Holstein Kiel: Die Doppel-Null steht weiter

Konsequenz fehlte erneut

Holstein-Stadion

Kiel – Auch der 3. Spieltag war ein ganz bitterer für die KSV Holstein, denn das 2. Heimspiel ging ebenfalls verloren. Gegen Jahn Regensburg gab es vor 3.700 Zuschauern eine 0:3 (0:2)-Pleite. Damit steht bei Holstein weiter die Doppel-Null: Null Tore und Null Punkte. Die rote Laterne leuchtet an der Förde.

Die 1. Halbzeit: Gut begonnen

Holstein Kiel begann schwungvoll und hatte in der 9. Minute die Riesenchance zur Führung. Reese setzte einen Kopfball nach Flanke von Bartels an die Latte, Gäste-Keeper Meyer wäre geschlagen gewesen. Danach kam der Jahn immer besser in die Partie und spielte sich in der 20. Minute gekonnt bis in den Strafraum, wo Besuschkow den Ball locker annehmen, sich die Ecke aussuchen konnte und die Führung für seine Farben erzielte. Kiel zeigte sich geschockt und kassierte in der 40. Minute durch einen Kopfball von Gimber im Anschluss an eine Ecke das 0:2.

Nach der Pause: Spiegelbild des 1. Durchgangs

Die 2. Halbzeit ähnelte vom Verlauf her dem 1. Durchgang. Kiel begann schwungvoll und hätte zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff fast den Anschluss geschafft, aber Sander scheiterte. Dann zeugte der Jahn, wie man es besser macht. In der 58. Minute nutzte er einen katastrophalen Ballverlust von Reese. Faber brachte den Ball zu Gimber, dessen Schuss der Kieler Korb noch so entscheidend abfälschte, dass ihm dies als Eigentor zugeschrieben wurde. Danach war die Partie bereits endgültig entschieden. Kiel mühte sich zwar, kam aber zu keinem Torerfolg.

Das Fazit: Es fehlt ein Lenker

Es war klar, dass die Saison nach dem Abgang von Spielern wie Lee, Meffert oder Serra keine leichte werden würde. Der Angriff der Kieler ist momentan ein leichtes Lüftchen, die Abwehr leistet sich zu viele Auszeiten, was sich auch bei den ersten beiden Gegentoren heute deutlich zeigte. Das Hauptproblem ist aber das Mittelfeld. Es fehlt ein Lenker, der auch mal für eine Überraschung sorgt. Hier muss schnellstens nachgebessert werden, sonst sieht die Zukunft düster aus.

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Die Stimmen nach dem Spiel

Mersad Selimbegovic (Regensburg): „Wir hatten zweimal Glück, dass Kiel nicht in Führung ging oder den Anschluss schaffte. Wir waren mutig, haben gut gepresst und die Tore in den richtigen Momenten gemacht. Mit dem 3:0 war die Partie dann entschieden.“

Ole Werner (Kiel): „Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen. Wir hatten einen guten Start ins Spiel, hatten Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Betrachtet man die drei bisherigen Spiele, dann muss man feststellen, dass es uns an Konsequenz fehlt. Das hat sich bei den Gegentoren in der 1. Halbzeit und auch bei unserer Chancenverwertung deutlich gezeigt. Das müssen wir abstellen, sonst wird es ein schwerer, langer Weg.“

Der 3. Spieltag (13. – 15.8.)

Schalke – Aue 1:1
St. Pauli – Hamburg 3:2
Kiel – Regensburg 0:3
Nürnberg – Düsseldorf 2:0
Sandhausen – Karlsruhe 0:0
Dresden – Hannover (20.30 Uhr)
Bremen – Paderborn (So., 13.30 Uhr)
Darmstadt – Ingolstadt
Heidenheim – Rostock

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