Jetzt zählt’s: Der Auftakt in der Kreisliga Südwest

Erster Spieltag verspricht spannende Duelle

Es ist so weit: Die Kreisliga Südwest startet und verspricht bereits einige spannende Duelle. Zwischen Ambitionen, Neuanfängen und Personalsorgen ist alles geboten. Foto: Lobeca/Niklas Runne
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Bad Oldesloe – Es ist soweit. Die Kreisliga Südwest startet am heutigen Freitagabend in die neue Saison. Eine spannende Liga, gespickt mit Nachbarschaftsduellen, spannenden Mannschaften und einem für die Trainer klaren Favoritenkreis, startet nun und direkt am ersten Spieltag kommt es zu spannenden Duellen.

TuS Teutonia Alveslohe – SV Wahlstedt (Fr., 20 Uhr)

Der Startschuss in der Kreisliga Südwest erfolgt am heutigen Freitagabend (31.7.) um 20 Uhr. Dann empfängt der TuS Teutonia Alveslohe den SV Wahlstedt. Die Heimmannschaft belegte in der vergangenen Saison den neunten Tabellenplatz und geht mit einer starken Rückrunde im Rücken in die neue Spielzeit. Platz Fünf in der Rückrundentabelle, bei nur fünf Niederlagen und acht Siegen, lässt Alveslohe auch in dieser Saison zu den ambitionierteren Teams gehören. Vor allem mit dem 25-jährigen Torjäger Felix Burkhardt, der mit 14 Toren die fünftmeisten in der abgelaufenen Saison erzielte, möchten die Segeberger erneut offensivstark sein. Auf der Trainerbank nimmt ein junger Coach Platz, der nun von Beginn an in seine erste Spielzeit geht. Dennis Rerop heißt er und genießt großes Vertrauen im Verein. Doch nicht nur der 32-jährige Cheftrainer ist sehr jung, sondern auch die Truppe, die man in Alveslohe ins Rennen schickt. Der Trend zeigt seit Monaten steil nach oben, denn von einem abstiegsbedrohten Kreisligisten wurde man zu einem Team, das durchaus Ambitionen verfolgt. Sie wollen mit offensiv ausgerichtetem Ballbesitzfußball nochmals mutiger auftreten. Gegen den Ball soll hoch gepresst werden. Platz Vier bis Sieben scheint man an der Bahnhofstraße anzupeilen.

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Walon Uka führt den SV Wahlstedt als Kapitän auf das Feld. Foto: Lobeca/Fabian Lamprecht

Nun trifft man zum Auftakt auf einen der Favoriten mit dem SV Wahlstedt. Platz Vier in der Kreisliga Mitte, ein Jahr nach dem Abstieg aus der Verbandsliga, sorgt dafür, dass die Mannschaft von Nimet Jusufi diese Rolle einnimmt. Im ersten Pflichtspiel trennte sich der SVW mit 1:5 vom Landesligisten TuS Hartenholm, hielt die Partie allerdings bis kurz nach der Pause offen. In den Vorbereitungsspielen war auffällig, dass Wahlstedt sowohl gegen den SV Todesfelde II als auch den SC Rönnau trotz Niederlage zur Pause führte. Es spricht dafür, dass die erste Elf durchaus auch gegen höherklassige Mannschaften mithalten kann, sich aber erst nach den Wechseln geschlagen geben musste. Es ist ein Segeberg-Duell zum Ligastart gegen eine Mannschaft, die man, obwohl man sich nicht in der Liga traf, sehr gut kennt. Vergangenes Jahr duellierte man sich im Kreispokal, wo Teutonia Alveslohe sich mit 2:1 durchsetzte. Insgesamt spricht die Bilanz allerdings für Wahlstedt. Es ist ein spannender Start zweier Mannschaften, die durchaus ins obere Tabellendrittel schielen.

