
Leverkusen – Für den Hamburger SV ging es am letzten Spieltag in der Bundesliga um nicht mehr als einen gelungenen Abschluss aus dieser Spielzeit. Genau das gelang den Hanseaten durch ein 1:1 (0:0) bei Bayer Leverkusen, das ihrerseits noch auf die Champions-League-Plätze schielte.
Bundesliga-Debüt fruchtet
Die Werkself übernahm von Beginn an die Spielkontrolle, während die Hamburger auf Umschaltmomente lauerten. Nach einer guten Viertelstunde waren die Gäste im Pech, als Capaldo (17.) nur das Lattenkreuz traf. In der Folge vergaben die Hausherren zahlreiche Gelegenheiten, was allerdings auch am starken Debütanten Tangvik im HSV-Kasten. Seine Leistung fand in der 24. Minute seinen Hohenpunkt, als er den halbhoch geschossen Elfmeter von Schick parierte und damit den Rückstand verhinderte. Davon zeigte sich Bayer etwas beeindruckt und verlor etwas den Druck, sodass es mit 0:0 in die Kabine ging.
Vieira traumhaft, Remberg unglücklich
Nach dem Seitenwechsel war es schließlich ein Spiegelbild der ersten 20 Minuten. Leverkusen dominierte, erarbeitete sich Chancen, doch schaffte es nicht, die Kugel vorbei an Tangvik über die Linie zu drücken. Das wurde von den Rothosen bestraft. Nach gutem Spielzug schloss Fabio Vieira (61.) aus knapp 18 Metern ab – und traf sehenswert ins linke obere Eck. Diesmal schockte der Rückschlag die Gastgeber aber keineswegs, sie erhöhten sogar nochmal den Druck. So gelang doch noch der Treffer – unter Mithilfe des Gegners. Jarell Quansah (78.) köpfte nach einem Garcia-Freistoß in Richtung langes Eck. Seinen Versuch fälschte Remberg unhaltbar für den eigenen Schlussmann ins andere Toreck ab. Das 1:1 markierte gleichzeitig den Endstand, da weitere Chancen ungenutzt blieben.
Sinnbild für die ganze Saison
HSV-Trainer Merlin Polzin erklärte nach der Partie: „Ich möchte das Spiel heute als Sinnbild dafür nehmen, welch unglaubliche Saison wir mit dem HSV erlebt haben. Nach dem Schlusspfiff habe ich mir bei der Mannschaft für eine ganz besondere Saison und ihr Vertrauen bedankt. Ich sitze als sehr glücklicher Trainer hier, und starte mit guter Laune in die nächsten Tage, wenn wir die Saison nachanalysieren und uns danach erholen werden.“
Auch für seinen Schlussmann fand der Coach lobende Worte: „Ich freue mich sehr, dass Sander die Leistung, die er im Training zeigt, im Spiel bestätigen konnte. Es war eine super Leistung von ihm. Er hat ab dem ersten Training gezeigt, dass sich das Investment in ihn gelohnt hat. Er hat nicht nur „Ferro“ und die Mannschaft besser gemacht, sondern auch sich selbst. Von Tag zu Tag wurde er besser. Es war nur eine Frage der Zeit, bis wir das über das Trainingszentrum hinaus in Fußball-Deutschland registrieren. Heute war es ein riesiges Ausrufezeichen für das, was im Sommer ansteht. Die norwegische Nationalmannschaft kann sich auf ihn verlassen, wenn sie ihn braucht. Er ist bereit, etwas weniger Urlaub zu machen (schmunzelt).“
Elfmeter-Schulung im Hotel
Sander Tangvik selbst war ebenfalls „sehr glücklich. Du gibst nicht jeden Tag dein Bundesliga-Debüt und hast zudem einen guten Auftritt. Ich habe das Spiel sehr genossen, es fühlte sich gut an. Beim Elfmeter habe ich im Moment entschieden. Ich habe mir tatsächlich vorher im Hotel seine Elfmeter angeschaut. Mehr kann ich nicht verraten (lacht). Heute ging es darum, den Moment zu genießen. Ich habe sehr hart dafür gearbeitet. Ich versuche immer so hart wie möglich zu arbeiten und ein guter Mitspieler zu sein, der ein Lächeln auf sein eigenes Gesicht und das der anderen zaubert. Wenn ich schlechte Laune verbreiten würde, nur weil ich nicht spiele, würde das den Teamspirit zerstören.“
Der 34. Spieltag
St. Pauli – Wolfsburg 1:3
Heidenheim – Mainz 0:2
Frankfurt – Stuttgart 2:2
Freiburg – Leipzig 4:1
Bremen – Dortmund 0:2
M.Gladbach – Hoffenheim 4:0
Union – Augsburg 4:0
Bayern – Köln 5:1
Leverkusen – Hamburg 1:1
Die Tabelle
| 1. | FC Bayern München | 34 | 122 : 36 | 89 |
| 2. | Borussia Dortmund | 34 | 70 : 34 | 73 |
| 3. | RB Leipzig | 34 | 66 : 47 | 65 |
| 4. | VfB Stuttgart | 34 | 71 : 48 | 64 |
| 5. | TSG Hoffenheim | 34 | 65 : 52 | 61 |
| 6. | Bayer 04 Leverkusen | 34 | 68 : 47 | 59 |
| 7. | Sport-Club Freiburg | 34 | 51 : 57 | 47 |
| 8. | Eintracht Frankfurt | 34 | 60 : 65 | 43 |
| 9. | FC Augsburg | 34 | 45 : 61 | 43 |
| 10. | 1. FSV Mainz 05 | 34 | 44 : 53 | 40 |
| 11. | 1. FC Union Berlin | 34 | 44 : 58 | 39 |
| 12. | Borussia Mönchengladbach | 34 | 42 : 53 | 38 |
| 13. | Hamburger SV | 34 | 40 : 54 | 38 |
| 14. | 1. FC Köln | 34 | 49 : 63 | 32 |
| 15. | SV Werder Bremen | 34 | 37 : 60 | 32 |
| 16. | VfL Wolfsburg | 34 | 45 : 69 | 29 |
| 17. | 1. FC Heidenheim 1846 | 34 | 41 : 72 | 26 |
| 18. | FC St. Pauli | 34 | 29 : 60 | 26 |






