
Kiel – „Ich bin übrigens gut gelaunt“ – Spürbar euphorisch startete Cheftrainer Tim Walter am Mittwoch in die Pressekonferenz von Holstein Kiel. Eine Woche zuvor hatte er noch ein völlig anderes Bild abgegeben. Grund für gute Stimmung gibt es an der Förde aktuell: Die Störche holten sieben Punkte aus den vergangenen drei Auftritten in der 2. Bundesliga und stehen damit zumindest vorübergehend auf einem anschaulichen zwölften Tabellenplatz – wohlgemerkt mit knappen zwei Punkten Vorsprung zu den Abstiegsrängen.
Blick nach oben bei den Roten Teufeln
Am kommenden Freitagabend darf die KSV wieder vor heimischer Kulisse ran. Der Gegner hat es aber an sich: Zu Gast ist der 1. FC Kaiserslautern, der mit sieben Zählern Abstand zum oberen Relegationsplatz zumindest noch minimale Aufstiegschancen wittert. Auch die Form der Roten Teufel kann sich sehen lassen. Neun Punkte aus vier Spielen und zuletzt ein 1:0-Erfolg im Olympiastadion bei Hertha BSC dürfte Auftrieb geben. Dabei liegt die eigentliche Stärke des 1. FCK auf dem Betzenberg, wo man ganze 16 Zähler mehr einfuhr als in der Fremde. Eine Statistik, die Holstein Kiel Hoffnung machen dürfte.
„Die Jungs wollten immer“
Holstein-Coach Tim Walter erklärte seine Freude: „Natürlich geht es dir besser, wenn du Spiele gewinnst – nichts ist schöner als ein Sieg. Trotzdem habe ich auch in den Wochen davor schon gesehen, welche Euphorie und Mentalität in der Mannschaft steckt. Man muss das manchmal ein bisschen herauskitzeln, auch im Training, aber die Jungs wollten immer und haben alles dafür getan, Spiele zu gewinnen.“
„Euphorie bremsen wäre der falsche Weg“
Entscheidend für Walter: „Jetzt ist der Punkt gekommen, an dem wir uns dafür auch belohnen. Diesen Schwung wollen wir natürlich mitnehmen. Ich habe es schon vor Wochen gesagt: Die Euphorie zu bremsen wäre der falsche Weg. Wir wollen weiter auf dieser Erfolgswelle surfen – und ich denke, damit sind wir auch für das Spiel am Freitagabend gut beraten.“
Der 30. Spieltag
Kiel – Kaiserslautern (Fr. 18.30 Uhr)
Elversberg – Karlsruhe
Magdeburg – Düsseldorf (Sa., 13 Uhr)
Bielefeld – Nürnberg
Dresden – Bochum
Hannover – Paderborn (20.30 Uhr)
Fürth – Darmstadt (So., 13.30 Uhr)
Schalke – Münster
Braunschweig – Hertha
Die Tabelle
| 1. | FC Schalke 04 | 29 | 41 : 25 | 58 |
| 2. | SC Paderborn 07 | 29 | 51 : 34 | 57 |
| 3. | Hannover 96 | 29 | 49 : 35 | 53 |
| 4. | SV Elversberg | 29 | 49 : 32 | 52 |
| 5. | SV Darmstadt 98 | 29 | 50 : 34 | 50 |
| 6. | Hertha BSC | 29 | 43 : 34 | 47 |
| 7. | 1. FC Kaiserslautern | 29 | 49 : 41 | 46 |
| 8. | Karlsruher SC | 29 | 47 : 53 | 40 |
| 9. | 1. FC Nürnberg | 29 | 38 : 40 | 37 |
| 10. | VfL Bochum 1848 | 29 | 43 : 41 | 36 |
| 11. | SG Dynamo Dresden | 29 | 47 : 47 | 32 |
| 12. | Holstein Kiel | 29 | 36 : 43 | 32 |
| 13. | DSC Arminia Bielefeld | 29 | 42 : 44 | 31 |
| 14. | Fortuna Düsseldorf | 29 | 27 : 45 | 31 |
| 15. | 1. FC Magdeburg | 29 | 46 : 55 | 30 |
| 16. | Eintracht Braunschweig | 29 | 31 : 49 | 30 |
| 17. | SpVgg Greuther Fürth | 29 | 40 : 61 | 30 |
| 18. | SC Preußen Münster | 29 | 31 : 47 | 28 |







