
Stuttgart – Der Hamburger SV hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga einen Dämpfer kassiert. Beim VfB Stuttgart unterlagen die Rothosen am Sonntagabend deutlich mit 0:4 (0:2). Gegen über weite Strecken dominante Gastgeber war für den Aufsteiger wenig zu holen. Das Fehlen von Abwehrchef Luka Vuskovic (19) machte sich bemerkbar. Der HSV bleibt in der Tabelle weiterhin auf Platz zwölf. Der Abstand auf die Abstiegszone blieb mit zehn Punkten gleich. Auf den Relegationsplatz haben die Norddeutschen sechs Zähler Vorsprung.
Die 1. Halbzeit: HSV hält zunächst dagegen, Stuttgart nutzt seine Chancen
Die Partie begann intensiv, wobei Stuttgart früh die Spielkontrolle übernahm. Der HSV verteidigte zunächst kompakt und versuchte, über Umschaltsituationen Nadelstiche zu setzen. Die erste gute Möglichkeit der Gäste hatte Balde (16.) nach einem schnellen Gegenstoß, verzog jedoch deutlich. Auf der anderen Seite wurde der Druck des VfB zunehmend größer. In der 21. Minute fiel die verdiente Führung: Nach einem sehenswerten Angriff über Leweling und Undav schob Angelo Stiller überlegt zum 1:0 ein. Hamburg blieb bemüht, fand offensiv aber nur selten Lösungen. Die beste Chance vor der Pause hatte Königsdörffer (28.), dessen Abschluss aus spitzem Winkel von Nübel pariert wurde. Kurz darauf nutzte der VfB einen Ballgewinn tief in der Hamburger Hälfte eiskalt aus. Chris Führich (32.) traf mit einem platzierten Linksschuss ins lange Eck zum 2:0. Bis zum Pausenpfiff hatte der HSV Glück, nicht noch höher in Rückstand zu geraten.
Nach der Pause: HSV bricht ein
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Schwaben die klar bessere Mannschaft. Zwar meldete sich der HSV durch einen Kopfball von Philippe (54.) kurz offensiv an, doch im direkten Gegenzug fiel die Vorentscheidung. Maximilian Mittelstädt (56.) erzielte aus der Distanz zum 3:0, wobei eine entscheidende Abfälschung Heuer Fernandes auf dem falschen Fuß erwischte. Die Hamburger versuchten anschließend mit den Einwechslungen von Glatzel und Stange noch einmal frische Impulse zu setzen, doch echte Torgefahr blieb Mangelware. Stuttgart ließ zudem weitere Großchancen liegen – unter anderem vergab Undav (82.) einen Foulelfmeter, den er über das Tor setzte. Den Schlusspunkt setzte Joker Bilal El Khannouss vier Minuten vor dem Ende. Sein Distanzschuss wurde ebenfalls abgefälscht und senkte sich zum 4:0-Endstand ins Netz. Für den HSV war es bereits das vierte sieglose Spiel in Folge.7
Nord-Derby vor Augen – Baumgart in Berlin entlassen
Am kommenden Sonnabend steht für den HSV das Nord-Derby bei Bremen an. Anstoß ist um 15.30 Uhr. Vor der Partie wurde übrigens Hamburgs ehemaliger Trainer Steffen Baumgart beim 1. FC Union Berlin nach nur 15 Monaten entlassen. Die Hauptstädter beförderten Marie-Louise Eta bereits zum zweiten Mal als Interimstrainerin bis zum Saisonende auf den Posten. Die 34-Jährige war bisher für die U19-Jungen zuständig. Sie ist die erste Cheftrainerin in der Bundesliga. Zur neuen Saison soll Eta des Frauenteam “Eisernen“ werden, das in der Bundesliga spielt.
Der 29. Spieltag (10.–12.4.2026)
Augsburg – Hoffenheim 2:2
Dortmund – Leverkusen 0:1
Leipzig – Mönchengladbach 1:0
Wolfsburg – Frankfurt 1:2
Heidenheim – Berlin 3:1
St. Pauli – München 0:5
Köln – Bremen 3:1
Stuttgart – Hamburg 4:0
Mainz – Freiburg 0:1
Die Tabelle
| 1. | FC Bayern München | 29 | 105 : 27 | 76 |
| 2. | Borussia Dortmund | 29 | 60 : 29 | 64 |
| 3. | VfB Stuttgart | 29 | 60 : 38 | 56 |
| 4. | RB Leipzig | 29 | 56 : 36 | 56 |
| 5. | Bayer 04 Leverkusen | 29 | 59 : 39 | 52 |
| 6. | TSG Hoffenheim | 29 | 57 : 43 | 51 |
| 7. | Eintracht Frankfurt | 29 | 54 : 54 | 42 |
| 8. | Sport-Club Freiburg | 29 | 42 : 47 | 40 |
| 9. | 1. FSV Mainz 05 | 29 | 35 : 44 | 33 |
| 10. | FC Augsburg | 29 | 36 : 53 | 33 |
| 11. | 1. FC Union Berlin | 29 | 33 : 50 | 32 |
| 12. | Hamburger SV | 29 | 32 : 45 | 31 |
| 13. | 1. FC Köln | 29 | 43 : 50 | 30 |
| 14. | Bor. Mönchengladbach | 29 | 35 : 49 | 30 |
| 15. | SV Werder Bremen | 29 | 32 : 52 | 28 |
| 16. | FC St. Pauli | 29 | 25 : 50 | 25 |
| 17. | VfL Wolfsburg | 29 | 39 : 65 | 21 |
| 18. | 1. FC Heidenheim | 29 | 32 : 64 | 19 |


