
Hamburg – Nur rund 18 Stunden nach dem 2:2-Unentschieden der Männer gegen den FC Bayern München lief der Volkspark wieder auf Hochtouren. Der Hamburger SV empfing in der Frauen-Bundesliga den SC Freiburg. Dieses Mal gab es nichts zu feiern. Die Rothosen unterlagen mit 0:2 (0:1) vor etwa 4.000 Zuschauern. Schulz sah nach der Pause die Rote Karte.
Die 1. Halbzeit: Standard bringt Freiburg voran
Die Gastgeberinnen starteten intensiv und setzten Freiburg in den Anfangsminuten früh unter Druck, kamen durch Linberg (3.) bereits zu einer ersten Abschlussmöglichkeit. In einer umkämpften Anfangsphase mit vielen Zweikämpfen entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Gastgeberinnen jedoch zunehmend hektisch agierten und dadurch Fehler machten. Freiburg steigerte sich mit zunehmender Spieldauer und kam zu den gefährlicheren Chancen. Vobian (19.) verzog aus der zweiten Reihe nur knapp, Kolb (23.) scheiterte mit einem Distanzschuss am starken Reflex von Paulick. In der 25. Minute nutzten die Breisgauerinnen einen Standard zur Führung: Nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten legte Fölmli per Kopf in die Mitte ab, wo Julia Stierli aus kurzer Distanz zum 1:0 einschob. Nach dem Treffer übernahmen der SCF mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel. Der HSV fand kaum noch Entlastung, erst kurz vor der Pause gelang über Mikolajova und Wrede noch einmal eine Kontersituation, die jedoch ungenutzt blieb. Mit zunehmender Dominanz der Gäste ging es schließlich mit dem knappen Freiburger Vorsprung in die Kabinen.
Nach der Pause: Rot für Schulz
Der zweite Durchgang war nach wenigen Sekunden für Victoria Schulz schnell wieder zu Ende. Die Hamburgerin stoppte Fölmi unsanft auf dem Weg zum Tor und sah die Rote Karte. Die Entscheidung vielleicht einen Tick zu hart, doch vertretbar. Schiedsrichterin Julia Boike zögerte zumindest nicht, war sich sicher. Auf der anderen Seite hatte Egli Glück, dass sie nach zwei Fouls kurz hintereinander nicht auch vom Platz flog. Hamburg machte Druck, Freiburg das Spiel. Fölmi (69.) hätte mit ihrem Schuss von der Strafraumgrenze schon alles klar machen können, doch der Ball flog knapp neben dem Gehäuse vorbei. Die Chance auf den Ausgleich hatte erst Machtens (72.), deren Hammer in der Abwehr hängen blieb und Eggert kurz danach, die einen Kopfball nicht hart genug platzierte. Heikle Situation rund zehn Minuten vor dem Ende, als Brunnthaler auf dem Weg zum SCF-Kasten unterwegs war und von zwei Gegenspielerinnen in die Zange genommen wurde. Die Partie lief weiter. Der HSV war jetzt klar dominierend, wollte mindestens das eine Tor. Ein Freiburger Konter besiegelte die Hamburger Niederlage. Svenja Fölmi (82.) hatte freie Bahn und schob den Ball nach einer Hereingabe zum 2:0-Endstand ins Netz. Danach passierte nicht mehr viel.
Keine Veränderung
In der Tabelle änderte sich dadurch für die Rothosen nichts. Einen Punkt vor den Abstiegsplätzen hat man nach wie vor Essen im Nacken, die bereits am Sonnabend mit 2:4 gegen Union Berlin verloren. Am kommenden Sonntag folgt das dritte Heimspiel des HSV in Folge. Dann kommt RB Leipzig ins Volksparkstadion.
Bildquellen
- Schulz: Lobeca/Felix Schlikis
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