Hamburgs Hunt will es besser machen, als noch beim 0:1 gegen Heidenheims Leipertz
Foto: Lobeca/Gettschat
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Barmenia Roland Kahl

Hamburg – Nach Leistungstest zu Beginn der Woche ging es für die Profis vom Hamburger SV am Mittwoch mit vollem Einsatz in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim SV Sandhausen. Der Tabellenachte ist nicht zu unterschätzen, denn wie Dennis Diekmeier meinte, will man in Sandhausen die Serie fortführen. Die Gastgeber sind seit sechs Begegnungen ungeschlagen, fuhren daraus zehn Punkte ein und besiegten darunter den VfB Stuttgart. „Hamburg wird immer in meinem Herzen bleiben. Der HSV ist einfach ein geiler Verein und ich habe es auch immer geliebt, in Hamburg zu spielen. Das wissen auch alle Leute. Es wird immer, egal ob jetzt oder in ein paar Jahren, ein besonderes Spiel für mich sein“, sagt er. Dabei ist nicht nur der Ex-HSV-Kicker, der es voraussichtlich mit Sonny Kittel und Bakery Jatta auf der rechten Abwehrseite zu tun hat, gespannt auf das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Kollegen und seinem Ex-Coach Dieter Hecking (beide waren zur gleichen Zeit beim 1. FC Nürnberg), denn auch Aziz Bouhaddouz trifft einen alten Weggefährten. Der zweitbeste Sandhäuser Torjäger (erzielte beim 2:1-Erfolg gegen Stuttgart beide Tore wird Jeremy Dudziak wiedersehen. Beide spielten beim FC St. Pauli zusammen.

Dabei ist es, wie schon im Vorjahr, eine freundschaftliche Zusammenkunft. Der SVS hat sich erneut eine lustige Aktion ausgedacht und am Hamburger Hauptbahnhof ein Werbeplakat hängen, auf dem Diekmeier für „eine geile Verbindung“ wirbt. Dabei hält der 32-Jährige einen Schal in blau-weiß-schwarz hoch, worauf „Hamburger SV Sandhausen“. Schon im Jahr zuvor, wo der HSV das erste Mal überhaupt nach Sandhausen reiste, warb der Clubs aus dem Rhein-Neckar-Kreis mit einer Wegbeschreibung an der Elbe. Die Rothosen revanchierten sich und buchten ein Werbeplakat am Sandhäuser Bahnhof mit „Moin! Hamburg ist mehr als Fußball“.

Das ist alles nett und auch ganz schön, doch für 90 Minuten muss die Freundlichkeit ein Ende haben. Der HSV braucht einen Sieg und steht unter Druck. Nach zwei Niederlagen in Folge will man von einer Krise im Volkspark nichts hören. Das wäre auch zu überzogen, denn mit Platz zwei stehen Hecking und Co. voll im Soll. Dass die Stuttgarter nun wieder punktgleich sind und Tabellenführer Arminia Bielefeld zum Ende der Hinrunde nicht mehr einzuholen ist, stößt natürlich sauer auf, dennoch werden Trainer Hecking und Sportvorstand Jonas Boldt klarmachen müssen, dass aus den beiden verbleibenden Auftritten in Sandhausen und Darmstadt sechs Zähler hermüssen.

Es krampft hinten, wie vorne. „Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften“, heißt in einem amerikanischen Sprichwort. Beides passt beim HSV derzeit nicht. Auch wenn man den zweitbesten Angriff der Liga hinter Bielefeld und zusammen mit dem VfL Osnabrück die stärkste Abwehr hat, läuft seit einigen Partien nicht viel zusammen. Stürmer Martin Harnik brachte es auf den Punkt und sagte nach der Niederlage gegen Heidenheim: „Es ist offensiv, wie defensiv der Wurm drin. Das müssen wir nächste Woche wieder besser machen“. Dabei spielte er auf die Partie beim SVS an. Der hat übrigens zuhause erst ein Spiel verloren.

17.Spieltag (13.-16.12.)
Bochum – Hannover 2:1
Aue – Regensburg 1:0
Heidenheim – Bielefeld 0:0
St. Pauli – Wiesbaden 3:1
Karlsruhe – Fürth 1:5
Nürnberg – Kiel (So.)
Sandhausen – Hamburg
Osnabrück – Dresden
Darmstadt – Stuttgart (Mo.)