
Dortmund – 81.365 Zuschauer bei Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV am Sonnabend in der Bundesliga erlebten ein echtes Top-Spiel. Der HSV führte zur Pause mehr als verdient mit 2:0 und verlor am Ende mit 2:3 gegen den BVB. Die Hausherren bekamen von Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck drei Elfmeter zugesprochen – alle zurecht. Der Aufsteiger verkaufte sich teuer, knüpfte allerdings im zweiten Durchgang nicht annähernd an die Leistung der ersten Hälfte an.
Die 1. Halbzeit: HSV eiskalt, Dortmund mit Glück und Pech
In der Anfangsphase entwickelte sich ein intensives Spiel mit leichten Vorteilen für Dortmund. Die beste Chance hatte Beier (7.), der aus kurzer Distanz an Heuer Fernandes scheiterte. Insgesamt hatten die Gastgeber mehr Ballbesitz, fanden gegen die kompakte HSV-Defensive jedoch kaum Lösungen. Mit der ersten klaren Möglichkeit schlug der HSV eiskalt zu. Nach einem Fehler von Svensson eroberte Mikelbrencis den Ball, zog in den Strafraum und legte quer auf Philip Otele (19.), der aus kurzer Distanz zur Führung einschob. Dortmund wirkte danach zunehmend verunsichert und leistete sich immer wieder Ballverluste im Aufbau. Ein weiterer Treffer der Hamburger wurde zunächst wegen Abseits aberkannt (25.), doch kurz darauf erhöhte der HSV. Nach einem Ballverlust von Nmecha rund 25 Meter vor dem eigenen Tor spielte Vieira auf Sambi Lokonga (38.), der den Ball aus halblinker Position unter die Latte setzte. Die große Chance zum Anschluss vergab Dortmund kurz vor der Pause. Omari brachte Beier im Strafraum zu Fall, doch Nmecha (45.) setzte den fälligen Elfmeter links neben das Tor.So ging der HSV mit einer verdienten 2:0-Führung in die Kabine. Der BVB hatte dabei noch Glück, denn die Rothosen zelebrierten ihren Konterfußball, allerdings teilweise fahrlässig, so dass Zwischenresultat sogar noch schmeichelhaft wirkte.
Nach der Pause: BVB gewinnt durch zwei weitere Elfmeter
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Borussia Dortmund deutlich verbessert und erhöhte den Druck sofort. Die Hamburger standen tief, während die Gastgeber das Spiel kontrollierten und immer wieder gefährlich vor das Tor kamen. Die erste große Chance hatte Nmecha (49.), der jedoch an einer starken Parade von Heuer Fernandes scheiterte. In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Der BVB erspielte sich mehrere Möglichkeiten, während der HSV kaum für Entlastung sorgte. Guirassy (58.) und wenig später erneut vergaben die Gastgeber zunächst noch ihre Chancen. Der Anschlusstreffer fiel schließlich per Strafstoß. Nach VAR-Eingriff brachte Mikelbrencis Beier im Strafraum zu Fall, Ramy Bensebaini (73.) verwandelte sicher zum 1:2. Der Treffer war zu diesem Zeitpunkt verdient, weil die Schwarz-Gelben nach der Pause klar dominierten. Nur wenige Minuten später gelang der Ausgleich. Nach einem Fehler im Hamburger Spielaufbau flankte Ryerson in die Mitte, wo Serhou Guirassy (79.) zunächst scheiterte, den Ball im Nachsetzen jedoch zum 2:2 über die Linie drückte. Dortmund blieb am Drücker und wurde erneut belohnt. Nach einem Handspiel von Muheim zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt. Ramy Bensebaini (84.) übernahm wieder die Verantwortung und traf zum 3:2. In der Schlussphase kontrollierte der BVB das Spiel, ließ Ball und Gegner laufen und brachte die Führung über die Zeit. Heuer Fernandes verhinderte gegen Guirassy (93.) noch das vierte Gegentor. So feierte Borussia Dortmund nach einem 0:2-Rückstand zur Pause ein starkes Comeback und drehte die Partie noch zum 3:2-Erfolg.
Ausgangslage vor Wochenabschluss
Vor den Sonntagsspielen (Mainz, St. Pauli und Augsburg) haben die Hamburger weiterhin neun Punkte Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze, steht auf Rang elf. Die Kiezkicker könnten mit einem Heimsieg gegen Freiburg bis auf drei Zähler heranrücken. Aktuell steht der Stadtnachbar auf dem Relegationsplatz. Am kommenden Wochenende ist Länderspielpause, so dass es in der Bundesliga erst zu Ostern weitergeht. Der HSV empfängt dann den FC Augsburg und kann sich dessen Partie gegen Stuttgart erst einmal in Ruhe anschauen.
Der 27. Spieltag (20.–22.3.2026)
Leipzig – Hoffenheim 5:0
München – Berlin 4:0
Wolfsburg – Bremen 0:1
Heidenheim – Leverkusen 3:3
Köln – Mönchengladbach 3:3
Dortmund – Hamburg 3:2
Mainz – Frankfurt (So., 15.30 Uhr)
St. Pauli – Freiburg (17.30 Uhr)
Augsburg – Stuttgart (19.30 Uhr)
Die Tabelle
| 1. | FC Bayern München | 27 | 97 : 25 | 70 |
| 2. | Borussia Dortmund | 27 | 58 : 28 | 61 |
| 3. | RB Leipzig | 27 | 53 : 35 | 50 |
| 4. | VfB Stuttgart | 26 | 51 : 34 | 50 |
| 5. | TSG Hoffenheim | 27 | 54 : 39 | 50 |
| 6. | Bayer 04 Leverkusen | 27 | 52 : 36 | 46 |
| 7. | Eintracht Frankfurt | 26 | 49 : 49 | 38 |
| 8. | Sport-Club Freiburg | 26 | 37 : 43 | 34 |
| 9. | FC Augsburg | 26 | 31 : 45 | 31 |
| 10. | 1. FC Union Berlin | 27 | 31 : 46 | 31 |
| 11. | Hamburger SV | 27 | 31 : 40 | 30 |
| 12. | Bor. Mönchengladbach | 27 | 33 : 46 | 29 |
| 13. | SV Werder Bremen | 27 | 30 : 47 | 28 |
| 14. | 1. FSV Mainz 05 | 26 | 31 : 41 | 27 |
| 15. | 1. FC Köln | 27 | 38 : 47 | 26 |
| 16. | FC St. Pauli | 26 | 23 : 42 | 24 |
| 17. | VfL Wolfsburg | 27 | 35 : 57 | 21 |
| 18. | 1. FC Heidenheim | 27 | 27 : 61 | 15 |
Bildquellen
- Mikelbrencis: Lobeca/Henning Rohlfs
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