HSV: Die sieben Themen von Polzin vor dem Pokal-Knaller

Siegen oder fliegen

Merlin Polzin (Trainer, Hamburger SV). Foto. Lobeca/Henning Rohlfs
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Hamburg – Der Hamburger SV steht vor einer schwierigen Aufgabe in der 2. Runde des DFB-Pokals. Am Dienstag um 18 Uhr empfangen die Rothosen Eintracht Frankfurt im Volksparkstadion. Nach der enttäuschenden 0:1-Niederlage beim SC Paderborn will die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin eine Reaktion zeigen und ins Achtelfinale einziehen. Allerdings hat sich die Personalsituation vor dem Pokalabend noch einmal deutlich verschärft. Gleich sieben Spieler stehen dem HSV nicht zur Verfügung.

Zwei weitere Ausfälle nach Paderborn

Besonders bitter verlief der vergangene Sonnabend für Fabio Vieira und Bilal Nadir. Beide Mittelfeldspieler mussten beim Auswärtsspiel in Paderborn verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Eingehende MRT-Untersuchungen im Athleticum am Volkspark ergaben jeweils Muskelverletzungen im Oberschenkel. Bei Nadir wurde zusätzlich eine Sehnenbeteiligung festgestellt, weshalb der 22-Jährige voraussichtlich länger ausfallen wird als Vieira. Beide werden dem HSV in den kommenden Wochen fehlen.

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Damit wächst die Liste der Ausfälle weiter. Neben Vieira und Nadir muss Polzin gegen Frankfurt auch auf Nicolai Remberg, Mario Vuskovic, Nicolas Capaldo, Yussuf Poulsen und Jordan Torunarigha verzichten. Poulsen hat Probleme im Hüftbereich, während ein Einsatz von Torunarigha nach Einschätzung des Trainers ein zu großes Risiko darstellen würde.

Von der angespannten Personalsituation will sich Polzin allerdings nicht entmutigen lassen. „Die Situation ist so, wie sie ist. Wir wollen uns nicht in die Opferrolle begeben, sondern mit der Situation gut umgehen. Wir haben immer von einer breiten Kaderstärke gesprochen. Jetzt haben wir weniger Auswahlmöglichkeiten, aber die Jungs, die morgen und in den nächsten Wochen für den HSV auf dem Platz stehen, brennen mit allem, was sie haben“, erklärte der 35-Jährige auf der Pressekonferenz am Montag.

Polzin erwartet eine Reaktion seiner Mannschaft

Die Niederlage in Paderborn hat beim HSV Spuren hinterlassen. Nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem die Leistung seiner Mannschaft stellte Polzin nicht zufrieden. Gegen Frankfurt erwartet er deshalb eine deutliche Steigerung. „Wir wollen gemeinsam mit dem Volksparkstadion einen coolen Pokalfight abliefern und eine Runde weiterkommen. Ich hoffe auf ein offenes Match. Wir wollen besonders nach dem Spiel in Paderborn, das mit Blick auf den Fußball, die Einstellung und die Intensität nicht zufriedenstellend war, zeigen, was in uns steckt. Ich bin auf die Reaktion der Mannschaft gespannt.“

Mit Eintracht Frankfurt wartet allerdings ein anspruchsvoller Gegner. Polzin verwies auf die internationale Erfahrung der Hessen und deren veränderte Spielweise unter Trainer Adi Hütter. Frankfurt agiere inzwischen intensiver und mit mehr Wucht. Für den HSV komme es deshalb darauf an, selbst die notwendige Qualität und Überzeugung auf den Platz zu bringen.

Tangvik erhält seine Chance im Tor

Eine personelle Entscheidung hat Polzin bereits getroffen. Im Pokal wird Sander Tangvik zwischen den Pfosten stehen. Der Norweger erhält damit erneut die Gelegenheit, sich zu präsentieren. „Er hat sich diese Momente verdient und in der Vorbereitung und in Verl sehr gute und stabile Spiele gemacht“, begründete der HSV-Trainer seine Entscheidung.

Polzin lobte zudem die Entwicklung des Torhüters, der im Januar verpflichtet wurde und sich seither sowohl sportlich als auch persönlich weiterentwickelt habe. Gleichzeitig betonte er die Leistungen von Daniel Heuer Fernandes, der in den vergangenen Jahren eine wichtige Rolle beim HSV gespielt hat.

Auch im Angriff stehen dem Trainer mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Terem Moffi und Patson Daka seien einsatzbereit, hinzu komme Otto Stange mit einem anderen Spielerprofil. Bei Daka müsse nach seiner mehrwöchigen Pause allerdings noch abgewogen werden, wie viele Einsatzminuten sinnvoll seien.

Trotz aller Ausfälle bleibt das Ziel klar: Der HSV will vor heimischer Kulisse die nächste Pokalrunde erreichen. Polzin setzt dabei auf die Unterstützung der Fans und eine Mannschaft, die nach dem Rückschlag in Paderborn eine Antwort auf dem Platz geben soll.

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DFB-Pokal – 2. Runde (27./28. Oktober)

Dienstag, 27. Oktober

SG Sonnenhof Großaspach – FC Augsburg (18 Uhr)
Rot-Weiss Essen – RB Leipzig
VfL Bochum – 1. FSV Mainz 05
Hamburger SV – Eintracht Frankfurt
1.FC Köln – 1. FC Union Berlin (20.45 Uhr)
Borussia Dortmund – SV Werder Bremen
Borussia Mönchengladbach – Karlsruher SC
SV Elversberg – SV Darmstadt 98

    Mittwoch, 28. Oktober

    SSV Jeddeloh – Hertha BSC (18 Uhr)
    SG Dynamo Dresden – FC Schalke 04
    SC Paderborn 07 – VfB Stuttgart
    SC Freiburg – VfL Wolfsburg
    Holstein Kiel – TSG Hoffenheim (20.45 Uhr)
    Bayer 04 Leverkusen – 1. FC Nürnberg
    Hannover 96 – 1. FC Kaiserslautern
    FC Bayern München – 1. FC Magdeburg

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