, wo der Wille entscheidet, ob man punktet oder nicht. Wir müssen wieder hundertprozentig beim Spiel sein und müssen die Fehler im Aufbau abstellen. Dadurch bringen wir uns in Gefahr und machen den Gegner stark. Personell sind wir gut aufgestellt. Es gibt ein, zwei Verletzte, aber unser Kader ist breit und gut, dass wir das auffangen können. Wir vertrauen jedem unserer Jungs. Wir freuen uns auf das Spiel.“
Gremersdorf fokussiert sich auf Defensive
Der TSV Gremersdorf konnte mit acht Punkten aus vier Spielen einen guten Start in die Saison hinlegen. Es war nach einer dürftigen Vorbereitung durch einen kleinen Kader genau das, was man sich gewünscht hat, auch wenn mehr möglich war. Bei den beiden Remis gegen Bösdorf/Malente (2:2) und Saxonia (1:1) wurde sich trotz vielen guten Chancen nicht belohnt. Die Chancenverwertung ist wohl noch das größte Manko des Saisonstarts. Christian Ippig sagt: „Wir wollen auf jeden Fall von Anfang an wach sein auf dem Platz, was uns in den beiden letzten Spielen nicht so gelungen ist. An unsere gute Defensivarbeit wollen wir anknüpfen. Wir erwarten einen aggressiven und körperlich ordentlich zur Sache gehenden Gegner. Dies zeichnet Cismar in den Heimspielen aus. Daher wollen wir das Spiel defensiv beginnen und die Wucht des Gegners aufnehmen, um mit schnellem Umschalten nach vorne zu kommen.“ Die Bilanz spricht für den TSV, der acht der 14 Duelle für sich entschied. Dies waren gleichzeitig auch die vergangenen. Seit 2009 gab es keinen einzigen Punkt für Cismar. Nun soll sich dies auch Sicht der Ippig-Elf nicht ändern. Personell sieht es allerdings nicht gerade gut aus: „Leider reduziert sich unser Kader weiter. Zu den Ausfällen am letzten Spieltag (Luca Zielinski, Ron Kruse, Patrick Eichholz und Rene Klein) gesellen sich am Samstag noch Dustin Gabbey, Felix Severin und Tim-Ole Uhtenwoldt. Daher werden wir einige Spieler der Zweiten, die schon am Freitag spielt, in den Kader nehmen.“
TSV Lensahn – Eutin 08 II (So., 13 Uhr)
Dass die 1:7-Pleite am ersten Spieltag gegen den SC Cismar ein Ausrutscher war, bewies der TSV Lensahn in den vergangenen Spielen. Es gab drei Siege und insgesamt 15:2 Tore. Es wurde Dersau bezwungen, wie auch Kirchbarkau und Lütjenburg. Offensiv läuft es beim Team von Daniel Safadi. Die „Abteilung Angriff“ ist allerdings auch sehr hochkarätig besetzt, denn mit Finn-Ole und Thorben Ratje hat man zwei schnelle Angreifer, die seit Jahren Tore garantieren und einfach nicht zu stoppen sind. Hinzu kam Neuzugang Connor Prüss aus Oldenburg, der ebenfalls immer mehr in Fahrt kommt, sowie Haruna Jammeh, der bereits sieben Treffer erzielte. Es ist für einen Kreisligisten alles andere als normal, eine solch besetzte Offensive zu haben, doch genau diese macht den TSV zu einem klaren Titelkandidaten. Nun kommt ein Gegner ins Jahnstadion, der in der vergangenen Saison seine erste Niederlage dort kassierte und in beiden Spielen sieglos blieb. Eutin 08 II reist an und somit eine schwierige Aufgabe für Lensahn. Vor dieser sagt Vadim König: „Wir sind mit unserem letzten Spiel im großen und Ganzen sehr zufrieden. Trotzdem muss der Ball in den eigenen Reihen einfach noch schneller laufen und auch vorm Tor müssen wir konsequenter sein. Ich glaube das Eutin deutlich besser ist als sie bis jetzt in die Saison gestartet sind. Allerdings war auch viel Bewegung im Verein so das die sich erst wieder finden und zusammenwachsen müssen.