SV Henstedt-Ulzburg – SV Sülfeld (Sa., 14 Uhr)

Der SV Henstedt-Ulzburg war bereits in der vergangenen Saison eine Top-Mannschaft in der Kreisliga. Man beendete diese auf Platz Vier in der Stormarner Kreisliga, was vor allem an einer beeindruckenden Rückrunde lag. Mit zwölf Siegen aus 15 Spielen war der SVHU die beste Mannschaft der Rückserie. Nach dem Winter gab es nur zwei Niederlagen, beide in der Fremde. Aufgrund dieser Ausbeute nach dem Jahreswechsel sind die Segeberger der Top-Favorit der Liga, was auch die Trainer so eingeschätzt haben. Selbst macht man kein Geheimnis daraus, dass man zurück in die Verbandsliga möchte. Dazu wurde der Kader in diesem Jahr nochmal verstärkt, vor allem mit jungen Neuzugängen. Max Lange, Diego Cuesta und Jasper Scheulenburg (eigene U19) rückten aus dem eigenen Nachwuchs hoch. Außerdem kamen Nick Wolf, Morten Looft, Thore Füner und Imad Laoukili (JFV Südholstein U19) sowie Oguzhan Yeni (WSV Tangstedt) dazu. Man hat also einige Spieler frisch dazubekommen.

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Kevin Bostelmann ist Trainer des SV Henstedt-Ulzburg, der für viele als Top-Favorit in der Liga gilt. Foto: Lobeca/Ralf Homburg

Nun trifft der Titelfavorit auf den SV Sülfeld, der aus der Kreisklasse A aufgestiegen ist. Mit 51 Punkten belegte der SVS den zweiten Platz, der zur Aufstiegsrunde qualifizierte. Nur 27 Gegentore kassierten die Segeberger und auch die Offensive wusste zu überzeugen. 75 erzielte Treffer sind die drittmeisten der Liga, wovon mehr als ein Drittel auf das Konto des Torjägers geht. Robin Geller erzielte 27 Saisontore und wurde Torschützenkönig der Liga. In den Aufstiegsspielen wusste Sülfeld mit zwei Siegen gegen den Krummesser SV (4:2) und den SSV Pölitz (3:0) zu überzeugen. Es stand daher auch eine sehr kurze Sommerpause an, was ein Vor-, aber auch Nachteil sein kann. In der Vorbereitung gab es ein einziges Testspiel, das 2:2 gegen Pölitz endete. Ansonsten erfüllte der Aufsteiger im Pokal zunächst die Pflichtaufgabe gegen Heidmühlen, bevor zuletzt gegen den Oberligisten Kaltenkirchener TS die Pokalreise endete. Sülfeld und der SVHU sind sich in der Vergangenheit einmal begegnet. 2022 gewann Henstedt-Ulzburg mit 4:0.

SG Bargteheide/Hammoor – Tralauer SV (Sa., 16 Uhr)

Aus zwei Mannschaften wurde nun eine. So war es im vergangenen Sommer mit dem TSV Bargteheide II und dem SV Hammoor. Man fusionierte zu einer Spielgemeinschaft und geht daher gemeinsam als SG Bargteheide/Hammor in ein neues Kapitel. Cheftrainer dieser ist Flemming Strufe, der bereits in der Vergangenheit für den SVH spielte. Das Team besteht größtenteils aus letztjährigen Akteuren Hammoors, ergänzt um einige der Bargteheider Zweitvertretung. Die neue SG ist in dieser Saison eine Wundertüte, die sich allerdings dennoch wohl eher in der unteren Tabellenhälfte wiederfinden wird. Zum Start trifft die Strufe-Elf auf den Tralauer SV und somit auf eine Top-Mannschaft der Liga. Gegen diese möchte man nach drei Siegen und vier Niederlagen in der Vorbereitung nun einen guten Start hinlegen. Die SG ist sich allerdings bewusst, wie schwer die Aufgabe direkt wird. Dominik Sparr spielte in den vergangenen Jahren für den SV Hammoor und nun bei der SG. Er sagt vor der kommenden Aufgabe: „Tralau war in der letzten Saison unfassbar stark. Es herrscht ein enger Zusammenhalt dort, also erwarten wir einen schweren Gegner. Wir wollen aber versuchen mitzuhalten und gucken, dass wir unsere Stärken ausspielen und ihnen ihre etwas nehmen.“

