
Hamburg – 2:2 gegen den FC Bayern München (HL-SPORTS berichtete). Die Party ging noch eine Weile im Volkspark – auch wenn der Hamburger SV am vergangenen Sonnabend in der Bundesliga keinen Sieg holte. Gefühlt war es allerdings einer gegen den Rekordmeister.
“Ferro“ stolz!
Torwart Daniel Heuer Fernandes meinte danach: „Es ist ein gerechtes Unentschieden, das wir uns hart erarbeitet haben. Ich bin stolz auf unsere Leistung. Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten intensiv sein. Wir wussten, dass es Phasen geben würde, in denen wir leiden müssen. Diese haben wir aber gut überstanden. Wir haben sehr gut dagegengehalten gegen einen Gegner, der individuell sehr stark besetzt ist. Zudem haben wir es dem Gegner schwer gemacht. Wir waren mit und gegen den Ball sehr kompakt und insgesamt einfach gut. Es war ein gelungener Mix in unserem Spiel.“
FCB-Coach sagte ab
Auf der Pressekonferenz gab es ein bisschen Staunen. Vincent Kompany fehlte. Der Trainer der Münchner sagte ab, weil das Team den Flieger nach Hause bekommen musste. Die Partie endete um 20.32 Uhr, also über zwei Stunden nach Abpfiff. Für die Medienvertreter war somit keine Zeit mehr.
Einstellung brachte den Erfolg
Kollege Merlin Polzin war alleine auf dem Podium und resümierte: „Die Attribute, die wir vor dem Spiel von der Mannschaft eingefordert haben – Mut, Galligkeit, Überzeugung –, haben sich alle in unserem Spiel wiedergefunden. Wir waren extrem mutig im Ballbesitz und hatten viele Positionswechsel. Ein Riesenkompliment an das Trainerteam, was den Matchplan und die Vorbereitung angeht. Wir haben es durch Rotationsbewegungen immer wieder geschafft, den Gegner auf eine Art Reise mitzunehmen. Auch im Spiel gegen den Ball wussten wir, dass wir bei der Qualität der Bayern die eine oder andere Situation überstehen müssen. Das haben wir geschafft. Wir sind nicht nervös geworden, auch wenn der Gegner mal länger den Ball hatte. In den entscheidenden Momenten waren wir da. Es war ein magischer Abend hier im Volksparkstadion.“
Almugera Kabar kommt nicht
Kurz vor Ende der Transferperiode dürfte sich noch einiges tun. Eine fast schon sicher geglaubte Neuverpflichtung fällt allerdings dabei aus. Almugera Kabar kommt nicht von Borussia Dortmund. Der Linksverteidiger saß schon am Sonnabend auf der Tribüne, absolvierte zuvor seinen Medizincheck und fiel dabei durch. Der 19-Jährige aus der zweiten Mannschaft des BVB zog sich im vergangenen Dezember eine Knieverletzung zu, die ihn voraussichtlich erst im März ins Training einsteigen lassen würde. Für den HSV zu unsicher. Nach “Abendblatt“-Informationen sagte der Verein dem Spieler ab.
Bleibt Dompe?
Dafür könnte sich ein Blitz-Transfer anbahnen. Wegen der Suspendierung steht Jean-Luc Dompe bei den Hamburgern vor dem Aus. Eine Vertragsauflösung scheint nicht ausgeschlossen. Der Franzose soll einen Interessenten aus seinem Heimatland haben. Allerdings erklärte Vorstand Eric Huwer, dass man „wisse, was man an ihm hat“. Dafür schielt der HSV auf Philip Otele vom FC Basel. Der 26-jährige Flügelspieler soll ausgeliehen werden. Vollzug könnte Montag vermeldet werden. Und möglicherweise wechselt Immanuel Pherai in die 2. Bundesliga zum 1. FC Nürnberg. Am Montagabend ist man schlauer.
Bildquellen
- Heuer Fernandes: Lobeca/Henning Rohlfs
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