Der dreifache Torschütze Johannes Ernst (links) im Zweikampf mit Marcel Ottenbreit. Foto: Anker Wismar

Wismar – Der Landespokal war auch in diesem Jahr nicht der Wettbewerb des FC Anker Wismar. Die Gäste konnten die Pausenführung nicht behaupten, hatten zu wenig Angriffswucht und unterlagen der SG Dynamo Schwerin mit 3:1 (0:1, 1:1) nach Verlängerung. Der amtierende Staffelsieger der Verbandsliga musste bereits in dieser zweiten Hauptrunde die Segel streichen.

Zwar waren die Landeshauptstädter einer der schwersten möglichen Gegner, das Team von Trainer Dietmar Hirsch hat sich den Verbandsligaaufstieg auf die Fahnen geschrieben, doch das Team von Trainer Christiano Dinalo Adigo hatte sich trotzdem einiges ausgerechnet. „Ich hatte mit Rodrigues, Haseloff und Muhlack drei verletzungsbedingte Ausfälle und auch Alergush hatte sich gegen Ueckermünde verletzt und konnte in dieser abgelaufenen Woche nur am Donnerstag leicht trainieren“, zeigte Adigo seine Probleme auf. Am Ende waren es dann aber gleich drei katastrophale Schnitzer seiner Elf, die die Niederlage nach der Pause und in der Verlängerung begünstigten.

Beide Teams machten von Beginn an Druck, bei den Gastgebern vor allem der überragende und später dreifache Torschütze Johannes Ernst, aber auch Alexander Patamann und Arsen Tsagaraev. In der Abwehr stand Sebastian Drews mit seinen Nebenleuten hervorragend. Doch durch einen tollen 20-Meter-Knaller von Johannes Plawan führten die Hansestädter zur Pause aber auch nicht unverdient mit 1:0.

Nach dem Seitenwechsel ging den Gästen das Durchsetzungsvermögen aber immer mehr verloren und die Hausherren glichen dann nach einem Fehler von Choi im Mittelfeld mit einem schnellen Konter die Partie wieder aus. In der Schlussphase hatte Lima noch zwei gute Möglichkeiten, doch in der 93. Minute rettete auch Anker-Leeper Mirco Seide mit einer tollen Parade gegen Ernst seinem Team die Verlängerung.

In dieser sorgten dann zwei weitere grobe Schnitzer für die Entscheidung zu Gunsten der Landeshauptstädter. Beim Treffer zum 1:2 verlor der eingewechselte Kambs den Ball. Als die Gäste dann alles nach vorne warfen und auch der Wismarer Schlussmann weit aufgerückt war, zog Ernst einfach fast von der Mittellinie ab und traf zur endgültigen Entscheidung. „In solch einer Phase klappt dann einfach alles“, so auch Anker-Co-Trainer Marcel Steinke. „Schade, dass es mit dem Einzug in die nächste Runde nicht geklappt hat. Aber die Schweriner waren auch sehr stark“, so der Wismarer Fan Gert Mannheimer.

„Wir müssen diese Niederlage jetzt verarbeiten und unsere Konzentration jetzt auf die Punktspiele legen, denn die beiden nächsten Punktspiele beim FC Mecklenburg Schwerin (Freitag 19.30 Uhr) und eine Woche später gegen den SV Pastow werden auch nicht leichter“, so Anker-Trainer Adigo.

SG Dynamo Schwerin – FC Anker Wismar 3:1 (0:1, 1:1) nach Verlängerung

SG Dynamo Schwerin: Serdcevs – Ezeti, Hasselmann, Ernst, Friauf, Gerhardt (72. Tkach), Lahola, Drews, Khlan, Patamann, Tsagaraev. Trainer: Dietmar Hirsch.

FC Anker Wismar: Seide – Ottenbreit, Unversucht, Dornick, Kurjanow – Bode, Wahab, Choi (80. Alergush) – Plawan, Nevermann (82. Kambs, 116. Lüdtke), Lima. Trainer: Christiano Dinalo Adigo.

Tor: 0:1 Johannes Plawan (17.), 1:1 Johannes Ernst (60.), 2:1 Johannes Ernst (115.), 3:1 Johannes Ernst (119.).

Schiedsrichter: Florian Markhoff (Rostock), Assistenten: Jan-Arne Seep (Rostock) & Oliver Nitzsche (Pampow).

Zuschauer: 420

(PM/mk)

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