
Hamburg – Beim Hamburger SV endet im Sommer die Zusammenarbeit mit Saskia Breuer. Der zum 30. Juni 2026 auslaufende Vertrag der Leiterin Frauenfußball wird nicht verlängert. Das teilte der Bundesliga-Club mit. Nach einer Analyse der vergangenen Saison sowie mit Blick auf die Anforderungen der kommenden Spielzeit 2026/2027 hätten beide Seiten gemeinsam entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden.
Seit 2024 im Amt
Eric Huwer, Vorstand des HSV, sagte: „Wir möchten uns bei Saskia für die vergangenen beiden Jahre und ihren Einsatz im Zeichen der Raute bedanken. Sie hat entscheidend dazu beigetragen, dass wir unsere Strukturen im Frauen- und Mädchenfußball spürbar weiterentwickeln und stetig verbessern konnten. Zudem haben wir unter ihrem Wirken mit dem Aufstieg in die Bundesliga und dem folgenden Klassenerhalt der HSV-Frauen unsere sportlichen Ziele erreicht. Wir wünschen Saskia für ihre persönliche und berufliche Zukunft alles Gute.“
Auch Christoph Rohmer, Direktor NLZ & Sportstrategie beim HSV, äußerte sich zur Entscheidung: „Wir haben in den vergangenen Jahren bereits große Schritte in der Weiterentwicklung und der Professionalisierung des Frauenfußballs gemacht, und stehen nun vor den nächsten Herausforderungen, um die HSV-Frauen und auch den Unterbau weiter auf höchstem Niveau in Deutschland zu etablieren. Mit dem VfB Stuttgart und 1. FSV Mainz 05 sind zwei ambitionierte Clubs in die Bundesliga aufgestiegen, sodass wir davon ausgehen, dass die nächste Spielzeit noch umkämpfter sein wird. Wir werden mit Blick auf die zukünftige Besetzung der vakanten Position nun einen detaillierten Auswahlprozess vornehmen, um eine bestmögliche Lösung für die Zukunft zu finden.“
Breuer war im August 2024 zunächst als Koordinatorin Frauenfußball zum HSV gekommen und übernahm später die Leitung des Bereichs. In ihre Amtszeit fielen der Bundesliga-Aufstieg der HSV-Frauen in der Saison 2024/2025 sowie der anschließende Klassenerhalt in der höchsten deutschen Spielklasse.
Zum Abschied sagte die 43-Jährige: „Die vergangenen beiden Jahre waren für mich sehr intensiv und emotional. Als gebürtige Hamburgerin habe ich es als besondere Ehre empfunden, den Frauenfußball beim HSV mitgestalten und prägen zu dürfen. Ich blicke voller Stolz und Dankbarkeit auf den Aufstieg und Klassenerhalt zurück, möchte mich bei allen Weggefährten in dieser Zeit bedanken und wünsche dem Club für die Zukunft viel Erfolg.“
Kehrt Schimpf zurück?
Sie folgte auf Catharina Schimpf, die ebenfalls gehen musste und zu Viktoria Berlin wechselte, dort jedoch ebenfalls in diesem Sommer verabschiedet wurde, allerdings auf eigenen Wunsch. Gibt es nun eine Rückkehr in den Volkspark?
Wer wird neuer Trainer?
Diese Entscheidung obliegt der neuen HSV-Sportvorständin Kathleen Krüger. Die 41-Jährige ist zwar offiziell erst ab 1. Juli im Amt und dann auch für die Frauenabteilung zuständig, doch jetzt werden die Weichen gestellt. So dürfte die zukünftige Ex-Münchnerin schon in sehr viele Prozesse einbezogen sein. Für Krüger gibt es zwei Kern-Aufgaben zur Frauen-Bundesliga: Zum einen eine Nachfolge für Breuer sowie einen neuen Trainer finden. Rodolfo Cardoso war die letzten Saisonspiele nur interimsweise tätig.
Bildquellen
- Breuer: Lobeca/Felix Schlikis
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