HSV: Aufsichtsrat tagt im Volkspark und beschließt – Kühne-Angebot ja oder nein?

Marcell Jansen: „Es gibt Raum für Transfermöglichkeiten“

Alexander-Otto-Akademie auf dem HSV-Campus. Foto: Lobeca

Hamburg – Am Freitag tagte der siebenköpfige Aufsichtsrat der HSV Fußball AG und hat dabei der Budgetplanung einstimmig zugestimmt. „Der Vorstand hat uns schlüssige Zahlen und Planungen vorgestellt. Es gibt Raum für Transfermöglichkeiten“, sagte Boss Marcell Jansen danach. Die beiden Vorstände Dr. Thomas Wüstefeld und Jonas Boldt legten die Unterlagen vor. Letzterer kann nun die vom Trainer geforderte Verstärkung für den Kader holen.

Verein hält sich bedeckt

Zudem wurde über der Bauplanung des Volksparkstadion gesessen. Jansen: „Wir sind einen Schritt weitergekommen. Es war eine gute Sitzung. Nun freuen wir uns auf das Spiel unserer Profis bei Arminia Bielefeld und drücken gemeinsam die Daumen.“ Das wars, was der Zweitligist am Abend öffentlich machte. Kein Wort zum Streit im Vorstand, nichts zum Kühne-Angebot von 120 Millionen Euro.

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Kühne-Vorschlag liegt auf dem Tisch

Vor der Sitzung gab es viel Benzin und Feuer rund um die komplette HSV-Führung. Investor Klaus-Michael Kühne lockt den Club mit einem unmoralischen Deal, will die Rothosen quasi im Alleingang sanieren. Dafür fordert er unter anderem mehr Anteile und somit mehr Macht und den Rauswurf von Wüstefeld. Nach „Abendblatt“-Informationen soll der Abwahlantrag des Finanzvorstandes zurückgezogen worden sein. Der sagte vor der Sitzung dem „NDR“ gegenüber: „Wir haben viele interessante Punkte. Herrn Kühnes Vorschlag werden auf jeden Fall auch besprechen.“

120 Millionen Euro-Offerte spaltet Verein

Es gibt Für- und Widersprecher zur Kühne-Offerte. Der Milliardär würde mehr Macht erhalten, doch der Hamburger SV würde in das große Geschäft einsteigen. Die Fans sind gespalten, denn sie haben Angst davor die Fußball-Romantik zu verlieren. Andere sehen in der Sache eine große Chance, den Verein endlich dort hinzubringen, wo er hingehört – in die Bundesliga und das mit stabilen Finanzen. Ex-HSVer Felix Magath und Udo Bandow stehen voll hinter der Idee des Hamburger Mäzen. Sollte sich der Aufsichtsrat oder gar die dazu notwendige Mitgliederversammlung dagegen entscheiden, könnte ein Komplett-Ausstieg Kühnes drohen, der dem Club immer wieder in Nöten unter die Arme griff.

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Sollte der HSV das 120 Millionen Euro-Angebot von Klaus-Michael Kühne annehmen?

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