Der Zusammenschluss als Spielgemeinschaft ist auch mit Blick auf die Kaderbreite der einzelnen Teams entstanden. Nun hat man einen großen Kader zur Verfügung, sodass es personell gut aussieht für das erste Heimspiel: „Personell sind wir gut aufgestellt. Der Kader am Samstag ist sehr breit und sehr gut, da ist eine gute Tiefe drin, von daher wird es daran nicht scheitern und wir sind guter Dinge und freuen uns auf morgen.“ In der vergangenen Saison hat der SV Hammoor gegen Tralau zweimal deutlich verloren. Zu Hause am Kamp gab es eine 1:5-Pleite und in Travenbrück ein 0:4. Der Tralauer SV hat im direkten Vergleich also die Nase vorn. Gegen Bargteheide II gab es im Hinspiel eine 0:1-Niederlage und im Rückspiel nach einem Nichtantritt der Zweiten einen Sieg.

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Der SV Hammoor hielt sportlich nicht die Klasse in der vergangenen Saison. Viele Spieler gehen durch die SG-Bildung mit dem TSV Bargteheide II nun dennoch weiterhin in der Kreisliga an den Start. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Nach Platz Drei im Vorjahr, in dem man als Aufsteiger die Liga mit einer starken Offensive und stabilen Defensive begeisterte, geht der Tralauer SV ins zweite Jahr nach dem Aufstieg. Die junge Mannschaft von Roman Ismagilov verlor nur fünf Spiele in der vergangenen Saison, doch am Ende verpassten die Stormarner nur knapp die Vizemeisterschaft, die zu den Aufstiegsspielen qualifiziert hätte. Im neuen Jahr gilt es, einen neuen Anlauf zu nehmen, wobei Tralau eher auf die Weiterentwicklung des Vereins und dessen Strukturen blickt, anstatt auf kurzfristige Saisonziele oder bestimmte Platzierungen. Dennoch wird man erneut versuchen, das obere Drittel anzuvisieren, auch wenn die Vorbereitung durchwachsen war.

Personell sah es in den vergangenen Wochen nicht perfekt aus bei Tralau. So ist es auch am Sonnabend um 16 Uhr, wenn man bei einer körperlich robusten und unangenehm zu bespielenden Mannschaft gastiert. Der Cheftrainer des TSV gibt einen Einblick in die aktuelle Situation: „Ich erwarte ein richtig schweres Spiel. Hammoor ist eine körperlich robuste Mannschaft, die viel Mentalität auf den Platz bringt. Gleichzeitig können wir aktuell selbst nur schwer einschätzen, wo wir stehen. Einige Spieler kommen zwar aus dem Urlaub zurück, dafür verabschieden sich andere in den Urlaub. Stand jetzt haben wir lediglich neun Spieler im Kader. Deshalb werde ich bis Samstag wieder genau das machen, was ich schon vor den Testspielen gemacht habe: Spieler aus der zweiten Herren suchen, die uns unterstützen können und wollen. Unter diesen Voraussetzungen ist es schwierig, einen konkreten Matchplan zu formulieren. Unabhängig davon, wer am Ende auf dem Platz steht, werden wir unserer Linie treu bleiben. Wir wollen mutig Fußball spielen, Spaß haben und uns nicht hinten reinstellen oder unsere Ausrichtung grundlegend verändern. Wir werden einfach das Beste aus der Situation machen und im wahrsten Sinne des Wortes alles reinwerfen, was wir haben und die Jungs, die bisher ausgeholfen haben, haben es wirklich super gemacht.“ Wann es sich personell wieder lichtet, verriet Ismagilov ebenfalls: „Ab Mitte August haben wir dann endlich den kompletten Kader zusammen. Ab diesem Zeitpunkt geht es darum, die Jungs im Training schnell wieder als Mannschaft zusammenzuführen.“

TSV Trittau II – TuS Hoisdorf (So., 12 Uhr)

