Hans-Ludwig Meyer ist weiter in viele Dinge involviert. Foto: Lobeca/Raasch

Lübeck – Wer kennt ihn nicht, den Hans-Ludwig Meyer! Über zwanzig Jahre prägte die Institution das Geschehen im Fußball, vor allem beim SHFV. Im Juni 2019 endete dann das Engagement des Präsidenten. Doch komplett weg vom Metier Fußball ist Meyer längst nicht. Seit der Übergabe an Uwe Döhring bringt sich der Rentner im Aufsichtsrat und in der Revisionsstelle des DFB ein. Dazu auch beim NFV als Vize-Finanzchef. HL-SPORTS befragte Meyer und erhielt folgende Statements zur aktuellen Lage im Fußball und darüber hinaus.

HL-SPORTS: Hallo Hans-Ludwig. Erst einmal das Wichtigste in dieser „Krisenzeit“: Wie geht es deinen Liebsten und Dir gesundheitlich?

Hans-Ludwig Meyer: „Meine Frau und die beiden Töchter sind ob der ganzen Situation eigentlich gut drauf, agieren allerdings strikt nach den Vorgaben der staatlichen Einrichtungen. Konsequent wird nach dem Angebot ihrer Arbeitgeber Home-Office gelebt. Gesundheitlich geht es mir auch sehr gut. Auch ich halte mich genau an die Vorgaben.“

HL-SPORTS: Kommen wir zu deinem Steckenpferd, den Fußball. Die EM wurde nun doch ins nächste Jahr verlegt. War das die einzig richtige Entscheidung, die da getroffen wurde?

Hans-Ludwig Meyer: „Eine vernünftige Entscheidung. So könnte die Bundesliga – wenn es denn möglich ist – ihre Saison bis mindestens Ende Juni verlängern.“

HL-SPORTS: In den letzten Wochen hat sich im Fußball alles überschlagen, auch im Amateurbereich. In wie weit bist du da involviert gewesen? Oder hast du die meisten Dinge auch eher nur aus den Medien erfahren?

Hans-Ludwig Meyer: „Durch die mit dem 1. Vizepräsident Björn Fecker, dem NFV Präsidenten Günter Distelrath und mir als Vizepräsident Finanzen gelebte Verantwortung, verbunden mit der nach außen wirkenden Vertretungsberechtigung, bin ich in alle Diskussionen und Entscheidungsfindungen seitens des NFV eingebunden. Gemeinsam haben wir viele Dinge im Sinne der Gesundheit, aber auch des Sports auf den Weg gebracht. Auf DFB-Ebene haben wir uns in Telefonkonferenzen über die Liquidität von Verbänden und Vereinen ausgetauscht. Eine Unterstützungsleistung muss natürlich den Regeln der Gemeinnützigkeit und den steuerrechtlichen Voraussetzungen entsprechen. Dies befindet sich in der Prüfung. Jederzeit werde ich von meinem Nachfolger im Amt, SHFV-Präsident Uwe Döring, über das Krisenmanagement des SHFV informiert. Aus meiner Sicht ist die Vorgehensweise und Kommunikation im Verband vorbildlich. Da sitzt der SHFV bundesweit in der ersten Reihe, da haben wir im NFV aber auch noch ein wenig Luft nach oben.“

HL-SPORTS: Was würdest du allen Sportlern, allen Menschen und Vereinen in dieser schweren Zeit gerne noch auf den Weg mitgeben?

Hans-Ludwig Meyer: Die Situation in der wir uns befinden ist eine nie dagewesene Herausforderung, für die keine fertigen Pläne in der Schublade liegen. Wir alle in unserer Gesellschaft sollten mit einer großen Solidarität, so wie wir das alles aus dem Mannschaftssport Fußball her kennen, an die Problembewältigung gehen. Allen Menschen wünsche ich Gesundheit, sie ist unser aller höchstes Gut.

Der 2. Teil des Interviews mit Meyer folgt in den nächsten Tagen bei HL-SPORTS

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