HSV mit Plan B – Vuskovic bald frei?

Kapitän Schonlau wieder auf dem Platz

„Free Vuskovic“ zeigten die HSV-Fans immer wieder ihren Protest. Foto: Lobeca/Andreas Hannig

Hamburg – Ob Sebastian Schonlau am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen Holstein Kiel (13 Uhr, Volksparkstadion) wieder dabei ist, werden die kommenden zwei Tage zeigen. Die Chance, dass der Kapitän des Hamburger SV im Kader steht, steigen allerdings. Schonlau war am Mittwoch wieder im Training, allerdings erstmal auf dem Nebenplatz, zusammen mit Jean-Luc Dompe. Miro Muheim fehlte krankheitsbedingt. Dafür wirkten Tom Mickel, Elijah Krahn und Xavier Amaechi im Teamtraining mit.

HSV-Kapitän Sebastian Schonlau. Foto: Lobeca/Norbert Gettschat

Kein Chef neben dem Chef

Die Vorbereitungen für Plan B auf der Trainerbank laufen. Cheftrainer Tim Walter wird gegen seinen Ex-Club auf der Tribüne sitzen. Auf dem Chefsessel wird ihn das Kollektiv der Co-Trainer Merlin Polzin, Filip Tapalovic und Julian Hübner sowie Torwart-Trainer Sven Höh vertreten. Eine Premiere für Walter & Co., denn die Rote Karte in Karlsruhe war seine erste in seiner Trainer-Karriere.

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Zuschauen beim HSV: Filip Tapalovic, Merlin Polzin, Tim Walter und Horst Hrubesch. Foto: Lobeca/Felix Schlikis

„Free Vuskovic“

Schon einen Tag vor dem Nordduell blickt man allerdings eher Richtung Süden. Der verlegte dritte Verhandlungstag im Fall Mario Vuskovic steht an. Der Innenverteidiger könnte schon am Nachmittag den DFB-Campus in Frankfurt als freier Mann verlassen. Bis zu vier Jahre Doping-Sperre oder Freispruch? Oder das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes sorgt für den nächsten Fauxpas. Die beiden vorherigen Verhandlungstage waren schon „seltsam“, danach wurde die eigentlich für den 10. März angesetzt dritte Runde kurzfristig verlegt, auf diesen Freitag (13 Uhr). Das eingereichte Material der Vuskovic-Anwälte soll den 21-Jährigen retten. Es handelt sich dabei um ein Hautscreening, was der Kroate durchführen ließ. Ein Streit zwischen den Experten kommt dazu. Ein Gutachten des kanadischen Dopingforschers Prof. Jean-Francois Naud wurde von anderen internationalen Kollegen widerlegt. Nach deren Ausführung gibt es keinen Grund den HSV-Innenverteidiger zu sperren. Im Zweifel für den Angeklagten müsste es also vermutlich heißen.  

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