Jeweils acht Tore in Ahrensbök und Kronsforde

MTV Ahrensbök Archivfoto

Lübeck – Jeweils acht Tore gab es am Wochenende in der Kreisliga Süd-Ost in den Spielen MTV Ahrensbök gegen den ATSV Stockelsdorf und Kronsforder SV gegen TuS Lübeck. Ahrensbök setzte sich mit einem 5:3 durch und bleibt somit dem Türkischen SV auf den Fersen. Der Kronsforder SV siegte mit 6:2 gegen TuS Lübeck und wandert somit von Platz sieben auf den fünften Platz. Fortuna St. Jürgen geriet in der 84. Minute durch ein unglückliches Strafstoßtor gegen den SV Azadi in Rückstand und verlor das Spiel somit 0:1.

Die Stimmen nach dem Spieltag

MTV Ahrensbök – ATSV Stockelsdorf 5:3 (4:1)

Shorty Bohnsack (Ahrensbök): „Ein verdienter Sieg, eine klasse erste Halbzeit. Beide Mannschaften mit erheblichen Personalmangel, aber wir haben das heute richtig gut gemacht. Der Rasen am Grünen Redder kann definitiv in die Winterpause.“

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Tarek Hepp (Stockelsdorf): „In einem Spiel auf schwer bespielbarem Boden fanden wir gut in die Partie und gehen mit 1:0 in Führung. Auch wenn dann das 2:0 kurze Zeit später auf den Füßen lag, schaffte Ahrensbök mit ihrem ersten Torschuss den Ausgleich. Von da an übernahmen die Hausherren das Kommando und erspielten sich gute Tormöglichkeiten. Wenn man mit 1:4 in die Pause geht, besteht die Hauptaufgabe von Trainern, die Mannschaft motiviert zurück auf den Platz zu schicken. Leider wurde die gesamte Taktik innerhalb von 180 Sekunden über den Haufen geworfen durch einen absoluten Witzelfmeter. Dennoch wollten wir nicht kampflos vom Feld gehen und zeigten eine gute Moral. Mit bisschen mehr Glück, kommen wir 20 Minuten vor Ende der Partie auf 3:5 ran und es wäre eventuell nochmal spannend geworden. Das 3:5 erzielten wir dennoch in der Schlussminute, wobei auch hier ein Foulspiel stattgefunden haben soll, welches keiner gesehen hat, außer das Gespann.“

TSV Schlutup – TSV Pansdorf II 2:4 (2:1)

Mark Seemann (Schlutup): „Wir verlieren das letzte Spiel des Jahres am Ende nicht unverdient, aber, meiner Meinung nach, auch völlig unnötig. Wir gehen 1:0 und 2:1 in Führung, haben noch einen Riesen-Kopfball und einen Lattenschuss in der ersten Halbzeit, so dass die Führung in Ordnung geht. Das zwischenzeitliche 1:1 ist ein Wahnsinns-Ei, welches wir uns selber reinlegen. Der Ball, eigentlich schon im Aus, und wir spielen ihn mit der Hacke einfach ins Feld vor unser Tor. Nach der Pause bekommen wir das 2:2 nach einer Ecke und kurz darauf das 2:3 gegen uns, weil wir hinten ins Dribbling gehen und den Ball verlieren. Bis dahin also wirklich zwei ganz große Geschenke, die wir verteilen, was einfach nicht geht. Das vierte Tor spielt Pansdorf dann gut raus und verteidigt hinten gut. Wenn man sich am Ende solche Gegentore selber zufügt, geht das halt auch so in Ordnung. Wenn wir konsequenter in diesen drei Szenen verteidigen, ist hier alles drin, denn Pansdorf war sicher nicht unschlagbar heute. Trotz der Niederlage haben wir, mit unseren Möglichkeiten, eine ordentliche Hinrunde gespielt und werden alles weiter investieren, um die Klasse zu halten. Wir wissen aber auch, dass es ein wirklich schwerer Weg wird.“

Hendrik Block (Pansdorf II): „Die erste Halbzeit war heute wirklich nicht gut von uns. Wir haben zwar den Gegner etwas anders erwartet, aber trotzdem waren viel zu viele Fehler in unserem Spiel, weshalb wir völlig verdient 1:2 in die Halbzeitpause gehen. Was die Jungs dann in der zweiten Halbzeit allerdings gezeigt haben bzw. wie sie es geschafft haben den Schalter umzulegen, das war richtig stark. Die drei Punkte haben sich die Jungs total verdient und sie dürfen richtig stolz auf sich sein. So den Schalter umzulegen ist nicht selbstverständlich und zeigt welch tollen Charakter die Truppe hat.“

Kronsforder SV – TuS Lübeck 6:2 (1:1)

Lennart Larsson (Kronsforde): „In einer schwachen ersten Halbzeit gehen wir verdient aber auch glücklich mit 1:1 in die Pause. In Halbzeit zwei sind wir hellwach und können die Räume nutzen. Wir sind froh, dass wir die drei Punkte für das letzte Heimspiel in diesem Jahr in Kronsforde behalten.“

