
Hamburg – Der Hamburger SV hat am 3. Spieltag der Frauen-Bundesliga seinen zweiten Saisonpunkt geholt. Gegen RB Leipzig trennten sich die Hamburgerinnen am Sonnabend vor 2.854 Zuschauern im Volksparkstadion mit 1:1 (1:1). Vor den Sonntagsspielen steht der HSV mit zwei Punkten aus drei Partien auf dem neunten Tabellenplatz.
Die 1. Halbzeit: Leipzig erwischt den besseren Start
HSV-Trainer Cardoso veränderte seine Anfangsformation gegenüber dem 1:2 beim VfB Stuttgart auf einer Position. Kapitänin Pauline Machtens kehrte für Melina Krüger in die Startelf zurück. Die Anfangsphase gehörte Leipzig. Die Gäste übernahmen früh die Kontrolle und setzten die Hamburger Defensive unter Druck. Nach 20 Minuten hatte RB bereits fünf Eckbälle. Nach einer Hereingabe kam Boboy zum Kopfball, doch Szemik parierte. Eine Minute später war die HSV-Torhüterin machtlos. Delice Boboy (21.) eroberte im Gegenpressing den Ball, ließ eine Gegenspielerin aussteigen und traf aus rund 24 Metern ins linke untere Eck zum 0:1. Leipzig blieb zunächst spielbestimmend, während der HSV offensiv kaum in Erscheinung trat. In der 32. Minute wurde es erstmals gefährlich. Nach einem Abpraller schloss Peneau an der Strafraumkante ab. Tuin wollte blocken und bekam den Ball an den abgespreizten Arm. Schiedsrichterin Julia Boike entschied auf Handspiel und Strafstoß. Camilla Linberg (34.,) verwandelte zum 1:1 (34.). Bis zur Pause übernahmen die Hamburgerinnen zunehmend mehr Spielkontrolle, ein weiterer Treffer fiel allerdings nicht.
Nach der Pause: Szemik verhindert erneuten Rückstand
Zur zweiten Halbzeit brachte Cardoso Martens für Peneau. Nach einer zunächst ruhigen Phase sorgte Obispo, die ihr Pflichtspiel-Debüt für den HSV feierte, für eine gefährliche Szene. Ihre Hereingabe in Richtung Fünfmeterraum fing Leipzigs Torhüterin Herzog vor Karczewska (60.) ab. In der Schlussviertelstunde wurden die Gäste wieder gefährlicher. Nach einer Flanke von Mathys brachte Tuin den Ball direkt aufs Tor, doch Szemik parierte. Besonders wichtig wurde die Torhüterin kurz darauf: Nach einer kurz ausgeführten Ecke brachte Tuin den Ball scharf vor das Tor, Bartz fälschte unglücklich ab und Szemik (78.) verhinderte mit dem rechten Arm den erneuten Rückstand. Auch die Hamburgerinnen meldeten sich noch einmal offensiv. Die eingewechselte Morich setzte sich auf der rechten Seite gegen Tuin durch und flankte in den Fünfmeterraum, wo Herzog (84.) den Ball aus der Gefahrenzone faustete. Zwei Minuten später bediente Morich Karczewska an der Grundlinie, deren Hereingabe Martens am linken Pfosten allerdings nicht erreichte. In der Nachspielzeit hatte Leipzig noch eine Möglichkeit. Eggert eroberte den Ball und legte zu Schwalm, deren Direktabnahme aus rund 17 Metern deutlich über das Tor ging. Es blieb beim 1:1.
Cardoso: „So ein Punkt immer wichtig“
Rodolfo Cardoso sagte nach der Partie: „Es war ein Spiel mit großem Kampf auf beiden Seiten. Wir haben mitgehalten, auch wenn Leipzig viel Druck gemacht hat. Nach einer Niederlage ist so ein Punkt immer wichtig, deshalb nehmen wir ihn gerne mit. Wir wissen in Hamburg ja, dass es gerne mal regnet, aber so wie heute habe ich das selten erlebt. Dennoch haben wir das Beste daraus gemacht. Defensiv standen wir besser als zuletzt, haben viele Zweikämpfe gewonnen und Wille gezeigt. Vorne hat uns dagegen die Durchschlagskraft gefehlt. Gerade wenn du viel nach hinten arbeiten musst, fehlt manchmal die Kraft für das Spiel nach vorne. Alles in allem geht das Unentschieden heute in Ordnung.“
Für den HSV geht es am kommenden Freitag um 18.30 Uhr im Nordderby bei Werder Bremen weiter.
Der 3. Spieltag (4. – 7.9.)
Hoffenheim – Leverkusen 1:2
Hamburg – Leipzig 1:1
Mainz – Köln 0:4
Wolfsburg – Bremen (So., 14 Uhr)
München – Freiburg (16 Uhr)
Nürnberg – Stuttgart (18.30 Uhr)
Berlin – Frankfurt (Mo., 18 Uhr)








