Bakery Jatta fehlt gegen Dresden aufgrund seiner Rotsperre
Foto: Lobeca/Gettschat
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Barmenia Roland Kahl

Hamburg – Die Länderspielpause ist fast geschafft und der Ligabetrieb beim Hamburger SV nimmt wieder langsam Fahrt auf. Am Montag bat Cheftrainer Dieter Hecking zur Vorbereitung auf die kommende Partie zuhause gegen Dynamo Dresden. Die Sachsen haben die Rote Laterne in der Tabelle an den SV Wehen Wiesbaden abgegeben, gewannen gegen die Hessen am vergangenen Spieltag 1:0. Dresden hat zwölf Punkte, ist Vorletzter und erst drei Siege und drei Unentschieden auf dem Konto – dabei allerdings schon sieben Niederlagen. Sicherlich werden am Sonnabend (Anpfiff 13 Uhr) wieder etliche tausend Fans im Volksparkstadion dabei sein. Schon im Vorjahr ergab das eine beeindruckende Kulisse im Gäste-Bereich.

Beim HSV kann das alles nicht zählen, denn drei Zähler sind absolute Pflicht. Arminia Bielefeld unter Druck setzen und den VfB Stuttgart auf Distanz halten lautet das Ziel. Dabei sollen Martin Harnick und Aaron Hunt helfen. Sie fehlten zuletzt aufgrund Oberschenkelverletzungen. „Man merkt natürlich schon, dass den beiden noch etwas fehlt. Sie müssen die Woche jetzt voll nutzen, aber rein von der Verletzung her war heute alles okay“, sagt Hecking über den Stürmer und seinen Kapitän.

Gut verlief ein Testspiel der Hamburger gegen den dänischen Erstligisten Aalborg BK am vergangenen Donnerstag. Die Rothosen gewannen durch ein Tor von Bobby Wood in der neunten Minute. Dabei agierte der Zweitligist in der ersten Halbzeit mit einer Dreierkette: Gideon Jung, Timo Letschert und Ewerton waren dabei und machten ihre Sache sehr ordentlich. Nach der Pause stellte Hecking wieder auf Viererkette um und auch hier blieb Torhüter Julian Pollersbeck, der für den im ersten Durchgang spielenden Tom Mickel hineinkam, ohne Schaden. Heckings Resümee danach: „Wir konnten ein bisschen was ausprobieren, haben defensiv sehr wenig zugelassen und konnten zudem das Spiel gewinnen.“

Gute Nachrichten gab es also nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Kasse. Hier haben die Hamburger gute Arbeit geleistet und die Nettoverschuldung um 4,9 Millionen Euro reduziert. Finanzvorstand Frank Wettstein sagte dazu: „Das erste Jahr in der 2. Bundesliga war von großer Unsicherheit in der Planung geprägt. Insbesondere fehlten uns verlässliche Annahmen, wie unsere Fans und Sponsoren die neue Situation annehmen. Dementsprechend konservativ sind wir in das Geschäftsjahr gestartet und konnten erfreulicherweise feststellen, dass sowohl unsere Zuschauer als auch Partner uns weiterhin treu zur Seite stehen. Ebenso bedeutsam war der Kaderumbruch mit der Reduktion des Lizenzspieleretats. Hier ist es gelungen, die Aufwendungen für die Lizenzmannschaft um gut 50 Prozent zu reduzieren, gleichzeitig aber auch Transfererlöse von fast 28 Millionen Euro zu erzielen. Nicht zuletzt ist das Erreichen des DFB-Pokalhalbfinales natürlich auch aus kaufmännischer Sicht erfreulich. Dennoch hätten wir das Saisonende gerne anders gestaltet.“

Ex-HSV-Trainer Hannes Wolf steht vor einem neuen Engagement. Foto: Lobeca/Freitag

Da passt es Wettstein bestimmt, dass Hannes Wolf bald nicht mehr auf dem Lohnzettel im Volkspark auftaucht. Der Ex-Coach soll beim des belgischen Meister KRC Genk als neuer Cheftrainer vorgestellt werden. Der 38-Jährige bat beim HSV bereits um Vertragsauflösung. Ist die Unterschrift unter dem Vertrag erst einmal getrocknet, spart man in Hamburg etwa 350.000 Euro an Wolfs Restgehalt. Vor allem dürfte sich Sportvorstand Julian Boldt darüber ebenfalls freuen. Möglich, dass im Winter der Kader noch einmal aufgebessert wird. Geld, was dafür nun neu zur Verfügung stehen könnte.

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