HSV: „Klare Fehlentscheidung – erhöht nicht die Wahrscheinlichkeit, erfolgreich zu sein“

Hamburgs Cheftrainer sieht Ellenbogen im Gesicht

Merlin Polzin (Trainer, Hamburger SV). Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Hamburg – Führung, Gelb-Rote Karte und ein Foul vor dem entscheidenden Gegentor. Der Hamburger SV darf sich nach dem Auswärtsspiel beim SC Freiburg verpfiffen fühlen. 1:2 (0:0) verlor der Aufsteiger am vorletzten Hinrunden-Spieltag der Bundesliga am vergangenen Sonnabend (HL-SPORTS berichtete). Die Leistung von Schiedsrichter Timo Gerach war unterirdisch.

Elfadli sorgt für sechsten Platzverweis

Der Unparteiische wertete das Foul von Daniel Elfadli an Freiburgs Höhler kurz nach dem 1:0 von Luka Vuskovic zu Beginn der zweiten Halbzeit als Gelb-trächtig. Problem: Der HSV-Verteidiger war schon verwarnt – bekam die Ampelkarte. Dazu gab es einen Elfmeter für die Breisgauer, den sie zum Ausgleich nutzten. Der VAR griff nicht ein. Platzverweis Nummer sechs für die Rothosen in dieser Saison.

Video-Unterstützung für Schiri blieb aus

Die Krönung der mangelhaften Wahrnehmung von Gerach war in der 83. Minute ein Ellenbogencheck im Luftkampf von Manzambi an Jordan Torunarigha, der zum SCF-Siegtreffer führte. Der Hamburger wurde im Gesicht getroffen, blieb liegen und wurde behandelt. Das Schiri-Gespann sah da kein Vergehen und erklärte den Treffer von Matanovic für rechtens. Der VAR griff wieder nicht ein. Der HSV verlor die Begegnung.

„Für mich fußballtypisch“

Gerach sagte danach dazu bei “DAZN“: „Ich nehme wahr, dass der Stürmer die bessere Position hat und zum Ball geht. Der Abwehrspieler kommt von hinten. Es gibt einen Kontakt, aber das ist für mich fußballtypisch. Ich sehe keine typische Schlagbewegung. Die habe ich nicht wahrgenommen und deswegen ging es für mich weiter.“

„Schwer zu akzeptieren“

Hamburgs Chefcoach Merlin Polzin war sauer und fasst die Niederlage wie folgt zusammen: „Wir sind sowohl mit dem Ball als auch gegen ihn überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen. Wir haben in der Halbzeit festgestellt, dass wir ein anderes Gesicht zeigen wollen. Das ist uns mit der Ecke beeindruckend gelungen. Dass es dann die Gelb-Rote Karte gibt, ist extrem bitter. Wenn wir ein Mann weniger sind, erhöht es nicht die Wahrscheinlichkeit, erfolgreich zu sein. Umso erfreulicher ist es, wie die Jungs es geschafft haben, den Gegner bestmöglich vom eigenen Tor wegzuhalten und mit der einen oder anderen Umschaltsituation Nadelstiche nach vorne zu setzen. Ich weiß nicht, wie ich das zweite Gegentor richtig einordnen soll. Für mich ist es eine klare Fehlentscheidung und schwer zu akzeptieren, der Ellenbogen ist im Gesicht des Spielers und hat da nichts zu suchen. Nichtsdestotrotz nehmen es so, wie es gekommen ist. Am Dienstag greifen wir im Elf-gegen-Elf wieder an.“

Dienstag kommt Bayer

Schon dann kommt Bayer Leverkusen ins Volksparkstadion. Auswärts bleiben die Rothosen weiter sieglos. In der Tabelle könnten der VfL Wolfsburg (in München) sowie der FC Augsburg (in Mönchengladbach) vorbeiziehen. Dann wären die Hamburger auf einmal auf Rang 15.

Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige
VfB Lübeck
Anzeige
Anzeige
AOK

Was traut ihr der Deutschen Nationalmannschaft bei der Handball-EM zu?

View Results

Wird geladen ... Wird geladen ...

Bildquellen

  • Polzin: Lobeca/Henning Rohlfs
Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein