Intensives Stadtderby: HSV hält Rivalen auf Abstand – St. Pauli klettert auf Rang 16

Nullnummer am Millerntor

Adam Dzwigala (FC St. Pauli) gegen Ransford-Yeboah Königsdörffer (Hamburger SV). Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Hamburg – Es stand viel auf dem Spiel beim Hamburger Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV. Nicht nur die Herrschaft der Stadt sollte errungen werden, sondern gleichzeitig brauchten und brauchen beide Teams weiterhin Punkte im Bundesliga-Abstiegskampf. Das Minimalziel für die Begegnung erreichten beide Mannschaften, denn sie trennten sich torlos. So nahm jeder jeweils einen Zähler mit.

Adam Dzwigala (FC St. Pauli) gegen Ransford-Yeboah Königsdörffer (Hamburger SV). Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Die 1. Hälfte: Hart, zäh und chancenarm

Das Hamburger Stadtderby begann so, wie es sich über weite Strecken fortsetzen sollte: zäh, zerfahren und von Zweikämpfen geprägt. Keine zehn Sekunden waren gespielt, da unterbrach der Schiedsrichter erstmals wegen eines Fouls – ein frühes Signal für eine Partie, in der Spielfluss Mangelware blieb. Beide Mannschaften agierten in der ersten Halbzeit auffällig häufig mit langen Bällen, suchten zweite Bälle und scheuten das Risiko im Aufbau. Vor allem im Mittelfeld entwickelte sich ein intensiver, aber fußballerisch überschaubarer Schlagabtausch. Bereits in der siebten Minute sah Adam Dzwigala nach einem zu späten Einsteigen gegen Rössing-Lelesiit die erste Gelbe Karte. Für den Norweger war die Aktion folgenschwer, er musste kurz darauf verletzungsbedingt vom Platz. Insgesamt blieb das Spiel von zahlreichen Fouls geprägt, ohne dabei zu eskalieren – der Unparteiische hatte das Geschehen jederzeit unter Kontrolle. Torchancen waren rar. Die beste Möglichkeit hatte Jatta für den HSV, stand dabei jedoch im Abseits. Kurz darauf folgte auch die erste Verwarnung für die Rothosen, als Nicolai Remberg gegen Eric Smith zu spät kam. Hamburg wirkte insgesamt etwas präsenter, gewann mehr zweite Bälle und hatte leichte Feldvorteile, ohne daraus echte Gefahr zu entwickeln. St. Pauli dagegen agierte ideenlos und fand kaum Lösungen gegen die kompakte HSV-Defensive. Die Expected-Goals-Werte von jeweils 0,07 unterstrichen den Eindruck einer Halbzeit, in der Vorsicht über Kreativität dominierte.

Nikola Vasilj (FC St. Pauli) vor Damion Downs (Hamburger SV) am Ball. Foto: Lobeca/Henning Rohlfs

Nach der Pause: Die Null steht

Nach der Pause präsentierten sich beide Mannschaften aktiver. Zunächst mussten sich allerdings alle Akteure warm halten, denn eine Pyro-Show verzögerte den Wiederanpfiff. Im Spielgeschehen angekommen hatte Vuskovic nach einer Ecke die bis dato größte Chance. Auf der anderen Seite war HSV-Kapitän zweimal stark zur Stelle. Capaldo grätschte haarscharf vor freistehenden Kiezkickern den Ball weg. Am Einsatz lag es weder bei den Kiezkicker, noch bei den Rothosen. Insgesamt machte St. Pauli in Halbzeit zwei den besseren Eindruck. Positiv für beide Seiten: Sowohl Glatzel, als auch Irvine bekamen Derby-Minuten – das sollte Mut für den restlichen Saisonverlauf machen. Zwar war die Partie intensiv und wurde von Fouls geprägt, Rudelbildungen oder weitere Karten blieben allerdings vorerst aus. Die größte Möglichkeit der Partie hatte Danel Sinani, der nach Einwechslung Heuer Fernandes aus der Distanz prüfte. Das tat auch Pyrka nur wenigen Sekunden danach. Die Hausherren wurden stärker, Hamburg hatte daraufhin eine Drei-Gegen-Eins-Situation, die katastrophal ausgespielt wurde. Das hätte eine Riesenchance sein müssen. In der Folge versuchte St. Pauli viel, ohne alles reinzuwerfen und der HSV wirkte mit dem Remis zufrieden. So endete das Spiel 0:0.

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Bildquellen

  • Dzwigala, Königsdörffer: Henning Rohlfs/oH
  • Vasilj: Lobeca/Henning Rohlfs
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