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Kevin Berens (TuS): „Unnötige Niederlage heute in Kronsforde, die sehr vermeidbar gewesen wäre. Beim Elfmeter laden wir den Gegner vorher ohne Druck ein und gehen dann mit einem Unentschieden in die Pause. Danach erzielen wir das 2:1 aus unserer Sicht, welches allerdings aufgrund von einer hauchdünnen Abseitsposition nicht gegeben wird. Kurz danach verlieren wir die totale Kontrolle für knappe zehn Minuten und der Gegner nutzt dieses eiskalt aus. Beim Stand von 4:2 machen wir nochmal auf und wollen die Tore unbedingt, jedoch fangen wir uns diese durch Unkonzentriertheiten. Das Ergebnis fällt heute viel zu hoch aus. Hier war einfach mehr drin. Wir müssen den Blick schnellstmöglich nach vorne richten und uns auf die letzten beiden Spiele im Kalenderjahr fokussieren. Ich wünsche Pädde und seiner Truppe viel Erfolg für die weiteren Spiele.“

TSV Kücknitz – FC Dornbreite II 0:2 (0:1)

Florian Kleinschmidt (Kücknitz): „Eigentlich können wir den Jungs heute keinen Vorwurf machen. Unsere taktische Vorgabe wurde gut umgesetzt, leider liefen wir früh in einen Konter und mussten so gleich einem Rückstand hinterherlaufen. Bis zum Strafraum haben wir es dann eigentlich gut gespielt, doch wie so oft in dieser Saison, fehlt uns dort die Durchschlagskraft den letzten wichtigen Pass anzubringen und in eine gute Abschlusssituation zu kommen. Die Gäste waren dann Ende einfach effektiver in der Offensive, weshalb wir als Verlierer vom Platz gehen mussten. Glückwunsch nach Dornbreite.“

Klaudius Michalsky (Dornbreite II): „Das war das hart umkämpfte Spiel, was wir Trainer erwartet haben. Wenn man die ganzen 90 Minuten betrachtet, war es ein verdienter Sieg. Wir fangen gut an und gehen 1:0 in Führung. Danach verpassen wir es zweimal die Führung auszubauen. Nach 15 Minuten verlieren wir den Faden, haben die Ordnung verloren und zu leichte Ballverluste im Mittelfeld. Wir können froh sein, dass wir nicht das 1:1 bekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir umgestellt und standen besser im Mittelfeld. Trotzdem müssen wir kämpfen und gegenhalten. Nach dem 2:0 haben wir es teilweise gut runtergespielt. Es war kein gutes Spiel von uns, aber wir Trainer sind froh, dass wir gewonnen haben. Wir haben in den letzten fünf Spielen zehn Punkte geholt, mit der Ausbeute sind wir Trainer zufrieden. Dazu haben wir uns ein ganz kleines Polster auf die Abstiegsplätze aufgebaut.“

Fortuna St. Jürgen – SV Azadi 0:1 (0:0)

André Meese (Fortuna): „Eine durchaus ärgerliche Niederlage nach enormer Leistungssteigerung der gesamten Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche, in der sich die Jungs mindestens einen Punkt verdient hätten. Zwar hat Azadi deutlich mehr vom Spiel und auch mehr Torabschlüsse, aber tatsächlich hatten wir mit einem Lattentreffer und zwei drei weiteren Abschlüssen die gefährlicheren Chancen. Schade ist, dass wir dann durch einen Elfmeter am Ende bestraft werden, nachdem der Spieler bereits in der ersten Halbzeit versucht hat, diesen zu schinden und ohne Verwarnung davon gekommen ist, um dies erneut zu versuchen und dann sogar dafür belohnt wird, bei dem sogar eigene Anhänger kein Foul gesehen haben. Wir werden auf jeden Fall das Positive aus diesem Spiel herausziehen und uns für die letzten beiden Spiele vorbereiten.“

Kordo Mohammed (Azadi): „Das waren heute sehr anstrengende 90 Minuten. Wir haben erste Halbzeit teilweise 90 Prozent Ballbesitz, waren aber zu ideenlos vorne und hatten auch keinen Zug zum Tor. Wir hatten Fortuna trotzdem im Griff und waren sehr unaufgeregt in den Aktionen, das hat mir persönlich gut gefallen. Zweite Halbzeit ähnliches Spiel, verpassen es aber 4-5 mal vorne das Ding einfach mal reinzuhauen und können bei Fortunas Lattenkracher glücklich sein, nicht in Rückstand zu geraten. Kurz vor Schluss dann endlich die Erlösung durch einen berechtigten Strafstoß. Nächste Woche nochmal alles geben gegen Kücknitz und dann in die Winterpause. Kompliment nochmal an die Unparteiischen heute.“

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