
Lübeck – Die finanzielle Herausforderung beim VfB Lübeck sollte heute Abend ein Ergebnis mit sich bringen. Tag X ist gekommen. 100.000 Euro für Gehälter und Kosten müssen auf dem Konto sein. Erste vorsichtige Entwarnung: Es sieht anscheinend gut aus. Grund dafür waren Zahlungen und Zusagen von Sponsoren aus dem “Club der Hanseaten“. Zudem kommt heute Abend (27.3.) noch die Spieltageinnahme sowie einige Gespräche rund um die Partie gegen Blau-Weiß Lohne (Anpfiff 19.30 Uhr) im Stadion Lohmühle.
Sponsoren-Spiel hat noch Plätze frei
Innerhalb von einer Woche kamen bisher knapp 60.000 Euro zusammen. Doch über den ersten Berg ist der Verein noch nicht. Es bedarf weiterhin Rückendeckung in Sachen Liquidität. Die Situation scheint allerdings nicht, wie noch vor einer Woche, fast auswegslos. Der Vorstand sowie das Marketing leisten viel Überzeugungsarbeit. Selbst das exklusive Sponsoren-Spiel hat noch einige Plätze frei und soll bald steigen. Die Startelf ist allerdings schon fix.
80.000 Euro abgeschrieben
Auf der anderen Seite können die Grün-Weißen mit erhofften Zahlungen eines Sponsors für dessen in Anspruch genommenen Leistungen nicht mehr rechnen. Über 30.000 Euro fehlen, die unter anderem das aktuelle Loch verantworten zu haben. Nächster Rückschlag auf dem Konto ist die immer noch offene Rechnung der Hamburg Sea Devils. Rund 50.000 Euro sind einfach nicht da. Seit Mittwochabend ist nun zumindest klar, dass die European League of Football offiziell insolvent ist. Geschäftsführer Zeljko Karajica hatte sich monatelang dagegen gewährt. Das Amtsgericht Hamburg hat nun eine klare Linie gezogen (Aktenzeichen 67b IN 14/26). Die “Seeteufel“ gehören ebenfalls zum Karajica-Imperium. Das “Abendblatt“ berichtete zuletzt „über verwaiste Büros und 62 Vollstreckungsverfahren“. Geld auf das man in Lübeck also vergeblich warten dürfte. Das Spiel gegen die Prague Lions war im Juni 2024. Bis zum Saisonende muss man beim VfB somit eine Lücke von 250.000 Euro schließen (HL-SPORTS berichtete).
Bildquellen
- Lohmühle: Lobeca/Felix Schlikis
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