HSV: Merlin Polzin nach Derby-Niederlage gegen FC St. Pauli angefasst: „Das kotzt uns an!“

Aufsteiger nach Auftaktpunkt hart gelandet

Merlin Polzin (Trainer, Hamburger SV). Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Hamburg – Der FC St. Pauli hat den Stadtrivalen in seinem eigenen Stadion schwer gedemütigt. Das Hamburger Derby beim HSV ging an die Kiezkicker. 0:2 (0:1) unterlagen die Rothosen gegen Nachbarn vom Millerntor (HL-SPORTS berichtete). Und damit war man „noch gut bedient“. Das zumindest war noch 24 Stunden nach der Begegnung ein Thema bei vielen Fans des Aufsteigers. Man anerkannte den verdienten Erfolg der Braun-Weißen neidlos an. Weh tat es trotzdem. Und mindestens bis zum Rückspiel Ende Januar des kommenden Jahres müssen die schwarz-weiß-blauen Anhänger Spott und Häme ertragen.

Klare Überlegenheit der Kiezkicker

Aber genau das ist der Punkt. Die „Boys in Brown“ sind eben schon ein Jahr weiter, haben sich an die Luft in der Beletage gewöhnt, schafften den Klassenerhalt vor dem Sommer und vor allem haben sie schnell gelernt. Der Fußball in der Bundesliga ist für einen Zweitliga-Kenner ein krasser Unterschied. 0:2? Es hätte auch höher ausgehen können, vielleicht sogar müssen. 17:5-Torschüsse hatten die Gewinner nach dem Spiel auf dem Konto. Ein Standard sowie ein Konter waren drinnen. Bitter für das Team vom Volkspark.

„Der Unterschied ist in allem da“

Und genau so angefasst von der Frage, wo der Unterschied zwischen Erster und Zweiter Liga ist, so genervt war HSV-Coach Merlin Polzin vom Ergebnis. Auf der Pressekonferenz sagt er: „Der Unterschied ist in allem da. Wir haben coole Spiele in der 2. Liga erlebt, aber der Unterschied zur 1. Liga ist immens. Was die körperlichen Konstitutionen, Qualität am Ball, Stärken der Einzelspieler oder die Geschlossenheit, da ist ein Vergleich zu ziehen sehr schwierig. Es ist der zweite Spieltag, wir haben ein Spiel verloren und das kotzt uns an und da ist es mir relativ egal, was der Unterschied zur zweiten oder ersten oder andersrum Liga ist.“

Nach der Länderspielpause zum Rekordmeister

Jetzt hat man Zeit die ersten beiden Spiele zu analysieren, denn es gibt eine Länderspielpause. Danach kommt der nächste Kracher, denn die Auswärtsfahrt zum FC Bayern München steht für den 13. September steht an. Die Roten gewannen zu Auftakt gegen RB Leipzig zuhause mit 6:0 und am Sonnabend gab es einen knappen 3:2-Erfolg beim FC Augsburg. Zur Pause führte man 2:0 und machte das dritte Tor kurz nach dem Seitenwechsel. Hamburgs Anhänger gehen mi gemischten Gefühlen in die kommenden zwei Wochen, denn sie und ihr Team haben beim Rekordmeister nichts zu verlieren.

Vuskovic ist da

Vielleicht tut die kleine Pause gleich zu Beginn der Saison ganz gut, denn der Hamburger SV kann sich so einmal schütteln und sich möglicherweise noch einmal auf dem Transfermarkt verstärken. Luka Vuskovic (18) wurde kurz dem Stadtderby vorgestellt, stand sogar schon im Kader – jedoch ohne Einsatz. Doch der Heilsbringer für den wackeligen Jordan Torunarigha wird er nicht werden. Dennoch: Bis Montag um 18 Uhr ist das Transferfenster noch offen. Ein weiterer Neuzgang soll mindestens noch kommen, vermutlich für das offensive Mittelfeld.

Der 2. Spieltag (29. – 31.8.)

Hamburg – St. Pauli 0:2
Leipzig – Heidenheim 2:0
Bremen – Leverkusen 3:3
Stuttgart – Mönchengladbach 1:0
Hoffenheim – Frankfurt 1:3
Augsburg – München 2:3
Wolfsburg – Mainz (So., 15.30 Uhr)
Dortmund – Berlin (17.30 Uhr)
Köln – Freiburg (19.30 Uhr)

Anzeige
Anzeige
AOK
Anzeige

Wer wird Meister in der Kreisliga Südost?

View Results

Wird geladen ... Wird geladen ...

Bildquellen

  • Polzin: Lobeca/Henning Rohlfs
Gefällt Dir unsere journalistische Arbeit?

Dann unterstütze uns hier mit einem kleinen Beitrag. Danke.

- Anzeige -

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein