HSV treibt Kaderumbau voran

Ein halbes Dutzend Spielerinnen verlassen den Frauen-Bundesligisten

Emilia Angelika Hirche (Hamburger SV). Foto: Lobeca/Felix Schlikis

Hamburg – Nach dem gesicherten Klassenerhalt in der Frauen-Bundesliga treibt der Hamburger SV ihre Planungen für die kommende Saison voran. Dabei wird es im Sommer mehrere personelle Veränderungen geben. Insgesamt sechs Spielerinnen werden den Verein verlassen.

In ihrer ersten Bundesliga-Saison seit 2012 hatten die Hamburgerinnen am letzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert und damit ihr ausgegebenes Ziel erreicht. Gleichzeitig steigt der Konkurrenzkampf in der Liga weiter an. Mit dem VfB Stuttgart und dem 1. FSV Mainz 05 kommen zwei ambitionierte Aufsteiger neu in die Frauen-Bundesliga.

Christoph Rohmer, Direktor NLZ & Sportstrategie beim HSV, sagte: „Wir wollen und müssen unseren eingeschlagenen Weg fortführen, um den steigenden Anforderungen der Liga nachhaltig gerecht zu werden. Vor diesem Hintergrund ist die gezielte Weiterentwicklung des Kaders ein logischer und konsequenter Schritt, um uns langfristig in der höchsten deutschen Spielklasse zu etablieren.“

Außerdem erklärte Rohmer: „Dass damit Veränderungen verbunden sind, gehört zum Profifußball und zu einem solchen Entwicklungsprozess dazu – auch wenn Abschiede menschlich nie leichtfallen.“

Eigengewächs verlässt den HSV

Besonders emotional dürfte der Abschied von Emilia Hirche werden. Die Verteidigerin spielte seit der Jugend für den HSV und absolvierte insgesamt 122 Pflichtspiele mit 24 Treffern. Unvergessen bleibt dabei ihr Tor im Pokal-Viertelfinale der Saison 2024/2025 gegen Borussia Mönchengladbach – der erste Treffer einer HSV-Spielerin im Volksparkstadion.

Torhüterin Inga Schuldt geht ebenfalls, gehörte zur Aufstiegsmannschaft und kam in der vergangenen Saison sowohl in der Bundesliga als auch für die zweite Mannschaft in der Regionalliga zum Einsatz. Offensivspielerin Mia Büchele absolvierte in drei Spielzeiten 65 Pflichtspiele und erzielte sechs Tore.

Auch Annalena Wucher wurde ausgemustert, kam in ihrer ersten Bundesliga-Saison auf elf Einsätze für die Rothosen. Sophie Profe verabschiedet sich nach drei Jahren beim HSV und wird künftig im Ausland spielen. Die 23-Jährige war zuletzt immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen worden und kam in der vergangenen Saison lediglich zu einem Kurzeinsatz gegen den VfL Wolfsburg.

Auch Jobina Lahr wird den HSV verlassen. Die Mittelfeldspielerin absolvierte insgesamt 82 Spiele mit der Raute auf der Brust.

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Rohmer sagte zum Abschied der Spielerinnen: „Allen Spielerinnen gilt unser großer Dank und sie sind jederzeit im Volkspark willkommen. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz, ihrer Leidenschaft und ihrer Identifikation mit dem Verein haben sie entscheidend dazu beigetragen, dass wir diese positive Entwicklung nehmen und unsere sportlichen Ziele in den vergangenen Jahren erreichen konnten.“

Weiter erklärte er: „Umso größer sind unsere Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber allen Spielerinnen, die diesen Weg gemeinsam mit dem gesamten Team geprägt haben. Für ihre persönliche und sportliche Zukunft wünschen wir ihnen nur das Beste.“

Neuer Coach gesucht

Wer das Sagen ab dem Sommer hat, ist noch nicht klar. Die Rothosen befinden sich nach wie vor auf Trainersuche. Liese Brancao wurde im April freigestellt, danach übernahm Rodolfo Cardose interimsweise (HL-SPORTS berichtete).

Welche Note würdet ihr dem 1. FC Phönix Lübeck für die Regionalliga-Saison geben?

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Bildquellen

  • Hirche: Lobeca/Felix Schlikis
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