HSV kämpft sich in Unterzahl zum Punkt

Bartz gleicht frühen Rückstand aus – Böhler sieht Rot

Schiedsrichterin Selina Menzel zeigt Annaleen Böhler (Hamburger SV) die Rote Karte. Foto: Lobeca/Ines Hähnel

Jena – Der Hamburger SV hat sich beim Tabellenschlusslicht FC Carl Zeiss Jena ein 1:1 (1:1)-Unentschieden in der Frauen-Bundesliga erkämpft. Nach frühem Rückstand und mehr als einer halben Stunde in Unterzahl holten die Rothosen vor 4.125 Zuschauern dennoch einen Punkt. Bartz glich die frühe Führung der Gastgeberinnen aus.

Blitzstart der Gastgeberinnen

Nur wenige Tage nach dem Pokal-Aus gegen den FC Bayern München (HL-SPORTS berichtete) standen die Hamburgerinnen bereits wieder in der Liga gefordert auf dem Platz. Trainerin Liese Brancao nahm im Vergleich zum Pokalspiel drei Änderungen in der Startelf vor: Für Nigar Mirzaliyeva, Victoria Schulz und Maria Mikolajova begannen Jonna Wrede, Melanie Brunnthaler und Sophie Hillebrand. Auch Camilla Linberg kehrte nach ihrer frühen Auswechslung gegen die Bayern wieder in die Anfangsformation zurück.

Der Start in die Partie misslang den Rothosen allerdings. Nach einem schnellen Konter über Isabella Jaron und Melina Reuter konnte die HSV-Abwehr den ersten Abschluss noch blocken. Im anschließenden Durcheinander eroberte Olivia Alcaide den Ball zurück und traf bereits in der zweiten Minute aus kurzer Distanz zum 1:0 für Jena.

Bartz sorgt für den Ausgleich

Nach dem frühen Gegentreffer beruhigte sich die Begegnung etwas und war zunächst von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt. Jena blieb dennoch gefährlich: In der 12. Minute lenkte HSV-Keeperin Lea Paulick einen Distanzschuss von Reuter noch mit den Fingerspitzen an die Latte.

Mit zunehmender Spielzeit fanden die Hamburgerinnen besser ins Spiel. In der 17. Minute fiel schließlich der Ausgleich: Nachdem Toma Ihlenburg Pauline Bartz gefoult hatte, blieb der HSV zunächst in Ballbesitz. Jonna Wrede brachte den Ball erneut in den Strafraum, Sophie Hillebrand verpasste per Kopf – doch Pauline Bartz stand dahinter genau richtig und traf zum 1:1.

Beflügelt vom Treffer übernahmen die Rothosen anschließend mehr Spielkontrolle. Linberg setzte Hillebrand nach einem Ballgewinn in Szene, deren Hereingabe Lotta Wrede fand. Der Abschluss der 17-Jährigen war jedoch zu ungenau, sodass Jena-Torhüterin Jasmin Janning parieren konnte. Kurz darauf prüfte Linberg selbst Janning aus der Distanz.

Böhler sieht Rot

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen. In der 56. Minute setzte sich Lotta Wrede auf ihrer Seite gegen mehrere Gegenspielerinnen durch, ihr Abschluss landete jedoch in den Armen von Janning.

Nur kurz darauf gerieten die Hamburgerinnen in Unterzahl. Annaleen Böhler (57.) brachte eine Jena-Angreiferin kurz vor dem Strafraum zu Fall – Schiedsrichterin Selina Menzel zeigte folgerichtig die Rote Karte. Den anschließenden Freistoß setzte Jaron knapp über das Tor.

HSV verteidigt den Punkt

Trotz der Überzahl fanden auch die Gastgeberinnen nur selten klare Abschlüsse. Jena versuchte es vor allem über schnelle Gegenstöße, während sich der HSV zunehmend auf die Defensive konzentrieren musste.

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VfB Lübeck

In der Schlussphase hatten beide Teams noch Möglichkeiten. Die eingewechselte Noemi Gentile setzte einen Freistoß für Jena über das Tor. Auf der anderen Seite bot sich Christin Meyer kurz vor Abpfiff sogar noch die Chance auf den Siegtreffer, doch ihr Distanzschuss aus rund 30 Metern ging über das Tor.

So blieb es am Ende vor der Jenaer Rekordkulisse von 4.125 Zuschauern beim 1:1-Unentschieden. Weil SGS Essen am 20. Spieltag verlor, vergrößerte der HSV den Vorsprung auf die Abstiegsplätze um einen Punkt. Am kommenden Sonnabend um 12 Uhr sind die Rothosen bei Eintracht Frankfurt gefordert.

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Der 20. Spieltag (13.–15.3.2026)

Freiburg – Nürnberg 2:1
Bremen – Frankfurt 4:2
Leipzig – Berlin 2:2
Hoffenheim – Essen 4:0
Jena – Hamburg 1:1
Köln – München 0:3
Wolfsburg – Leverkusen 2:1

Die Tabelle

1.FC Bayern München1974 : 655
2.VfL Wolfsburg1855 : 2741
3.TSG Hoffenheim1937 : 2335
4.Eintracht Frankfurt1946 : 3533
5.SV Werder Bremen1828 : 2432
6.Bayer 04 Leverkusen2030 : 3031
7.SC Freiburg2034 : 3230
8.1. FC Köln2023 : 2725
9.1. FC Union Berlin2030 : 3823
10.RB Leipzig2032 : 4022
11.1. FC Nürnberg2027 : 4919
12.Hamburger SV2022 : 4615
13.SGS Essen2016 : 4512
14.FC Carl Zeiss Jena1917 : 4910

Bildquellen

  • Böhler: Lobeca/Ines Hähnel
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