HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes hat viel zu tun
Foto: Lobeca
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Hamburg – „Wir brauchen einfach mal wieder einen Dosenöffner.“ Tim Leibold brachte es nach dem 1:1 (0:1) beim SV Sandhausen nach der Begegnung auf den Punkt. Der Linksverteidiger des Hamburger SV wartet nun seit drei Spielen auf einen Sieg in der 2. Bundesliga und hatte Glück, dass Lukas Hinterseer in der Schlussviertelstunde wenigstens noch den Ausgleich schaffte. Zu wenig für Aufstiegsträume, denn am Montag kann der VfB Stuttgart an den Rothosen vorbeiziehen und sie auf den Relegationsplatz verdrängen. „Wir haben in der ersten Hälfte über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht und vergessen, das 1:0 zu machen. Wenn der Gegner dann wiederum in Führung geht, ist es ekelig, gegen eine so tiefstehende Deckung und auf so einem schwer zu bespielenden Platz, die Torchancen herauszuspielen. Wir haben nicht die Mannschaft, um dann mit hohen Bällen zu operieren. Am Ende müssen wir uns mit dem Punkt zufriedengeben. Wir hatten zwar noch Chancen auf den Sieg, aber auch Sandhausen hatte in der Schlussphase Gelegenheiten auf ein weiteres Tor. Wir wollten heute ein besseres Gesicht zeigen. Das ist uns gelungen, auch wenn wir die Tore verpasst haben. Wir brauchen einfach mal wieder einen Dosenöffner, Tore zum 1:0 oder 2:0. So ist es nach Rückständen immer schwierig, gegen tiefstehende Gegner anzurennen“, sagte Leibold.

Bei 14:4 Torschüssen in Halbzeit eins und dann noch einmal acht weiteren nach der Pause verballert der HSV einfach zu viele Möglichkeiten. Wenigstens traf ein Stürmer Mal wieder nach Wochen der Durststrecke. Dennoch ist ein Punkt nach zwei Niederlagen in Folge nicht ausreichend. Mit einem Sieg hätte man noch die Chance gehabt, an der Tabellenspitze zu überwintern, doch Arminia Bielefeld ist vier Zähler weg. Stuttgart spielt am Montag in Darmstadt und kann an den Hamburger vorbeiziehen. Der direkte Aufstiegsplatz ist also in Gefahr. Und dann rückt der 1. FC Heidenheim dem (noch) Tabellenzweiten auf die Pelle. Drei Punkte Vorsprung sind es derzeit (noch).

Dieter Hecking (HSV-Coach) meinte nach dem 1:1 von Sandhausen: „Unterm Strich ist das ein gerechtes Unentschieden. Nach einer ausgelichenen Anfangsphase haben wir das Zepter übernommen und uns einige Male über die Außen durchkombiniert, im Strafraum haben wir aber zu umständlich agiert. Dann geraten wir nach einer Standardsituation in Rückstand und waren dementsprechend frustriert in der Halbzeit. Im zweiten Durchgang haben wir versucht, das Spiel wieder in unsere Bahn zu lenken und Druck aufzubauen. Natürlich haben sich durch unsere offensive Spielweise auch Räume für den Gegner aufgetan, aber insgesamt war der Ausgleich verdient. In der Phase rund um das Tor haben wir gut gespielt und hatten richtig gute Aktionen. Zum Ende hin haben wir es nicht gut gespielt, weil wir dem Gegner zwei Konterchancen zugestanden haben, das darf trotz dem unbedingten Siegeswillen nicht passieren.“

17.Spieltag (13.-16.12.)
Bochum – Hannover 2:1
Aue – Regensburg 1:0
Heidenheim – Bielefeld 0:0
St. Pauli – Wiesbaden 3:1
Karlsruhe – Fürth 1:5
Nürnberg – Kiel 2:2
Sandhausen – Hamburg 1:1
Osnabrück – Dresden 3:0
Darmstadt – Stuttgart (Mo.)

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