
Lübeck – Wenn Alexander Weiß über seine Rolle als Trainer spricht, geht es schnell um mehr als Taktik, Technik oder Ergebnisse. Der Coach des JFV Lübeck sieht seine Aufgabe umfassender: Es gehe darum, junge Menschen zu begleiten, ihnen Werte zu vermitteln und sie in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Spieler sollen nicht nur auf dem Platz funktionieren, sondern „mit kühlem Kopf und heißem Herz“ ihren Weg gehen – im Sport wie im Leben.
Zwischen Anspruch und Entwicklung
Weiß verfolgt dabei einen klaren Anspruch: stetige Weiterentwicklung – für sich selbst und für sein Team. Er arbeitet prozessorientiert, will seine Spieler technisch, taktisch und persönlich voranbringen, ohne dabei die Freude am Spiel zu verlieren. Wachstum ist für ihn kein kurzfristiges Ziel, sondern ein dauerhafter Prozess. Gleichzeitig fordert er auch sich selbst, im organisatorischen Bereich täglich besser zu werden.
Lernen über den Tellerrand hinaus
Ein wichtiger Baustein ist für ihn die „Trainerbank“ der Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck, an der er bereits zum zweiten Mal teilnimmt. Der Austausch mit Trainern aus unterschiedlichen Sportarten sei enorm wertvoll, weil viele Herausforderungen ähnlich seien. Weiß beschreibt das Projekt als „überragend“ und betont, wie wichtig es ist, voneinander zu lernen und gemeinsam zu wachsen. Neben der finanziellen Unterstützung sieht er vor allem die Wertschätzung als entscheidenden Faktor.
Klare Linie, aber nahbar
Sein eigenes Trainerprofil beschreibt er als Mischung aus Struktur und Nähe. Er setzt auf klare Regeln und einen verlässlichen Rahmen, innerhalb dessen sich seine Mannschaft frei entfalten kann. Gleichzeitig ist ihm wichtig, authentisch und flexibel zu bleiben – angepasst an die Charaktere, die er begleitet. Er versteht sich nicht als reiner Anweiser, sondern als Teil des Teams, der Verantwortung teilt und Entwicklung ermöglicht.
Erfolge mit Perspektive
Auch sportlich kann Weiß bereits auf Erfolge verweisen: Mit der U15 des JFV Lübeck gelang ihm der Klassenerhalt in der Oberliga Schleswig-Holstein zur Winterpause – als Tabellensechster ein solides Ergebnis, das nun bestätigt werden soll. Hinzu kommen die DFB-C-Lizenz sowie frühere Erfolge im Jugendbereich. Für Weiß sind das wichtige Schritte, aber längst nicht das Ziel. Sein Blick bleibt nach vorn gerichtet – auf Entwicklung, auf Zusammenarbeit und auf die nächste Generation von Spielern.
Bildquellen
- Alexander Weiß: Alexander Weiß/oH
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