Kabinen-Donnerwetter: Phönix-Trainer sauer

Adlerträger „überboten sich im Auslassen von klarsten Tormöglichkeiten“

Oliver Zapel (Trainer, 1. FC Phönix Lübeck) ist sauer. Archivfoto: Lobeca/Otto Kasch

Lübeck – Die zehn Spiele ohne Niederlage war das Ziel, funktioniert hat es nicht. Der 1. FC Phönix Lübeck hat am Sonntag sein Auswärtsspiel in der Regionalliga Nord bei der angeschlagenen SV Drochtersen/Assel mit 1:2 (0:1) verloren. Die Niedersachsen waren zuvor fünf Partien in Folge ohne Sieg. Die Adler bescherten nun die Wende.

Chancenwucher bei Adlern

Dabei begann die Begegnung für die Gäste denkbar schlecht. Kurz nach Anpfiff erzielte Sobotta die „Drossel“-Führung. Es war der erste Angriff der Hausherren und gerade einmal 25 Sekunden gespielt. Dabei blieb es zur Pause. Erst nach knapp einer Stunde markierte Michael Kobert (58.) den Ausgleich für Lübeck. Statt die Möglichkeiten für einen Auswärtsdreier zu nutzen, fiel in der Schlussphase das 2:1 für Drochtersen durch Parduhn.  

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„Wir waren noch gar nicht aus dem Bus ausgestiegen…“

Zapel war sauer und sagte nach dem Spiel zu HL-SPORTS: „Seitdem ich bei Phönix bin, hat es so etwas noch nicht gegeben. Wir waren noch gar nicht aus dem Bus ausgestiegen, da stand es schon 1:0 für Drochtersen und dass, obwohl wir eindringlich genau vor diesen Spielzügen des Gegners gewarnt hatten. Insgesamt musste man in der ersten Halbzeit den Eindruck gewinnen, als hätten unsere Spieler doch nicht den Ernst der Lage erkannt und sich darauf eingestellt, was sie in Drochtersen/Assel erwartet. Erst nach drei Wechseln zur Halbzeit und einem Donnerwetter in der Kabine kamen wir gut ins Spiel – und zwar so gut, dass wir schon vor dem Ausgleichstreffer zum 1:1 von Michael Kobert diesen früher hätten erzielen können. Mit dem Ausgleich änderten sich die Kräfteverhältnisse, wobei es eigentlich ein Spiel auf ein Tor war, doch wir offenbarten altbekannte Probleme in der Chancenverwertung. Egal, ob Ulbricht, Wurr, Kobert oder Pingel – allesamt haben sich im Auslassen von klarsten Tormöglichkeiten überboten, so dass wir tatsächlich in der letzten Aufbäumphase des Gegners einen zweiten Gegentreffer kassieren mussten, der zu diesem Zeitpunkt nicht verdient war. Für uns ein Stich mitten ins Herz, denn wir hätten in Drochtersen einen Riesenschritt machen können und angesichts des Chancenverhältnisses machen müssen. So fahren wir nach Hause und unsere Serie ist gerissen und wir haben großen Anteil daran, dass es so gekommen ist.“

Kein „Sonderurlaub“ trotz zwei Wochen Pause

Für die Phönixer, die in der Tabelle auf Platz neun rutschten, heißt es nun zwei Wochen spielfrei. Sonderurlaub wird es dagegen nicht geben. Zapel kündigte noch auf der Rückfahrt an, dass nun „intensiver“ trainiert wird. Testspiele, statt Punktspiele sollen noch abgemacht werden.

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