HSV fünfmal in Folge ungeschlagen

Rothosen mit Moral zu einem 2:2-Unentschieden gegen 1. FC Nürnberg

Tim Leibold (Hamburger SV) ist zwar nicht mehr am Ball, doch der ist trotzdem im Tor. Foto: Lobeca/Norbert Gettschat

Hamburg – Weiterhin ungeschlagen heißt es für den Hamburger SV gegen 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga, doch auch die Franken können das von sich behaupten. Sie verloren am Sonntag im Volksparkstadion nicht wie sonst so oft gegen die Rothosen in der jüngeren Vergangenheit. Dabei führte das Team von Robert Klauß sogar zweimal. Der HSV bewies Moral und holte wenigstens ein 2:2 (1:1)-Unentschieden vor 21.337 Zuschauern im Volksparkstadion.

v.l.: Zweikampf zwischen Christopher Schindler (1. FC Nürnberg), Mario Vuskovic (HSV) und Enrico Valentini (1. FC Nürnberg). Foto: Lobeca/Norbert Gettschat

Die 1. Halbzeit: Viel Aufmerksamkeit für VAR

Frühes Pressing war auf beiden Seiten angesagt und nach 15 Minuten hatte Kittel die erste Chance der Partie, die Mathenia parierte. Im Gegenzug verpasste Handwerker das 1:0 für die Franken nur ganz knapp. Ein Foul an den Gästen vor dem Strafraum wurde vom VAR überprüft. Dabei zeigte sich, dass Hamburgs Vuskovic Dovedan im 16er im Gesicht traf – Elfmeter für die Nürnberger. Valentini (22.) verwandelte knapp gegen Heuer Fernandes, der fast dran war. Der Ausgleich hätte schon drei Minuten später fallen können, doch Kittels Schuss ging knapp vorbei. Dann doch das 1:1 durch Glatzel (34.), der eine Meffert-Flanke mit dem Kopf ins Netz beförderte. Und auch hier war die Meinung des Videoassistenten gefragt. Leibold soll noch dran gewesen sein, doch das bestätigte sich nicht. Zur Pause 1:1.

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Diskussion von Tim Leibold, Jan Gyamerah, Robert Glatzel David Kinsombi und Bakery Jatta (alle HSV) mit Schiedsrichter Felix Zwayer. Foto: Lobeca/Norbert Gettschat

Nach der Pause: HSV pennt und drückt

Die zweite Hälfte begann mit dem 2:1 für den FCN. Die Hausherren pennten und Tempelmann (46.) köpfte ins Tor. Nach einer Stunde spielte dann nur noch Hamburg und erspielte sich einige Möglichkeiten. Eine davon saß – wieder von Glatzel (80.), wieder per Kopf. Zwei Minuten später landete der Ball sogar noch am Pfosten von Mathenias Kasten. Da hatten die Franken Glück.

Tor zum 2:2 von Robert Glatzel (HSV). Nürnbergs Christopher Schindler und Torwart Christian Mathenia sind machtlos. Foto: Lobeca/Norbert Gettschat

Das Fazit: Schlechte Zeiten, gute Zeiten

Nach einer verfahrenen ersten Hälfte, in der der HSV nicht gut war, wurde es nach der Pause besser. Zwar reichte es nicht zu einem Sieg, doch die Moral war gut. Das sahen übrigens auch die Fans so, die nach Abpfiff trotzdem feierten.

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Robert Glatzel (Hamburger SV) im Zweikampf mit Asger Sörensen (1. FC Nürnberg). Foto: Lobeca/Norbert Gettschat

Die Stimmen nach dem Spiel

Robert Klauß (Nürnberg): „Lange Zeit sah es so aus, dass wir mit drei Punkten nach Hause fahren, am Ende sind wir aber auch glücklich über diesen einen Punkt. Wir haben heute tief verteidigt, um nach vorn hin Räume zu haben und überfallartig kontern zu können. Das hat insgesamt ganz gut geklappt, auch wenn wir im eigenen Ballbesitz für zuwenig Entlastung gesorgt haben. Defensiv haben wir aber wenig zugelassen und haben uns in den letzten Minuten gegen einen starken HSV und das Stadion leidenschaftlich gewehrt und den einen Punkt verteidigt. Ich bin mit der Art und Weise, wie unsere junge Mannschaft hier aufgetreten ist, sehr zufrieden.“

Tim Walter (Hamburg): „Wir haben nicht so gut ins Spiel reingefunden, haben aber nach dem Rückstand mehr in die Offensive investiert. Leider waren wir nicht so konsequent wie in den vergangenen beiden Wochen, trotzdem haben wir uns mit dem 1:1 belohnt. Das 1:2 fiel dann direkt nach der Pause aus heiterem Himmel, aber es zeigt den fortschreitenden Reifeprozess der Mannschaft, dass sie das Heft weiter in der Hand hält, nie aufgibt, immer dranbleibt. Leider haben wir uns nicht noch mehr belohnt, das ärgert mich auch ein bisschen, aber mit dem Auftritt insgesamt bin ich zufrieden – auch wenn wir grundsätzlich immer nur mit drei Punkten vollkommen zufrieden sind. Und manchmal liegt es ja auch nicht in der eigenen Hand – für mich jedenfalls ist die Szene zum 0:1 kein Elfmeter, sondern ein ganz normaler Zweikampf, in dem beide Spieler ein bisschen mit den Armen arbeiten. Aber wir akzeptieren das alles und freuen uns über das gute Spiel unserer Mannschaft, auch wenn wir uns nicht zu 100 Prozent für unseren großen Aufwand belohnen konnten.“

Ausgespielt,: Sonny Kittel (Hamburger SV) vernascht Tim Handwerker (1. FC Nürnberg). Foto: Lobeca/Norbert Gettschat

Der 8. Spieltag (24.-26.9.)

Heidenheim – Darmstadt 2:1
Regensburg – Aue 3:2
Karlsruhe – St. Pauli 1:3
Paderborn – Kiel 1:2
Ingolstadt – Düsseldorf 1:2
Rostock – Schalke 0:2
Hamburg – Nürnberg 2:2
Hannover – Sandhausen 1:2
Dresden – Bremen 3:0

Die Tabelle

1.SSV Jahn Regensburg818 : 817
2.FC St. Pauli816 : 816
3.1. FC Heidenheim 1846810 : 615
4.SC Paderborn 07817 : 814
5.1. FC Nürnberg811 : 714
6.SG Dynamo Dresden813 : 813
7.Hamburger SV814 : 1013
8.FC Schalke 04813 : 1113
9.Karlsruher SC812 : 912
10.Fortuna Düsseldorf811 : 1211
10.SV Werder Bremen811 : 1211
12.SV Darmstadt 98815 : 1210
13.Hannover 9687 : 1210
14.Holstein Kiel89 : 178
15.F.C. Hansa Rostock88 : 147
16.SV Sandhausen87 : 147
17.FC Ingolstadt 0486 : 204
18.FC Erzgebirge Aue85 : 153

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