
Dortmund – Der Hamburger SV ist mit einer Niederlage in Saison der Bundesliga gestartet. Bei Borussia Dortmund unterlagen die Rothosen mit 0:2 (0:2). Guirassy und Konstantelias trafen für den BVB. Nach einer schwierigen ersten Hälfte zeigte sich der HSV nach der Pause deutlich mutiger und kam selbst zu Chancen, blieb aber ohne Treffer und nutzte dazu eine Überzahl in der Schlussphase nicht.
Die 1. Halbzeit: BVB setzt Grundstein
Dortmund übernahm von Beginn an die Kontrolle und drängte den HSV tief in die eigene Hälfte. Bereits in der 9. Minute gingen die Gastgeber in Führung. Karetsas kombinierte schnell nach vorne zu Serhou Guirassy aus halbrechter Position zum 1:0 traf. Auch danach blieben die Schwarz-Gelben klar tonangebend. Karetsas prüfte Heuer Fernandes aus der Distanz, Nmecha versuchte es ebenfalls aus der zweiten Reihe. Der HSV stand tief und hatte Probleme, sich aus dem Dortmunder Gegenpressing zu lösen. Die Hausherren blieben offensiv gefährlicher. Konstantelias bereitete eine große Möglichkeit für Karetsas (33.) vor, dessen Abschluss jedoch über das Tor ging. Erst kurz vor der Pause kamen die Gäste zu einer gefährlicheren Szene. Nach einem Freistoß köpfte Daka, Beier klärte auf der Linie. Allerdings war zuvor bereits auf Abseits entschieden worden. In der Nachspielzeit erhöhte Dortmund auf 2:0. Beier bediente Giannis Konstantelias, der nach innen zog und abschloss. Der Ball wurde von Bornauw noch abgefälscht und war für Heuer Fernandes nicht mehr zu erreichen.
Nach der Pause: HSV in Überzahl
Der HSV kam mutiger aus der Kabine und zeigte sich offensiv zielstrebiger. Grönbaek prüfte Kobel aus verdeckter Position, kurz darauf kam Daka nach einer Hereingabe nicht sauber zum Abschluss. Auf Dortmunder Seite musste Konstantelias (54.) ausgewechselt werden. Der Torschütze zum 2:0 hatte sich zuvor das linke Knie verdreht. Für ihn kam Sabitzer. Hamburg blieb nun besser im Spiel. Daka (60.) verpasste ein Zuspiel im Dortmunder Strafraum. Sieben Minuten später hatte der HSV seine beste Chance der Partie. Youngster Lemke leitete einen Konter ein und bediente Daka, dessen Schlenzer den Pfosten traf. Trainer Polzin reagierte mit mehreren Wechseln. Moffi und Stange kamen, später folgten Nadir und Poulsen. Dortmund dezimierte sich. Der kurz zuvor eingewechselte Samuele Inacio (77.) sah nach einer Grätsche gegen Grönbaek die Rote Karte. Die Entscheidung blieb auch nach Überprüfung durch den VAR bestehen. Der HSV erhöhte anschließend noch einmal den Druck. Grönbaek zwang Kobel mit einem Distanzschuss zu einer Parade, Albert Sambi Lokonga schoss nach einer Flanke über das Tor. In der letzten Minute verfehlte Veerman mit einem Schlenzer nur knapp das Dortmunder Tor. In der Nachspielzeit prüfte auch der eingewechselte Philippe Kobel noch einmal. Kein Tor. Am Ende unterlag der HSV 0:2.
Das Fazit
Borussia Dortmund legte mit einer starken ersten Hälfte den Grundstein für den Sieg. Der HSV hatte vor der Pause große Probleme, sich aus der Defensive zu lösen und eigene Gefahr zu entwickeln. Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Hamburger, spielten mutiger und gestalteten die Partie deutlich ausgeglichener. Die größte Möglichkeit zum Anschlusstreffer hatte Daka mit seinem Pfostenschuss. Auch die Überzahl nach der Roten Karte gegen Inacio brachte jedoch keinen Treffer mehr. Damit startet der HSV mit einer Niederlage in die neue Bundesliga-Saison.
Die Stimmen
HSV-Trainer Merlin Polzin sagte nach der Partie: „Wir waren zu passiv und haben es nicht geschafft, die Pressing-Momente zu finden. Man sieht bei beiden Gegentoren, dass wir nicht aufmerksam genug waren und nicht die Dinge umgesetzt haben, die wir uns vorgenommen haben. Dann wird es schwer gegen die Qualität der Dortmunder und ihre Art und Weise, wie sie Fußball spielen. Die Halbzeit war für mich ein ganz entscheidender Moment. Wir haben bei der Mannschaft sehen können, dass sie innerhalb eines Spiels Anpassungen vornehmen kann. Wir haben die zweite Hälfte mit mehr Mut und Risiko im Verteidigen gespielt. So haben wir uns die eine oder andere Chance herausgespielt, wobei manchmal noch die Ruhe und das Spielglück gefehlt haben. Wir haben über 45 Minuten ein Gesicht gezeigt, mit dem ich mich sehr identifizieren kann, aber eben nicht über 90 Minuten. Es ist ein Moment für uns, um daraus zu lernen und die nächsten Schritte zu gehen. Der Sieg für den BVB geht komplett in Ordnung.“
Der 1. Spieltag (28. – 30.8.)
München – Stuttgart 5:1
Leipzig – Mönchengladbach 3:0
Mainz – Paderborn 0:0
Berlin – Frankfurt 3:3
Köln – Hoffenheim 3:2
Elversberg – Leverkusen 3:2
Dortmund – Hamburg 2:0
Freiburg – Bremen (So., 15.30 Uhr)
Augsburg – Gelsenkirchen (17.30 Uhr)







