Irre Nachspielzeit: Phönix Lübeck siegt dank „Doppel-Ulle“ und Ihde „fix“ in Norderstedt

Zweiter Auswärtssieg für die Adler

Mateusz Caipa (1. FC Phönix Lübeck) vor Lars Huxsohl (Eintracht Norderstedt). Foto: Lobeca/Ralf Homburg

Norderstedt – Der 1. FC Phönix Lübeck hat seinen zweiten Auswärtssieg in der Regionalliga Nord geholt. Die Adler gewannen am Sonntag mit 3:2 (0:0) beim FC Eintracht Norderstedt dank zwei Tore von Julian Ulbricht und einem Last-Minute-Treffer von Anton Ihde.

Brüning rettet auf der Linie

Die erste Hälfte brachte wenige Höhepunkte. Beide Mannschaften neutralisierten sich zum Größenteil. In der 17. Minute fiel Lübecks Wurr im gegnerischen Strafraum, doch alle Proteste der Gäste, die zu einem Elfmeterpfiff führen hätten können, blieben erfolglos. Im direkten Gegenzug klärte Bock gegen Norderstedts Tormaschine Saad vor dem eigenen Gehäuse. Eine Minute später rettete Hoxha gegen Brüning und verhinderte einen Rückstand für Phönix. Für die Adler hatte Ciapa (23.) die erste gute Chance, als er einen Schuss aus 20 Metern knapp am linken Pfosten vorbeisetzte. Bei den Hausherren war dafür Bölter (27.) etwas genauer und traf aus der gleichen Entfernung auf der anderen Seite den Pfosten. Glück für die Norderstedter gab es in der 32. Minute, denn Brüning rettete nach einem Ciapa-Kopfball auf der Linie, weil Torwart Huxsohl bereits geschlagen war. Kurz vor der Pause verletzte sich Norderstedts Choi am Knöchel nach einem Zweikampf und wurde ausgewechselt. Für die sowieso schon gebeutelten Segeberger eine weitere Hiobsbotschaft in dieser Saison.

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„Ulle“ trifft doppelt und Ihde wird zum Matchwinner

Die zweite Halbzeit sollte etwas spannender werden, denn schon drei Minuten nach Wiederanpfiff gab es das erste Raunen im Edmund-Plambeck-Stadion. Saad bediente Williams, der von der mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze den Phönixer Kasten um nur einen Meter verfehlte. Bei den Lübeckern kam Kobert für Adigo (56.). Zwei Minuten später passte Pingel in den Lauf von Knudsen, der wiederum aus spitzem Winkel an Huxsohl scheiterte. Die Adler erkannten, dass die FCE-Abwehr verwundbar war und trafen kurz darauf gleich dreimal ins Netz. Beim ersten Mal zählte der Treffer nach einer Ecke nicht, da Huxsohl (59.) behindert wurde, doch beim zweiten Mal war alles legal. Pingel flankte auf Julian Ulbricht (60.), der am langen Pfosten per Kopf ins Tor traf. Doppelschlag zwei Minuten später – und wieder war es Julian Ulbricht (62.). Dieses Mal bediente ihn Kobert nach einem Konter. Und weiter gingen die torreichen Minuten, denn Elias Saad (64.) verkürzte mit einem direktverwandelten Freistoß aus 20 Metern an der Mauer ins linke Eck zum 1:2. Im Lübecker Strafraum fielen die Norderstedter danach des Öfteren, doch Schiedsrichter Julian Meckfessel blieb seiner Linie treu und gab keine Elfmeter. Dafür wurde es bunt. In der 72. Minute durfte Eintrachts Tjark Hildebrandt nach einem Foul an Kobert mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen. In Unterzahl versuchten die Gastgeber noch mindestens einen Punkt zu ergattern. Saad (75.) scheiterte an Hoxha. Lübecks Doppeltotschütze Ulbricht (80.) hätte einen Hattrick erzielen können, doch sein Fernschuss flog nur minimal über die Latte. Und noch einmal versuchte es der Stürmer gegen Huxsohl (86.) – der Torwart blieb hier Sieger. Das Unfassbare kam in der Nachspielzeit, denn Dylan Williams (94.) traf doch noch zum 2:2-Ausgleich für Norderstedt. Und damit war noch nicht Schluss, denn noch einmal wurde gejubelt. Joker Anton Ihde (97.) erzielte den 3:2-Siegtreffer. Kurz danach war Schluss in einem aufregenden Regionalligaspiel… Mehr dazu am Montag bei HL-SPORTS.

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