„Hier kann es eigentlich nicht besser laufen“ – Verteidiger schwärmt, Sportdirektor verspricht Kaltgetränke

Reife Jungstörche und faire Verlierer komplettieren das Masters

Kenny Korup (VfR Neumünster) bedankt sich bei den Fans. Foto: Lobeca/Mascha Holm

Kiel – Nachdem bereits nach der Gruppenphase klar war, dass ein Oberligist das Hallenmasters 2026 in Kiel gewinnen wird, sorgte diese Tatsache für ein großes Überraschungspotenzial. Als der SV Todesfelde am Ende den Tite verteidigte, war es immerhin der Oberliga-Primus, der sich als beste Mannschaft des Turniers präsentierte.

Gruppensieger unterliegt der KSV

Im Halbfinale gewann der SVT knapp gegen den Heider SV, der besonders in der Gruppenphase Nerven aus Stahl hatte. Nach einem Sieg gegen den VfB und einem Remis gegen VfR Neumünster, brauchte der HSV einen Sieg gegen Phönix. Der Erfolg gegen den Klassenhöheren Club aus der Hansestadt gelang und Heide ging sogar als Gruppenerster in die K.O.-Runde.

Arthur Inaka (Phönix) behauptet den Ball vor Fabian Arndt (Heider SV). Foto: Lobeca/Fabian Lamprecht

Fairer Verlierer, stolzer Kapitän

Im anderen Halbfinale musste sich ebenfalls ein Team aus Gruppe A geschlagen geben. Nach einem großen Kampf unterlag der VfR Neumünster Holstein Kiel mit 2:4. Der „schlafende Riese“, wie Neumünster von den eigenen Anhängern betitelt wurde, spielte bei seinem Comeback trotzdem stark auf und unterstrich die gute Entwicklung im vergangenen Jahr. Kapitän Kenny Korup fasste das Turnier bei HL-SPORTS zusammen: „Vor dem Turnier hätte man es vielleicht nicht gedacht aber wir haben im Halbfinale gegen Holstein gespielt und die haben einfach einen geilen Ball gespielt, hatten geile Kicker dabei. Wir führen zweimal und bekommen zweimal unglücklich und relativ schnell den Ausgleich. Egal wer gewonnen hätte, es wäre ein verdienter Sieger gewesen. Wir gehen mit erhobenen Hauptes raus und konnten die ganze Stadt heute glücklich machen. Wir können an der Hinrunde anknüpfen, an der Platzierung auch und ich hoffe, dass ich mich auch auf das nächste Masters-Jahr freuen kann.“

Kenny Korup (VfR Neumünster) bedankt sich bei den Fans. Foto: Lobeca/Mascha Holm

„Es hat unfassbar Bock gemacht“

Im Finale war auch für die KSV Endstation. Besonders offensiv wussten die Jungstörche zu überzeugen. Islam Matene und Laurynas Kulikas teilten sich die Torjäger-Kanone, zudem wurde Matene als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Nach dem verlorenen Endspiel stellte sich Caspar Medlin ans Mikrofon: „Final-Niederlagen tun immer weh aber wir haben uns gut präsentiert. Es hat unfassbar Bock gemacht, hier heute dabei zu sein. Mit der Mannschaft, die als eingeschweißter Haufen aufgetreten ist, war es toll auf dem Platz zu sein. Wir haben füreinander gekämpft und das hat den Unterschied gemacht zu den letzten Jahren. Fußballerisch mussten wir uns noch nie verstecken. Islam hat heute super gespielt aber auch die Defensiv-Leistung war ein Schlüssel.“

Casper Medlin (Holstein Kiel) regt sich auf. Foto: Lobeca/Mascha Holm

„Rückrunde kann starten“

Der SV Todesfelde zieht also mit dem VfB Lübeck und dem VfR Neumünster gleich. Alle drei Mannschaften stehen mit drei Titeln nun in der ewigen Masters-Liste auf dem Treppchen hinter Holstein Kiel und Weiche Flensburg. ein Resultat, dass Sportdirektor Robert Balazs besonders freut: „Ich bin super stolz. Das Minimal-Ziel, also das Habfinale, haben wir erreicht und von dort an haben sich die Jungs von Spiel zu Spiel immer mehr gesteigert. Die Leidenschaft, was sie auszeichnet, haben sie an den Tag gelegt und am Ende verdient gewonnen. Wir werden jetzt sicherlich das ein oder andere Kaltgetränk zu uns nehmen.“ Auch Verteidiger Lasse Jetz zeigte sich begeistert. Gegen die seine alten Kollegen durfte sich der Torschütze aus dem Halbfinale mit dem Turniersieg krönen: „Gegen die alten Kollegen schmeckt der Sieg schon wirklich sehr gut, ich hatte eine schwere Zeit in Kiel und der Sieg ist einfach nur geil. Hier kann es eigentlich nicht besser laufen. Ich mache fast jedes Spiel, wir gewinnen fast alles. Die Rückrunde kann starten und dann wollen wir auch aufsteigen.“

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Bildquellen

  • Inaka, Arndt: Lobeca/Fabian Lamprecht
  • Korup: Lobeca/Masha Holm
  • Medlin: Lobeca/Masha Holm
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