
Bochum – Holstein Kiel durfte am Sonntagmittag einen Befreiungsschlag in der 2. Bundesliga feiern. Beim VfL Bochum setzten sich die Störche in einer ereignisreichen Partie am Ende mit 3:2 (2:1) durch.
Führung aus dem Nichts
Bereits früh gingen die Gäste in Führung. Nach einem Bochumer Ballverlust bediente Skrzybski seinen Mitspieler Kasper Davidsen (8.), der einnickte. Die Antwort der Hausherren ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Philipp Hofmann (14.) nutzte Chaos im Kieler Strafraum mit einem Abstauber zum Ausgleich. Der KSV gelang offensiv nicht sonderlich viel, vor der Pause hatte das Team jedoch noch einen Moment: Eine Hereingabe von Kapralik verwertete Phil Harres (46.) in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus dem Nichts zur erneuten Führung.
Alle guten Dinge sind drei
In Durchgang zwei erschwerte sich der VfL das Leben selbst. Matus Bero (57.) stieg Skrzybski auf den Fuß und flog mit Gelb-Rot vom Platz. An den Offensivbemühungen der Gastgeber änderte das jedoch nichts. In Unterzahl schnürte Hofmann (66.) nach einem Wittek-Freistoß den Doppelpack und egalisierte den Spielstand wieder. Doppelt hält zwar besser, aber alle guten Dinge sind bekanntlich drei. So waren es die Störche, die zum dritten Mal in der Partie in Führung gingen, als Jonas Therkelsen (70.) im Zuge einer kurzen Ecke das Leder überlegt ins lange Eck schlenzte. Umut Tohumcu (99.) sah ebenfalls noch die Ampelkarte, am Sieg Holsteins änderte dies jedoch nichts mehr.
„Brutal viel Charakter gezeigt“
Holstein-Coach Tim Walter fasste nach dem Spiel zusammen: „Wir wussten schon, was uns erwartet – viele Zweikämpfe, viele erste und zweite Bälle. Aber dass es so extrem wird, hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Großes Kompliment an Uwe und seine Mannschaft, wie sie sich da reinhauen – das ist unglaublich schwer zu verteidigen und verlangt dir alles ab. Meine Jungs haben das heute aber wirklich sehr gut angenommen, deshalb bin ich auch richtig zufrieden.“
„Letzte Woche waren wir vielleicht etwas mehr am Ball und haben uns mehr erspielt, aber das gehört auch dazu. Wenn du kurz davor bist zu gewinnen und vielleicht noch nicht das volle Selbstvertrauen hast, fängst du an nachzudenken – das ist normal“, so Walter weiter. „Umso wichtiger ist, wie die Mannschaft heute reagiert hat: brutal viel Charakter gezeigt, in Führung gegangen, den Ausgleich weggesteckt, wieder in Führung gegangen und immer weiter nach vorne gepusht. Mit der Leistung bin ich wirklich sehr zufrieden.“
Der 27. Spieltag
Karlsruhe – Fürth 3:1
Hannover – Braunschweig 1:0
Elversberg – Bielefeld 3:1
Paderborn – Dresden 2:1
Nürnberg – Kaiserslautern 3:0
Darmstadt – Schalke 1:1
Bochum – Kiel 2:3
Düsseldorf – Hertha 2:5
Münster – Magdeburg 1:3
Die Tabelle
| 1. | FC Schalke 04 | 27 | 38 : 24 | 52 |
| 2. | SV Elversberg | 27 | 47 : 29 | 51 |
| 3. | SC Paderborn 07 | 27 | 45 : 31 | 51 |
| 4. | SV Darmstadt 98 | 27 | 49 : 30 | 50 |
| 5. | Hannover 96 | 27 | 46 : 34 | 49 |
| 6. | Hertha BSC | 27 | 42 : 33 | 44 |
| 7. | 1. FC Kaiserslautern | 27 | 45 : 41 | 40 |
| 8. | Karlsruher SC | 27 | 43 : 51 | 37 |
| 9. | 1. FC Nürnberg | 27 | 37 : 37 | 36 |
| 10. | VfL Bochum 1848 | 27 | 38 : 36 | 33 |
| 11. | Fortuna Düsseldorf | 27 | 26 : 40 | 31 |
| 12. | SG Dynamo Dresden | 27 | 45 : 46 | 29 |
| 13. | Eintracht Braunschweig | 27 | 29 : 44 | 29 |
| 14. | SpVgg Fürth | 27 | 40 : 59 | 29 |
| 15. | DSC Arminia Bielefeld | 27 | 39 : 39 | 28 |
| 16. | Holstein Kiel | 27 | 34 : 42 | 28 |
| 17. | 1. FC Magdeburg | 27 | 39 : 50 | 27 |
| 18. | SC Preußen Münster | 27 | 31 : 47 | 26 |
Bildquellen
- Therkelsen: Lobeca/Jasper Lorenz
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