
Flensburg – Holstein Kiel und der dänische Erstligist Sønderjyske Fodbold gehen bei der Nachwuchsförderung gemeinsame Wege. Beide Vereine haben eine Kooperation vereinbart, die insbesondere den Kinderfußball in der deutsch-dänischen Grenzregion stärken und weiterentwickeln soll. Gleichzeitig ist die Partnerschaft der erste Baustein der Internationalisierungsstrategie von Holstein Kiel.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen die Altersklassen U9 bis U13. Für Kinder aus der Grenzregion sollen gemeinsame Fördertrainings im Raum Flensburg angeboten werden. Geleitet werden diese von qualifizierten Trainern beider Vereine. Ziel ist es, junge Fußballer frühzeitig zu fördern und ihnen perspektivisch den Weg in die Nachwuchsleistungszentren beider Klubs zu eröffnen.
Grenzakademie bleibt bestehen
Sønderjyske engagiert sich bereits seit mehreren Jahren für die Entwicklung des Fußballs in der Grenzregion. Eine wichtige Rolle nimmt dabei die Grænseakademiet, die Grenzakademie, ein. Das bisherige Angebot wird fortgeführt und bleibt ein offenes und inklusives Fußballangebot für Kinder aus der Region. Darüber hinaus sind gemeinsame Fortbildungen, Hospitationen und ein regelmäßiger fachlicher Austausch zwischen den Trainern beider Vereine geplant. Auf diese Weise sollen neue Impulse für die Ausbildung und Entwicklung von Kindern und Trainern entstehen.
„Mit Sønderjyske gewinnen wir einen starken Partner für unsere Nachwuchsarbeit. Neben der geografischen Nähe verbindet uns vor allem ein gemeinsames Verständnis von moderner Talentförderung im Jugendfußball“, sagt Dominic Peitz, Direktor des Nachwuchsleistungszentrums von Holstein Kiel.
Peitz sieht in der Kooperation einen Mehrwert für beide Seiten: „Dadurch entsteht ein echter Mehrwert für beide Vereine. In den Altersklassen von der U9 bis zur U13 werden wichtige Grundlagen für die sportliche und persönliche Entwicklung junger Spielerinnen und Spieler gelegt.“
Internationalisierung nimmt Fahrt auf
Die Kooperation ist zugleich ein weiterer Schritt in der strategischen Entwicklung von Holstein Kiel. Der Verein möchte seine Nachwuchsarbeit künftig auch international stärker vernetzen. „Umso wichtiger ist es, genau hier anzusetzen und uns gemeinsam auf internationaler Ebene weiterzuentwickeln“, erklärt Peitz.
Auch bei Sønderjyske Fodbold ist die Vorfreude auf die Zusammenarbeit groß. Akademiechef Jonas Hansen betont die bereits vorhandenen Strukturen in der Grenzregion: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Holstein Kiel im Kinderfußball der Grenzregion. Mit der Grenzakademie haben wir bereits eine starke Grundlage, die in ihrer bisherigen Form fortgeführt wird.“
Dabei soll ausdrücklich nicht nur die sportliche Leistung im Vordergrund stehen. „Im Mittelpunkt stehen die Freude am Fußball, Gemeinschaft und positive Erfahrungen – unabhängig vom Leistungsniveau. Durch die Kooperation können wir zusätzliche Kompetenzen und Perspektiven einbringen, Wissen austauschen und das Angebot gemeinsam weiterentwickeln“, sagt Hansen.
Das gemeinsame Ziel ist klar formuliert: „Unser Ziel ist es, möglichst vielen Kindern in der gesamten Region positive Fußballerlebnisse zu ermöglichen.“