Eutin möchte zurück in die Spur
Für Eutin 08 II war der Saisonstart keineswegs so, wie man es sich erhofft hat. Nur ein Sieg aus vier Spielen und zuletzt zwei deutliche Pleiten waren absolut nicht das, was man sich in der Rosenstadt vorgestellt hat. Das Ziel, erneut unter die Top-Zwei zu kommen, hat der Vizemeister bereits früh revidiert. Eine 2:7-Niederlage in Oldenburg sowie ein 0:4 gegen Cismar zu Hause waren ausschlaggebend. Trainer Florian Schumacher sagt: „Im Gegensatz zur Vorwoche wollen wir defensiv stabil stehen. Wir haben leider zu viele Gegentore bekommen. Es hört sich zwar blöd an, aber sowohl gegen Göhl/Oldenburg und auch Cismar spiegelt das Ergebnis nicht den Spielverlauf wider. Wir haben die Woche alles aufgearbeitet und wissen, wie wir das Spiel angehen wollen. Gegen Cismar hatten wir gute Offensivaktionen, haben uns aber nicht mit einem Tor belohnt. Hier muss und wird der Knoten platzen.“ Der Gegner ist allerdings einer, der über hohe Qualität verfügt: „Mit Lensahn erwartet uns eine super offensivstarke Mannschaft. Die drei Jungs vorne haben massiv viel Tempo und wissen, wo das Tor steht. Da kommt ihnen der große Rasenplatz sicherlich entgegen. Personell hat sich die Lage bei uns leider nicht verbessert. Zu den Verletzten kommen Rick Jacobsen und Lennard Jakubenko hinzu. Rick Jacobsen hat sich im Spiel gegen Saxonia den Schienbeinkopf frakturiert. Lennard Jakubenko fehlt Gelb-Rot gesperrt. Es wartet in Lensahn der nächste Härtetest. Dennoch wollen wir mit drei Punkten den Heimweg antreten.“
SV Großenbrode – TuS Tensfeld (So., 15 Uhr)
Der SV Großenbrode hatte zuletzt eine etwas längere Pause. Am dritten Spieltag empfing man die FT Preetz und feierte einen glücklichen Punkt. 1:1 hieß es am Ende, wobei man bereits zur Pause deutlich ins Hintertreffen geraten hätte können. Der Gegner ließ allerdings viel liegen, sodass man es mit dem Ausgleich nach dem Seitenwechsel bestrafte. Es war der vierte Punkt im dritten Spiel, sodass ein guter Start hinter dem SVG liegt. Nun soll nachgelegt werden, um zum dritten Mal in Folge unbesiegt zu bleiben. Der TuS Tensfeld reist an, der durchaus über Qualität verfügt, sich in den ersten Wochen allerdings noch schwergetan hat. Für Großenbrode-Coach Peter Thomm ist der Gegner ein Unbekannter. Viel mehr schaut man auf sich selbst: „Wir denken Woche für Woche, um unser Ziel zu erreichen und jede Woche bestmöglich zu bestreiten. Personell sieht es eigentlich ganz gut aus. Ich habe noch zwei, drei Fragezeichen, ansonsten sieht es tatsächlich sehr gut aus.“ An der Herangehensweise ändert sich durchaus etwas, denn man möchte mutiger als zuletzt sein: „Wir wollen am Spielgeschehen deutlich mehr teilnehmen und uns mehr Chancen herausarbeiten. Verteidigt haben wir gegen Preetz ganz gut, dort gilt es dranzuknüpfen. Es war vor allem in der zweiten Halbzeit eine Menge Wille dabei und da wollen wir am Sonntag anknüpfen.“
Beide schauen auf sich
Der TuS Tensfeld hat am dritten Spieltag den ersten Saisonsieg einfahren können. Nach einem Remis gegen Preetz sowie einer 2:8-Klatsche gegen Fehmarn sollte es beim TSV Lütjenburg ein 2:1-Auswärtserfolg geben. Torge Broetzmann war mit einem Doppelpack der Mann des Tages, doch es war noch mehr drin. Man verpasste es, das Ergebnis weiter auszubauen. Nun standen genauso wie beim SV Großenbrode eineinhalb Wochen Pause an, sodass die Segeberger mit frischen Beinen und großer Vorfreude sich auf den Weg nach Ostholstein machen. Zum kommenden Gastspiel sagt TuS-Coach Christoph Hinz: „Ich glaube, dass uns ein intensives Spiel erwartet. Der Gegner spielt zu Hause und wird alles reinwerfen, um die drei Punkte dort zu behalten. Wir sind beide mit vier Punkten aus den ersten drei Spielen gestartet. Am Ende wollen wir aber gar nicht so viel auf den Gegner schauen, sondern unsere Dinge auf den Platz bekommen und mutig auftreten.“ Im Vergleich zu den vergangenen Auftritten gibt es durchaus einige Punkte, wo man sich verbessern möchte: „Wir müssen unsere Chancen besser nutzen und im letzten Drittel noch klarer werden. Gleichzeitig wollen wir defensiv weiter stabil bleiben. Gerade die zweite Halbzeit letzte Woche war da schon sehr ordentlich. Wir hatten eine gute Struktur und haben kaum noch etwas zugelassen. Daran wollen wir anknüpfen.“ Es ist das erste Duell dieser beiden Mannschaften, sodass beide sich auf einen neuen Gegner freuen. Personell sieht es dabei auf beiden Seiten nicht schlecht aus. Dazu sagt Hinz: „Grundsätzlich sieht es personell gut aus. Der eine oder andere hat noch etwas Trainingsrückstand, das ist zu diesem Zeitpunkt aber auch normal. Wir haben genug Möglichkeiten und können mit einem guten Kader ins Spiel gehen.“
Der 5. Spieltag
TSV Lütjenburg – SV Rickling (Fr., 19.15 Uhr)
SG Göhl/Oldenburg – TSV Dannau (Sa., 14 Uhr)
SV Kirchbarkau – SG Dersau/Kalübbe
SG Bösdorf/Malente – SG Insel Fehmarn
FSG Saxonia – FT Preetz (16 Uhr)
Eutin 08 II – TSV Gremersdorf
TSV Lensahn – Eutin 08 II (So., 13 Uhr)
SV Großenbrode – TuS Tensfeld (15 Uhr)
1. SG Insel Fehmarn 3 27 : 2 9 2. SC Cismar 4 16 : 5 9 3. TSV Lensahn 4 16 : 9 9 4. SG Bösdorf / Malente 4 13 : 5 8 5. TSV Gremersdorf 4 9 : 4 8 6. FT Preetz 4 14 : 6 6 7. SG GO Göhl/Oldenburg 4 14 : 11 6 8. SV Kirchbarkau 4 12 : 10 6 9. FSG Saxonia 4 9 : 8 5 10. SV Großenbrode 3 4 : 6 4 11. SG Dersau/Kalübbe 4 7 : 11 4 12. TuS Tensfeld 3 5 : 10 4 13. TSV Dannau 4 8 : 14 3 14. Eutin 08 II – U23 4 6 : 15 3 15. SV Rickling 3 2 : 24 0 15. TSV Lütjenburg 4 2 : 24 0








