
Hamburg – Der Hamburger SV hat am Montagabend die 2. Runde im DFB-Pokal erreicht. Der sportliche Erfolg beim SC Verl wurde allerdings von einer traurigen Nachricht begleitet: Klaus-Michael Kühne, langjähriger Unterstützer, Gesellschafter und Anhänger des HSV, ist im Alter von 89 Jahren gestorben.
HSV trauert um Klaus-Michael Kühne
Kühne starb am Sonntag. Der Logistik-Unternehmer war über seine Kühne Holding AG zweitgrößter Gesellschafter der HSV Fußball AG & Co. KGaA und über viele Jahre eng mit dem Club verbunden.
Sein finanzielles Engagement beim HSV (geschätzt 140 Millionen Euro) begann insbesondere rund um die Ausgliederung des Profifußballs im Jahr 2014. Seine Vorstellungen vom sportlichen Weg des Vereins formulierte Kühne damals deutlich: „Ich wünsche mir den HSV dort, wo er Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre schon einmal war.“
Die folgenden Jahre verliefen sportlich anders. Kühne äußerte sich wiederholt kritisch über die Entwicklung des Clubs und den langen Aufenthalt in der 2. Bundesliga. Zuletzt war es öffentlich ruhiger um ihn geworden. Die Entwicklung des HSV verfolgte er dennoch weiter. Den Bundesliga-Aufstieg und den frühzeitigen Klassenerhalt in der vergangenen Saison erlebte Kühne noch mit.
Auch mit dem Volksparkstadion ist sein Name verbunden. Durch den Erwerb der Namensrechte ermöglichte Kühne die Rückkehr zum ursprünglichen Stadionnamen.
Seinen letzten Besuch bei einem HSV-Heimspiel hatte Kühne vor mehr als elf Jahren absolviert. Der Verein kündigte an, Klaus-Michael Kühne in Ehren zu halten.
HSV zieht in die 2. Pokalrunde ein
Sportlich begann die neue Saison für die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin am Montagabend erfolgreich. Beim Drittligisten SC Verl setzte sich der HSV in der 1. Runde des DFB-Pokals durch.
Dabei hatten zunächst die Gastgeber mehr vom Spiel. Clausen verfehlte in der 13. Minute das Hamburger Tor knapp, anschließend war HSV-Torhüter Sander Tangvik gegen Heike und Leipold gefordert. Die erste gefährliche Hamburger Möglichkeit gab es erst als Grönbaek (39.) in den Strafraum dribbelte und auf Adeline durchsteckte, der aus kurzer Distanz an Verls Torhüter Schlieck scheiterte. Zwei Minuten später fiel die Führung. Nach einem Fehler von Vogler eroberte Albert Grönbaek den Ball und kombinierte mit Daka. Anschließend überwand der Däne Schlieck aus kurzer Distanz.
Grönbaek legt nach – Lemke schreibt HSV-Geschichte
Unmittelbar nach der Pause schlug Albert Grönbaek (46.) erneut zu, setzte sich auf der linken Seite durch und traf ins untere linke Eck. Nur vier Minuten später erhöhte der HSV erneut. Remberg gewann im Gegenpressing den Ball und bediente Louis Lemke, der zum dritten Hamburger Treffer abschloss. Mit 16 Jahren, zehn Monaten und 17 Tagen wurde Lemke damit zum jüngsten Torschützen der HSV-Vereinsgeschichte. Danach ließ der HSV defensiv nur noch wenig zu. In der Schlussphase hatten Philippe und Stange weitere Möglichkeiten. Zudem feierte der 18 Jahre alte Bissi-Mouelle nach seiner Einwechslung für Adeline sein Pflichtspieldebüt für die Hamburger. Verl kam in der Nachspielzeit noch einmal zu zwei Gelegenheiten. Farouk setzte einen Freistoß knapp vorbei, einen Distanzschuss von Clausen parierte Tangvik.
Damit steht der HSV in der 2. Runde des DFB-Pokals. Die Auslosung findet am 5. September statt. Bereits am kommenden Sonnabend geht es für die Hamburger in der Bundesliga weiter. Um 18.30 Uhr gastiert die Mannschaft bei Borussia Dortmund.



