
Hamburg – Der Hamburger SV steht vor einer wichtigen Aufgabe im Saisonendspurt der Bundesliga. Am Sonnabend (18.30 Uhr) empfangen die Rothosen im Volksparkstadion die TSG Hoffenheim. Während der HSV als Tabellen-14. um den Klassenerhalt kämpft, reisen die Gäste als Fünfter mit Ambitionen auf die internationalen Plätze an. HSV-Trainer Merlin Polzin machte auf der Pressekonferenz deutlich: „Die Derbyniederlage hat extrem wehgetan, wir können und müssen es besser machen, um erfolgreich zu sein.“
Personallage bleibt angespannt
Vor der Partie muss der HSV weiterhin auf mehrere Spieler verzichten. „Miro Muheim steht uns bekanntlich nicht zur Verfügung. Gleiches gilt für Yussuf Poulsen und Luka Vuskovic“, erklärte Polzin. Hoffnung besteht hingegen bei einigen Rückkehrern: „Alexander Rössing-Lelesiit, Jean-Luc Dompe und Albert Sambi Lokonga sind teilweise im Mannschaftstraining. Wir müssen noch abwarten, ob es für den Kader am Wochenende reicht.“
Gerade Lokonga könnte eine wichtige Rolle spielen. „Wenn er von der Bank kommen sollte, hat er einen Riesenanteil an unserem Spiel. Er kann den Rhythmus gestalten – das Spiel beschleunigen oder verlangsamen“, so Polzin. Gleichzeitig betonte der Coach, dass der Ausfall von Vuskovic kompensiert werden müsse: „Es gilt, Lösungen zu finden. Ich habe maximales Vertrauen und die Überzeugung in die anderen Jungs, dass sie es als Mannschaft auffangen.“
Schwere Aufgabe gegen formstarken Gegner
Mit Hoffenheim wartet eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Kraichgauer spielen eine ihrer besten Bundesliga-Saisons und stehen mit 54 Punkten auf Rang fünf. Polzin warnt: „Hoffenheim ist eine absolute Topmannschaft, die nach Europa will. Im Hinspiel hat sie uns sehr schlecht aussehen lassen.“
Vor allem das variable Spiel und das aggressive Pressing der Gäste stellen den HSV vor Herausforderungen. „Die Tiefenläufe machen es unangenehm, den eigenen Rücken zu verteidigen. Und im Zentrum hast du das Gefühl, dass du nicht richtig rankommst“, erklärte der Trainer. Gleichzeitig sieht er aber auch Chancen: „Hoffenheim verteidigt mutig beziehungsweise riskant. Da wollen wir einen oder anderen Moment nutzen.“
Fokus auf die eigenen Stärken
Trotz der schwierigen Ausgangslage bleibt der HSV optimistisch. „Wichtig ist für mich, dass wir uns darauf fokussieren, was wir beeinflussen können“, betonte Polzin. Die Mannschaft wolle mit klaren Abläufen im Pressing und Mut im Ballbesitz auftreten. „Wir sind voller Euphorie aufs kommende Spiel.“
Auch die Konterstärke könnte ein entscheidender Faktor werden. Der HSV gehört ligaweit zu den besten Teams bei Umschaltmomenten – ein Mittel, das gegen Hoffenheim erneut gefragt sein wird.
Ausgeglichene Bilanz und ruppiges Duell erwartet
Ein Blick auf die Statistik zeigt ein nahezu ausgeglichenes Duell: In 21 Pflichtspielen stehen acht HSV-Siege neun Hoffenheimer Erfolgen gegenüber. Auffällig ist zudem die Zweikampfführung beider Teams – beide zählen zu den foulstärksten Mannschaften der Liga. Ein intensives Spiel ist also vorprogrammiert.
Der 31. Spieltag (24.–26.4.2026)
Leipzig –Berlin (Fr., 20.30 Uhr)
Mainz – München (Sa., 15.30 Uhr)
Wolfsburg – Mönchengladbach
Augsburg – Frankfurt
Heidenheim – St. Pauli
Köln – Leverkusen
Hamburg – Hoffenheim (18.30 Uhr)
Stuttgart – Bremen (So., 15.30 Uhr)
Dortmund – Freiburg (17.30 Uhr)
Die Tabelle
| 1. | FC Bayern München | 30 | 109 : 29 | 79 |
| 2. | Borussia Dortmund | 30 | 61 : 31 | 64 |
| 3. | RB Leipzig | 30 | 59 : 37 | 59 |
| 4. | VfB Stuttgart | 30 | 62 : 42 | 56 |
| 5. | TSG Hoffenheim | 30 | 59 : 44 | 54 |
| 6. | Bayer 04 Leverkusen | 30 | 60 : 41 | 52 |
| 7. | Sport-Club Freiburg | 30 | 44 : 48 | 43 |
| 8. | Eintracht Frankfurt | 30 | 55 : 57 | 42 |
| 9. | FC Augsburg | 30 | 38 : 54 | 36 |
| 10. | 1. FSV Mainz 05 | 30 | 36 : 45 | 34 |
| 11. | 1. FC Union Berlin | 30 | 34 : 52 | 32 |
| 12. | 1. FC Köln | 30 | 44 : 51 | 31 |
| 13. | Bor. Mönchengladbach | 30 | 36 : 50 | 31 |
| 14. | Hamburger SV | 30 | 33 : 48 | 31 |
| 15. | SV Werder Bremen | 30 | 35 : 53 | 31 |
| 16. | FC St. Pauli | 30 | 26 : 51 | 26 |
| 17. | VfL Wolfsburg | 30 | 41 : 66 | 24 |
| 18. | 1. FC Heidenheim | 30 | 33 : 66 | 19 |
Bildquellen
- Polzin: Lobeca/Henning Rohlfs
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