Calogero Rizzuto schoss Erzgebirge Aue in Führung. Hunt (HSV) schaut zu
Foto: Lobeca
Anzeige

Hamburg – 0:3 in Aue! Der Hamburger SV hat es nicht geschafft, die Derby-Pleite (0:2 gegen FC St. Pauli) mit einer Reaktion auszumerzen. Gut nur, dass die Konkurrenz genauso verlor. Der VfB Stuttgart unterlag in Fürth 0:2 und mit dem gleichen Ergebnis ging es für den 1. FC Heidenheim zurück aus Darmstadt.

Fans bedrängen Spieler

Nach der Pleite von Aue stellten sich die HSV-Protagonisten den eigenen Fans. Die fanden das gar nicht gut, kletterten über den Zaun und bedrängten ihre „Idole“ massiv. Andere Fans und Ordner brachten die durchgeknallten Anhänger von ihrem Vorhaben ab und gingen dazwischen.

„Der Kritik müssen wir uns jetzt stellen“

„Es ist eine Riesen Ernüchterung. Wir verstehen die Reaktion der Fans. Uns geht es nicht anders. Wir sind sehr enttäuscht, müssen schnellstmöglich wieder Spiele gewinnen. Der Trainer hat in der Halbzeit angesprochen, was gefehlt hat. Es liegt an uns Spielern, das umzusetzen. Nach dem Platzverweis war es in der zweiten Halbzeit noch schwieriger. Wir haben nicht die Mittel gefunden. Der Kritik müssen wir uns jetzt stellen, dafür sind wir Profis“, sagte Torhüter Daniel Heuer Fernandes.

„Hilft uns wenig, wenn wir selbst verlieren“

Trainer Dieter Hecking: „Ein verdienter Sieg für Aue. Wir hatten uns viel vorgenommen, sind gut in das Spiel reingekommen. In der Vorwärtsbewegung hatten wir einige Ballverluste. Der frühe Wechsel von Ewerton war ärgerlich. Beim ersten Gegentor müssen wir das besser verteidigen. Nach der Pause wollten wir es besser machen, kassieren das 0:2 und die Gelb-Rote Karte, müssen Timo Letschert noch rausnehmen – da kommt einiges zusammen. Wir müssen das akzeptieren. Antworten hat man nicht immer sofort nach dem Spiel. Es ist wieder ein Rückschlag, aber die anderen haben uns den Gefallen getan und ebenfalls nicht gepunktet. Das hilft uns wenig, wenn wir selbst verlieren.“

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt hatte nach dem St. Pauli-Spiel schon gesagt, dass die Wunde tief sei. Diese ist nun noch tiefer geworden.

Tabellenkonstellation bleibt gleich

In der Tabelle bleibt die Konstellation vorerst gleich. Die Hamburger ist nach wie vor Dritter und hat drei Punkte Rückstand auf Stuttgart. Heidenheim steht mit dem gleichen Abstand auf den HSV auf Platz vier. Am Sonntag kann allerdings Spitzenreiter Arminia Bielefeld mit einem Heimsieg gegen SV Wehen Wiesbaden auf sechs Zähler von den Schwaben wegziehen.

Anzeige