Am Sonntagmittag rollt bereits um 12 Uhr der Ball. Der TSV Trittau II startet in die Saison und möchte direkt punkten. Die Vorbereitung verlief schleppend, denn die personelle Lage war nicht immer einfach. Nun trifft man auf den TuS Hoisdorf, den Cheftrainer Sören Metzner zu seinem persönlichen Favoritenkreis auf den Aufstieg zählte. Als letztjähriger Tabellenvierzehnter geht es auch in diesem Jahr für die Zweitvertretung darum, möglichst den Abstand nach unten groß zu halten. Dabei möchte man grundsätzlich schon offensivorientiert spielen, was auch die 58 erzielten Tore der vergangenen Saison zeigen. Nun wartet allerdings ein Gegner, der klar favorisiert ist. Nicht nur aufgrund der vergangenen Saison, sondern auch, weil Trittau II personell stark geschwächt ist. Trainer Metzner sagt dazu: „Wir gehen mit einem sehr dezimierten Kader für das Wochenende in den Ligastart. Es sieht derzeit personell bei uns nicht gut aus, viele angeschlagene Spieler, Urlauber und Verletzte, daher wird es sehr schwierig.“

Der Gegner bringt eine hohe Qualität mit und zeigte zuletzt einen starken Pokalfight gegen den ambitionierten Verbandsligisten SV Hamberge. Nicht nur deshalb ist der TuS für Metzner favorisiert: „Ich sehe Hoisdorf als klaren Favoriten im Spiel gegen uns. Sie haben eine gute, junge, intakte Mannschaft, die spielerisch sehr gut performt und viel Dynamik über Außen hat. Im Zentrum haben sie spielerisch viel Qualität.“ Da kommt auf die Zweitvertretung also eine ganz schwierige Aufgabe zu. Wie man es selbst angehen möchte und worauf es ankommen wird, verriet der Cheftrainer des TSV: „Unsere Aufgabe wird es sein, das Beste aus dem Spiel herauszuholen, so lange wie möglich die Null zu halten und auf Nadelstiche setzen zu müssen. Kompaktheit, Zweikampfstärke und Mentalität wird für uns in diesem Spiel ganz wichtig sein. Die Zweikämpfe zu führen, um da auch etwas Zählbares mitnehmen zu können.“

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Can Yilmaz Ince möchte mit seinem TuS Hoisdorf erfolgreich in die Kreisliga starten. Foto: Lobeca/Niklas Runne

Die junge Mannschaft des TuS Hoisdorf bekommt es also mit einer erfahrenen, ersatzgeschwächten Truppe aus Trittau zu tun. Es wird ein Spiel, in dem die Mannen von der Oetjendorfer Landstraße wohl zu Geduld gezwungen werden, denn der Gegner möchte möglichst lange die Null halten. Gleichzeitig wird es wohl immer wieder Umschaltmomente aus einer kompakten Defensive heraus geben. TuS-Trainer Andre Meins sagt: „Ich erwarte ein spannendes Kreisligaspiel. In Trittau haben wir uns immer schwergetan. Wir müssen geduldig bleiben. Ich denke, wir werden viel Ballbesitz haben und müssen uns auf gefährliche Konter von Trittau einstellen. Wir gehen das Spiel wie jedes andere an, wollen das Bestmögliche als Team rausholen und drei Punkte holen, damit wir gut in die Saison starten.“ Die Bilanz ist sehr ausgeglichen zwischen den beiden Stormarner Kreisligisten. Sieben Duelle gab es, in denen insgesamt 18 Tore fielen. Es waren somit meist enge Spiele, wovon auch am Sonntag auszugehen ist. Hoisdorf gewann drei Duelle, Trittau zwei, zudem gab es zwei Punkteteilungen. In der vergangenen Saison setzte sich der TuS mit 2:0 auf der heimischen Sportanlage durch. Das Rückspiel endete 2:2-Remis. Kurz nach der Pause traf Hoisdorf noch zum 2:0, doch die Heimmannschaft verkürzte zunächst und glich in der Nachspielzeit aus. Trotz der insgesamt ausgeglichenen Bilanz liegt der letzte Sieg Trittaus bereits einige Jahre zurück. Fünf Spiele blieb man sieglos, sodass der letzte Erfolg vom 25. Juli 2012 datiert. Nun soll sich dies ändern, denn personell sieht es nicht nur bei der Verbandsligareserve durchwachsen aus, wie Meins verriet: „Durch die Urlaubszeit ist unser Kader für das Wochenende sehr dünn besetzt.“

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VfL Oldesloe – SSV Großensee (So., 15 Uhr)

