Hamburg – Das Testspiel zwischen dem Hamburger SV und Hansa Rostock am Sonntag im Volksparkstadion endete mit einem 1:0 (0:0)-Sieg für den Zweitligisten.

Jatta als Vorsichtsmaßnahme draußen

Bei den Hamburgern fehlte Jatta, der im Training einen Schlag aufs Sprunggelenk bekam. Eine reine Vorsichtsmaßnahme. Dafür war Opoku beim HSV in der Startelf. Der 21-Jährige war bis zum Ende der Vorsaison an die Rostocker ausgeliehen, kam dort auf 33 Einsätze. An der Elbe soll er sich nun durchsetzen.

Robuste Anfangsphase von Hansa

Die Gastgeber hatten zu Beginn der Partie mehr Ballbesitz und versuchten das Mittelfeld schnell zu überbrücken. Der FCH, der schon zwei Testspiel absolvierte, wartete bei 31 Grad erstmal ab. Dafür gingen sie ziemlich robust zur Sache. Reinthaler sah schon nach acht Minuten den gelben Karton. Die Mecklenburger befreiten sich nicht unter dem Druck. Den ersten Torschuss gab Bochum-Rückkehrer Wintzheimer (20.) kurz vor der Trinkpause ab. Hansa-Keeper Kolke tauchte ab und hatte keine Probleme dabeibleiben hielt das Leder fest.

Ex-Rostocker fast mit der Führung

Danach gab es das gleiche Bild. Hansa kam nur selten über die Mittellinie. Bis auf eine Kopfballchance von Opoku (44.) machte Hansa hinten dicht und Hamburg lief dagegen an. Zur Pause gab es keine Tore.

Khaled Narey (HSV), Manuel Farrona Pulido (Hansa Rostock), Aaron Opoku (HSV)
Foto: Lobeca/Seidel

Wechselspiele zum Seitenwechsel

Zu Beginn Zünder zweiten Halbzeit wechselte HSV-Trainer Daniel Thioune siebenmal durch. Bei Rostock waren es sechs Wechsel. Später folgten noch weitere Wechsel auf beiden Seiten.

Rostock wird mutiger

Der Drittligist wurde nun mutiger, versuchte es über Konter. Gleich nach Wiederanpfiff war Vollmann auf der rechten Seite durch. Mickel, der Heuer Fernandes im HSV-Kasten ersetzte war allerdings zur Stelle. Nach etwas mehr als einer Stunde verlängerte David eine Rostocker Flanke unglücklich vor das eigene Gehäuse. Dort stand Straith und verpasste um eine Schuhlänge.

David Kinsombi (HSV) und Björn Rother (Hansa Rostock) im Zweikampf
Foto: Lobeca/Seidel

Hinterseer vergibt klare Chance

Die nächste Trinkpause stand an und die Gäste machten es bis dahin wesentlich besser als noch im ersten Durchgang. Die Rothosen enttäuschten nach dem Seitenwechsel. Bezeichnend dafür war Hintereseer (78.), der frei vor Kolke noch einmal querlegte, statt selbst zu schießen. Seine Abgabe ging ins Leere. Es waren keine Ideen im Spiel nach vorne zu erkennen. Die Mecklenburger witterten ihre Chance und Vollmann (85.) hatte den Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte allerdings dann doch.

Spätes Siegtor für HSV

Am Ende fiel dann doch noch ein Treffer. Eine Ecke von Hunt köpfte Ambrosius (90.) ins linke Eck. Kolke war zwar noch dran, bekam das Leder aber nicht mehr vor der Linie. Kurz danach war Schluss. Mit dem Tor sorgte der Hamburger Innenverteidiger übrigens für einen freien Montagvormittag. Das Trainerteam gab zeitliche Vorgaben, was den Ballbesitz des Gegners anging. Das erfüllte die Mannschaft.

HSV-Trainer Daniel Thioune
Foto: Lobeca/Seidel

Thoiune legte Wert auf die Defensive

Nach dem Spiel sagte Hamburgs Coach Thioune: „Wir hatten heute ausschließlich unseren Schwerpunkt im Defensivverhalten. Es ist noch sehr viel Potenzial da, was Ballqualität und Spritzigkeit betrifft, aber wir können nur die Dinge umsetzen, die wir trainiert haben. Wir haben dem Gegner sehr wenig Ballbesitz gegeben. Ich war mit der Leistung was die Arbeit gegen den Ball betrifft, zufrieden sein.“