
Lübeck – Wenn das keine Vorfreude auf die WM macht: 16 Fußballmannschaften aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern traten am Mittwoch, 27. Mai, beim fünften Kalle-Stawikowski-Cup auf dem Stadiongelände der Lohmühle in Lübeck an. Sie zeigten großen Einsatz, viel Sportsgeist – und vor allem hatten alle viel Freude. Die inklusiven Teams kamen aus Vereinen, Schulen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Gespielt wurde in zwei Leistungsklassen – „Champions League“ und „Euro League“. In der Champions League gewann „SV Eichede“ gegen „Marli 1“. Das Finale der Euro League entschied „Roter Stern Kickers“ gegen „Lebenshilfe Neumünster“ für sich.
„Irgendwann entstand die Idee“
Veranstalterin des Turniers ist die Diakonie Nord Nord Ost, in enger Partnerschaft mit dem VfB Lübeck – und unterstützt durch Spenden. „Wir trainieren schon seit ein paar Jahren auf der Lohmühle und so entstand irgendwann die Idee, dass wir auf dem Gelände auch mal ein Turnier ausrichten könnten“, sagt Sönke Wollentin, Leiter des Sportbereichs für Menschen mit Behinderungen bei der Diakonie Nord Nord Ost. „Der VfB hat direkt zugesagt und ist seitdem ein richtig toller Partner. Dafür sind wir sehr dankbar.“
„Fußball ist mehr als elf gegen elf“
„Der Kalle-Stawikowski-Cup ist bei allen Mitarbeitenden längst zu einer liebgewonnenen Tradition auf der Lohmühle geworden, die wir in diesem Jahr nun schon zum fünften Mal gern unterstützen“, sagt Florian Möller, Geschäftsstellenleiter des VfB Lübeck. „Erstmals können wir zudem unser Stadion zur Verfügung stellen und hoffen, den Teilnehmenden, die jedes Jahr mit so viel Freude, Begeisterung und Gemeinschaftsgefühl am Ball sind, dadurch noch mehr Wertschätzung entgegenbringen zu können. Auch in diesem Jahr gilt: Fußball ist weit mehr als elf gegen elf auf dem grünen Rasen. Er verbindet Menschen, schafft Gemeinschaft und besitzt eine enorme integrative Kraft – Werte, die auch weit über den Sport hinaus wichtig sind.“
Jeder gehört dazu
Ein Ziel des Turniers ist es nämlich auch, zu zeigen, dass Menschen mit Behinderungen selbstverständlich zur Sportgemeinschaft gehören – und ein großes Turnier mit beeindruckender Stärke, Leidenschaft und Können meistern. „Mit ebenso viel Einsatz, Geduld und Herzblut wie alle anderen Sportler gehen sie auf das Spielfeld und füllen das Turnier mit Leben. Gerade die gemischten Teams berühren und inspirieren: Sie machen sichtbar, wie kraftvoll, selbstverständlich und bereichernd gelebte Inklusion im Sport sein kann“, so Sönke Wollentin.