Beim VfL Oldesloe war in diesem Sommer einiges los. Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga gab es einen großen Umbruch, sodass kaum ein Spieler aus der ersten Elf des vergangenen Jahres noch dabei ist. Es wurde sich entschieden, anders als geplant, doch nur noch eine statt zwei Herrenmannschaften ins Rennen zu schicken. Diese geht in der Kreisliga an den Start, besteht jedoch größtenteils aus Kickern der Zweiten, die in der vergangenen Saison einen Mittelfeldplatz in der B-Klasse belegten. Die Vorbereitung war mit Blick auf die Testspiele durchwachsen, denn die Ergebnisse waren durchwachsen. Zuletzt verlor man am Donnerstagabend die Generalprobe gegen den klassentieferen TSV Seedorf-Sterley mit 0:3. Man sieht es realistisch im Travestadion, sodass der Klassenerhalt trotz der Rolle des Verbandsligaabsteigers das Hauptziel ist. Nun starten die Mannen aus der Kreisstadt direkt mit einem Heimspiel gegen den SSV Großensee. David Elke, Cheftrainer der Oldesloer, sagt: „Wir erwarten einen erfahrenen Gegner, der die Kreisliga kennt und über viele routinierte Spieler verfügt. Dennoch sind wir gut vorbereitet und gehen fokussiert in die Partie. Wir rechnen mit einem spannenden Spiel, in dem die eine oder andere Überraschung möglich sein wird. Für uns ist es jedoch ein Spiel wie jedes andere: Wir wollen unsere Stärken auf den Platz bringen und das umsetzen, was wir im Training erarbeitet haben.“

Die klare Schwäche, die sich in den vergangenen Testspielen und im Pokal klar herauskristallisiert hat, scheint die Defensive zu sein. Sieben Gegentore gegen Dynamo Schwerin II, drei zuletzt gegen Seedorf-Sterley und fünf im Pokal gegen Kreisligaaufsteiger TSV Zarpen bereiten Sorge. Es wird somit mehr Stabilität benötigen, denn der Gegner ist offensivstark. Einen klaren Favoriten zu nennen, ist schwer, denn trotz der Testspiele ist es ein neues Abenteuer für die Mannschaft des VfL, sodass sich auch diese erst einmal in der Kreisliga finden muss. Es sind einige junge Kicker dabei, die auch fußballerisch Potenzial haben und sich weiterentwickeln wollen. Wie man das erste Ligaspiel angehen möchte, verriet Elke: „Mit 110 Prozent Einsatz, vollem Ehrgeiz und höchster Konzentration wollen wir die bestmögliche Leistung abrufen. Personell sieht es bei uns leider nicht optimal aus. Einige Spieler befinden sich im Urlaub, andere fallen verletzungsbedingt aus. Trotzdem werden die verfügbaren Spieler alles geben, um als Mannschaft erfolgreich aufzutreten.“

Der SSV Großensee startet mit einem positiven Gefühl, denn die Vorbereitung war zufriedenstellend. Man blieb in vier Testspielen ungeschlagen, bei 22:2 Toren. Man ist also heiß auf den Ligastart, denn auch im Pokal hat man bereits überzeugt. Gegen Kreisligaabsteiger WSV Tangstedt wurde mit 4:0 gewonnen, auch wenn es zur Pause noch torlos blieb. Nach der Pause gelangen innerhalb von vier Minuten drei Treffer, sodass man auf Kurs war. In der Nachspielzeit fiel der vierte Treffer. In dieser Saison möchte man den zehnten Platz der Vorsaison toppen. Das Potenzial ist dabei sicherlich da und nun hat man den Kader auch nochmal deutlich vergrößern können. Der Blick geht nun auf das Spiel am Sonntag, wenn man in die Kreisstadt reist: „Am Wochenende beginnt nun endlich die Liga und wir dürfen zum Start gleich auswärts beim Verbandsligaabsteiger ran. Prinzipiell eine schwierige und undankbare Aufgabe. Dass sich beim VfL offensichtlich einiges getan hat, macht die Sache nicht einfacher, da wir ehrlich gesagt gar nicht genau wissen, auf was für einen Gegner wir uns einstellen können. Es wird uns also nichts anderes übrig bleiben, als auf uns selbst zu schauen“, sagt Trainer Sascha Bartlakowski. Zur personellen Situation setzt dieser fort: „Urlaubsbedingt sind wir etwas ausgedünnt, sollten aber so 15 bis 16 Leute zusammen bekommen und hoffen natürlich, den Schwung der letzten Wochen mit ins Spiel zu nehmen. Mal sehen, was am Ende dabei herausspringen wird.“ Die beiden Mannschaften haben sich bereits elfmal duelliert, wobei die Bilanz ziemlich klar ist. Oldesloe gewann zehn der elf Spiele, bei 51:19 Toren. 6,4 Tore fallen also im Schnitt in Spielen dieser beiden Mannschaften gegeneinander. Letztmals begegneten sich die Teams im Oktober 2019 in der Kreisliga. Damals gewann der VfL mit 4:3.

