Holstein Kiel: Störche-Urgestein kehrt zurück an die Förde – Präsident macht Schluss

Steffen Schneekloth gibt Abgang bekannt

Fin Bartels kehrt zurück zur KSV. Archivfoto: Lobeca/Otto Kasch

Kiel – Im Sommer 2023 beendete er seine aktive Profi-Laufbahn. Doch nun ist er zurück – wenn auch in anderer Funktion. Fin Bartels kehrt zu Holstein Kiel zurück. Künftig wird der 39-Jährige in der Scouting-Abteilung tätig sein.

Verbunden mit dem Norden

Geboren in Kiel, lebte Bartels von klein auf die norddeutsche Mentalität. In seiner langen Karriere trug er stets das Dress eines Clubs aus dem Norden Deutschlands. Mit 15 Jahren kam der ehemalige Offensivspieler zur KSV, es folgten Stationen bei Hansa Rostock, FC St. Pauli und Werder Bremen. Im Sommer 2023 erhielt er sein Abschiedsspiel im Holstein-Stadion für eine Laufbahn mit knapp 400 Einsätzen in der Bundesliga und 2. Bundesliga.

„Absolute Identifikationsfigur“

„Wir gewinnen mit Fin eine absolute Identifikationsfigur unseres Vereins. Er ist ein Fußball-Fachmann und weiß, was gebraucht wird. Wir freuen uns, dass er jetzt bei uns seine Laufbahn außerhalb des Platzes startet“, freut sich Kiels Sportchef Olaf Rebbe. „Er weiß, wofür die KSV steht, welche Werte hier gelebt werden und vor allem, welche fußballerische Philosophie wir seit vielen Jahren verfolgen.“

„Mehr als nur ein Verein“

Auch Fin Bartels selbst freut sich auf seine neue Aufgabe: „Holstein Kiel war für mich immer mehr als nur ein Verein und die Verbindungen sind natürlich nie abgerissen. Daher freue ich mich sehr über die Chance, jetzt in neuer Rolle zurückzukehren. Es reizt mich extrem, nun die ‚andere Seite‘ kennenzulernen und diesen großartigen Verein gemeinsam mit vielen tollen und erfahrenen Kollegen weiter in die Zukunft zu führen.“

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Steffen Schneekloth (Präsident, Holstein Kiel) im Fokus. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Präsident stellt sich nicht zur Wiederwahl

Derweil gab es in dieser Woche eine weitere Personalentscheidung bei den Störchen zu vermelden. KSV-Präsident Steffen Schneekloth wird nach Ablauf seiner Amtszeit am 30.6.2027 nicht erneut für sein Amt kandidieren. Mit diesem Schritt möchte der 62-Jährige rechtzeitig Klarheit schaffen.

Enge Verbindung auch in Zukunft

„Ich habe dem Aufsichtsrat der KSV Holstein bereits im März dieses Jahres mitgeteilt, dass ich mich aus persönlichen Gründen zu diesem Schritt entschieden habe und für eine weitere Amtszeit über den 30.6.2027 nicht zur Verfügung stehen werde. Bis zum Ende meiner Amtszeit werde ich die von mir zu verantwortenden Aufgaben weiterhin mit hohem Engagement und großer Leidenschaft für die KSV Holstein weiterführen und die Übergabe der Aufgaben bestmöglich unterstützen“, so Schneekloth zu seiner Entscheidung.

Weiter stellt der Präsident klar: „Ich bin der KSV Holstein und insbesondere Gerd Lütje und Dr. Hermann Langness, ohne die die Entwicklung der KSV Holstein in den letzten Jahrzehnten nicht möglich gewesen wäre, sehr dankbar, dass sie mir 2017 das Amt des Präsidenten für die KSV Holstein in hauptamtlicher Funktion zugetraut und anvertraut haben. Dieser Schritt hat mir nach 20 Jahren Tätigkeit in anderen Bereichen des Fußballs nochmals die Möglichkeit eröffnet, den Fußball aus einer anderen Perspektive kennenzulernen, nämlich aus der eines ambitionierten Traditionsvereins und seit 2018 aus der der beiden Spitzenverbände Deutsche Fußball Liga (DFL) und Deutscher Fußball Bund (DFB). Ich werde der KSV Holstein auch in Zukunft weiter eng verbunden bleiben.“

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Fundament gelegt

Andreas Breitner, Aufsichtsratsvorsitzender der KSV Holstein würdigt die Arbeit von Steffen Schneekloth und seine Verdienste für den Verein: „Der Aufsichtsrat der KSV Holstein dankt Steffen Schneekloth für seinen jahrelangen Einsatz für unseren Verein. In seiner Amtszeit hat sich Holstein Kiel sehr erfolgreich weiterentwickelt und daran hat er maßgeblichen Anteil. Steffen Schneekloth hat als Präsident viele entscheidende Projekte vorangetrieben und aus dem Traditionsverein Holstein Kiel einen modernen und wettbewerbsfähigen Fußballclub im Profisport gemacht. Besonders der durch Steffen Schneekloth angestoßene Strukturprozess, den er mit seinen Präsidiumskollegen bei der KSV umgesetzt hat, hat das Fundament für die zukünftige Ausrichtung des Vereins gelegt.“

Welche Note würdet ihr dem VfB Lübeck für die Regionalliga-Saison geben?

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