Bargfelder SV – Eintracht Segeberg (So., 15 Uhr)

Der Bargfelder SV empfängt am ersten Spieltag mit dem SV Eintracht Segeberg einen Aufsteiger. Es ist direkt eine spannende Aufgabe für die Mannschaft von Michael Burg, denn der Gegner bringt eine hohe Qualität in der Offensive mit. Da kommt somit direkt ein spannender Gegner an den Waldweg. Selbst hat man sich enorm verjüngt in diesem Sommer. Viele A-Jugendspieler kamen dazu, die nicht nur für einen breiteren Kader, sondern auch vermehrt für spielerische Akzente sorgen. Gleichzeitig hat man allerdings auch gute Spieler verloren, wie die Meydaner-Brüder, die zur SG Elmenhorst/Tremsbüttel gewechselt sind. Die Vorbereitungsspiele waren gemischt, denn es gab zwei Remis sowie einen Sieg und zwei Niederlagen. Im Pokal schied der Kreisligist erst im Elfmeterschießen gegen den Verbandsligisten SGET aus, zeigte dort über 90 Minuten einen guten Kampf, wobei vor allem die Defensive sehr gut stand. Trainer Michael Burg sagt: „Wir wollen zum Punktspielauftakt an unsere starke Leistung aus dem Kreispokal gegen die SG ET anknüpfen. Das 1:1 nach 90 Minuten gegen einen Verbandsligisten hat uns gezeigt, wozu wir in der Lage sind, wenn wir als Mannschaft geschlossen auftreten. Mit Segeberg erwartet uns allerdings ein sehr unangenehmer Gegner. Über 100 Tore in der vergangenen Saison sprechen für ihre Offensivstärke. Deshalb müssen wir defensiv kompakt stehen und über die gesamte Spielzeit hochkonzentriert arbeiten. Wir haben Respekt vor dem Aufsteiger, aber wir spielen zu Hause und wollen mit der Unterstützung unserer Zuschauer die drei Punkte in Bargfeld behalten.“

Die defensive Stabilität wird es nun gegen den SV Eintracht Segeberg auch brauchen, denn es kommt eine echte Offensivwucht nach Bargfeld. 114 erzielte Tore in der vergangenen Saison zeigen dies und auch die vergangenen Wochen. Es wurden in den Testspielen gegen die Kreisligisten Zarpen und Padenstedt acht Tore erzielt und auch im Pokal zeigte man sich torhungrig. Dort gab es einen 4:0-Sieg bei der FSG Wardersee und einen 6:1-Sieg gegen den SV Rickling. Man zeigt sich also offensivstark und mindestens mal auf Augenhöhe mit Kreisligisten aus anderen Staffeln. Vor allem der im Winter vom Landesligisten SC Rönnau gekommene Adrian Rupsch ist kaum zu stoppen. In den beiden Pokalspielen erzielte er sieben der zehn Treffer. Es wartet ein spannendes Spiel in der Kreisliga, das es noch nie gab. Es ist eine Premiere zwischen den beiden Mannschaften, auf die man sich durchaus freuen darf.

SV Borussia Möhnsen – Leezener SC (So., 15 Uhr)

Der Leezener SC belegte in der vergangenen Saison den sechsten Tabellenplatz. Die Hinrunde war mit acht Siegen noch gut, doch in der Rückrunde wurden nur noch vier Siege eingefahren. Es waren zu viele Unentschieden, in der gesamten Saison sieben Stück. Vor allem die Defensive zeigte noch großes Verbesserungspotenzial, denn der Sechstplatzierte kassierte 60 Gegentreffer. Drei pro Spiel sind schwer zu kompensieren, denn es wurde einzig am ersten Spieltag ein Spiel ohne Gegentor gewonnen. Anknüpfen möchte man in der neuen Saison an die Serie aus den letzten Wochen der abgelaufenen Saison, denn dort gab es acht ungeschlagene Spiele. Davon allerdings auch nur vier Siege. Offensiv hatte Leezen mit Marc Kuhlmann (zehn) und Tobias Neumann (acht Tore) zwei Spieler, die genau wussten, wo das Tor steht. In die neue Saison gehen die Segeberger nun mit einem neuen Cheftrainer. Phil Paustian ist erst 29 Jahre alt und ist frisch im Trainergeschäft. In der Vorbereitung blieben die Gegentore weiterhin eine Problematik, denn in allen Testspielen gab es mindestens einen Gegentreffer. Gegen den Meister der vergangenen Saison, die Kaltenkirchener TS II, trennte man sich 3:3-Remis. Anschließend verlor der LSC gegen den Ligakonkurrenten FSG Alsterland trotz 2:0-Pausenführung mit 2:4. Gegen deren zweite Mannschaft wurde gewonnen, doch beim 5:1-Sieg gab es erneut ein Gegentor. Das Pokalspiel gegen Kreisligaaufsteiger SG Weddelbrook/Nützen gewannen die Segeberger mit 4:0, wobei nun auch mal die Null stand. Es war die gelungene Generalprobe für den Ligastart.

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Der Leezener SC startet mit einem Auswärtsspiel bei Borussia Möhnsen in die Saison. Gegen diesen Gegner gab es im vergangenen Jahr zwei Remis. Foto: Lobeca/Fabian Lamprecht

Zum Auftakt reist Leezen zum SV Borussia Möhnsen, dem einzigen verbliebenen Vertreter aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg in dieser Liga. Dieser wird erneut versuchen, sich von den Abstiegsplätzen fernzuhalten. Darauf vertraut man auf eine stabile Defensive, denn diese zeichnete Borussia in der vergangenen Saison aus. Es wurden genauso viele Gegentreffer kassiert wie der erste Gegner (60 Stück). Offensiv gibt es durchaus Luft nach oben, denn 48 erzielte Tore sind die drittwenigsten der abgelaufenen Saison gewesen. 13 davon gingen auf das Konto des Kapitäns, denn Hendrik Siel, der als Anführer vorangeht, ist womöglich der Schlüsselspieler im Kader der Lauenburger. Die Vorbereitungsspiele waren gut, denn es gab Siege gegen den SC Wankendorf (3:1) und die SG Wentorf-Sandesneben/Schönberg II (6:2). In beiden Spielen wurde trotz 0:1-Rückstand gewonnen. Dem steht eine 1:2-Niederlage in der Generalprobe gegen Krummesse gegenüber. Dabei zeigte die Mannschaft von Martin Krüger gegen den Ball einen guten Auftritt und war vorne vor allem nach Standardsituationen sehr gefährlich. So fiel auch der zwischenzeitliche Ausgleich. Auf diese Stärke hofft man nun auch beim Auftakt. Die Bilanz in den Duellen der beiden Kreisligisten spricht für Leezen. Sechs Siege der Segeberger stehen vier Remis und zwei Möhnsen-Siege gegenüber. Dabei fielen insgesamt 42 Treffer. Vergangene Saison gab es keinen Sieger, denn das Hinspiel in Leezen endete 3:3 und auf dem Kuckucksberg endete die Partie torlos.

TuS Hartenholm II – FSG Alsterland (So., 15.30 Uhr)

Wenn die FSG Alsterland am Sonntagnachmittag zum TuS Hartenholm II reist, kommt es zu einer Premiere. Erstmalig tritt die neue Spielgemeinschaft aus der SG Oering/Seth und Dänisch-Müssen in einem Ligaspiel an. Mit dem Kader der SG OeSe, die in der abgelaufenen Spielzeit aus der Verbandsliga abstieg, gehen die Segeberger nun in die Kreisliga, wo man für nicht wenige zu den Favoriten auf den Titel gehört. Die Qualität im Kader ist unumstritten vorhanden und mit Nico Post ist sogar ein Spieler geblieben, der den Unterschied machen kann. Er war der beste Torschütze der SG in der Verbandsliga. Die Vorbereitung bei der FSG verlief positiv. Vor allem in den Testspielen wusste man zu überzeugen, denn dort gab es Siege gegen den FSC Kaltenkirchen (10:0), Ligakonkurrent Leezen (4:2), die eigene Zweite (3:0) sowie den letztjährigen Meister der Kreisliga Süd und Verbandsligaaufsteiger Kaltenkirchener TS II (6:3). All dies zeigt bereits auf, in welche Richtung es für die FSG gehen könnte. Im Pokal wurde zunächst A-Klassist Wakendorf bezwungen (3:0), bevor es allerdings einen kleinen Dämpfer mit dem Ausscheiden gegen den letztjährigen Tabellenfünften der Kreisliga Mitte, die SG Blau-Rot Holstein, gab (1:3). Am Donnerstagabend gab es die Generalprobe vor dem Ligastart, bei der man sich mit 2:2 vom TuS Tensfeld trennte.

Nun lässt man die Test- und Pokalspiele hinter sich, denn der klare Fokus liegt auf der Kreisliga Südwest. In diese möchte man gut starten und daher direkt mit einem Sieg beim TuS Hartenholm II starten. Der Gegner belegte im vergangenen Jahr Platz 13 in der Liga und entkam somit dem Abstieg. Daher geht die Landesligareserve in ihr zweites Kreisligajahr nach dem Aufstieg 2025. FSG-Coach Harjas Ahluwalia sagt vor dem Ligastart: „Zum Auftakt fahren wir nach Hartenholm. Der Gegner ist schwer einzuschätzen, da nicht immer absehbar ist, ob sich das Team aus der Ersten verstärkt oder nicht. Außerdem bringt das so ein Auftakt mit sich, dass die ersten Spieltage schwer zu prognostizieren sind. Wir erwarten dennoch einen zweikampfstarken Gegner, der über körperliche Robustheit kommen wird. Dafür gilt es Lösungen zu finden, spielerischer und taktischer Natur.“ Beim Test in Tensfeld war der Kader eher noch dünn, denn nur wenige Spieler nahmen auf der Bank Platz und auch Post fehlte. Man hofft am Sonntag auf etwas mehr Optionen. Der Coach sagt zum Personal: „Unsere eigene personelle Lage ist noch nicht ganz klar, da wir Abwesenheiten und kleinere Verletzungen zu kompensieren haben, die es aber eventuell noch nicht zum Auftakt schaffen. Des Weiteren fehlt uns Zaifri noch ein paar Wochen verletzungsbedingt, ebenso wie der langzeitverletzte Dzaack. Dennoch werden wir mit einer klaren Idee ins Spiel gehen und unsere mitunter sehr gute Vorbereitung in den Saisonstart nehmen. Der komplette Kader genießt vollstes Vertrauen für eine erfolgreiche Saison.“ Als SG Oering/Seth traf man häufiger auf den kommenden Gegner. Insgesamt achtmal, wobei die FSG mit fünf Siegen die Nase vorn hat. Zwei Siege der Zweitvertretung sowie ein Remis stehen dem gegenüber. Letztmals begegneten sich die Mannschaften im Rahmen eines Testspiels im Sommer 2018. Damals gewann die SG.

Der 1. Spieltag im Überblick

TuS Teutonia Alveslohe – SV Wahlstedt (Fr. 20 Uhr)
SV Hestedt-Ulzburg – SV Sülfeld (Sa., 14 Uhr)
SG Bargteheide/Hammoor – Tralauer SV (16 Uhr)
TSV Trittau II – TuS Hoisdorf (So., 12 Uhr)
VfL Oldesloe – SSV Großensee (15 Uhr)
Bargfelder SV – SV Eintracht Segeberg
Borussia Möhnsen – Leezener SC
TuS Hartenholm II – FSG Alsterland (15.30 Uhr)

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