
Lübeck – Die Verfolger des SV Azadi in der Verbandsliga Süd kamen am Sonntag zu Erfolgen. Der TSV Trittau benötigte gegen den MTV Ahrensbök allerdings 95 Minuten, ehe André Bannenberg der erlösende Treffer gelang. Wilder ging es bei der Partie des Türkischen SV und der SG Elmenhorst/Tremsbüttel zu. Tarim brachte die Gastgeber schnell in Front (4., 10., EM), Grund verkürzte (25.). Dwaah stellte den alten Abstand her (41.), Splieth verkürzte vor der Pause erneut (45.). Dann wurde es etwas ruhiger, ehe in der Schlussphase noch drei weitere Treffer fielen. Mladenov (85.) und Karatas (94.) waren für die Gastgeber erfolgreich, Aluons (92.) für die Gäste.
Im Lauenburgischen Kellerduell zwischen GW Siebenbäumen und dem SSV Güster setzten sich die Gäste durch. Keuneke brachte den SSV in Führung (7., 27.), ehe Begna quasi mit dem Halbzeitpfiff noch einmal für Hoffnung bei den Gastgebern sorgte. Die machte Brügmann in der Nachspielzeit zunichte (95.). Der Büchen-Siebeneichener SV brauchte gegen den VfL Oldesloe 67 Minuten, um den Gäste-Keeper zu überwinden, Wieckhorst war erfolgreich. Den Deckel machte dann Klementz auf die Partie (84.). Schlusslicht SG Oering-Seth erlebte einen bitteren Spielverlauf bei Eintracht Groß Grönau. Den Führungstreffer der Hausherren durch Oldenburg (14.), drehte Lux mit zwei Toren (36., 51.). Ein Doppelschlag der Eintracht in der 60. Minute durch Tretau und Nowack sorgte dann für den Sieg.
Die Stimmen nach den Spielen
GW Siebenbäumen – SSV Güster 1:3 (1:2)
Knud Kapschitzki (Güster): „Auf schwierigem Geläuf haben wir den erwarteten Fight abgeliefert, Siebenbäumen hat gut dagegen gehalten. Wir gehen durch einen klaren Handelfmeter in Führung, machen dann das 2:0, sind am Drücker. Nach einer strittigen Szene mit einem möglichen Elfmeter für uns, kassieren wir das 1:2 kurz vor der Pause. Dann ist es ein sehr zerfahrenes Spiel, viele Fouls, viele Einwürfe. Am Ende schießen wir noch einen Elfmeter gegen den Pfosten und machen kurz vor dem Ende das 3:1. Ein verdienter Sieg. Wir freuen uns, trotz zwölf Ausfällen die drei Punkte mit nach Güster zu nehmen und hoffen nun, dass sich die Kranken- und Verletztenliste bis zur nächsten Woche wieder erholt.“
Büchen-Siebeneichen – VfL Oldesloe 2:0 (0:0)
Matthias Räck (Büchen-Siebeneichen): „Erste Halbzeit war es für neutrale Zuschauer ein sehr langweiliges Spiel. Kaum Torchancen auf beiden Seiten, von meinem Team zu wenig Tempo. Wenn beide 100 Prozent Torausbeute gehabt hätten, dann hätte es zur Halbzeit 2:1 für uns gestanden. Zweite Halbzeit war da schon anders. Die Vorgabe war klar, wir wollten das Spiel gewinnen und das ohne Gegentor. Von uns aus war alles plötzlich schneller, schneller die Seite gewechselt, mehr Bewegung auf allen Positionen. Infolgedessen fiel auch das 1:0 durch Kai Wieckhorst. Ich hatte keine Bedenken, dass wir heute ein Gegentor bekommen, dafür haben wir heute sehr stabil gestanden. Wir haben den Ball und Gegner laufen lassen und zum richtigen Zeitpunkt das 2:0 durch Jean-Pascal Klementz gemacht und wichtige drei Punkte eingefahren.“
Marco Urban (Oldesloe): „Wir verlieren heute gegen die drei Mannen in Gelb! Wir spielen eine sehr gute erste Hälfte, haben eine sehr gute Struktur im Spiel, gute Umschaltmomente, sind im letzten Drittel hier und da leider zu ungenau und etwas zu hektisch. Leider wird das Spiel dann mit Beginn der zweiten Hälfte entschieden, weil zwei Mannen in Gelb keine Lust auf das faire Spiel haben und komplett die Kontrolle verlieren. So eine Aktion habe selbst ich noch nicht erlebt. Trotz der unberechtigten Roten Karte sind wir keine zwei Tore schlechter. Glückwunsch an Büchen.“
Eintr. Groß Grönau – SG Oering-Seth 3:2 (1:1)
Philipp Polzin (Groß Grönau): „Endlich wieder ein Sieg! Am Ende zählt vor allem eines: drei Punkte. Egal wie – Hauptsache gewonnen. Wir gehen früh in Führung, kassieren aber leider kurz danach den Ausgleich zum 1:1. Das war eine Situation, die defensiv einfach nicht gut aussah, weil der Gegner plötzlich frei auf unser Tor zulaufen konnte. In der Halbzeit haben wir einige Dinge klar angesprochen. In der zweiten Hälfte fanden wir zunächst nicht richtig ins Spiel – auch, weil ein Tor vom Gegner trotz Abseits gegeben wurde. Trotzdem haben wir wieder einmal Moral bewiesen, sind zurückgekommen und konnten das Spiel schließlich komplett drehen. Am Ende steht ein 3:2-Sieg auf der Anzeigetafel. Glückwunsch an die SG für ein gutes Spiel und weiterhin viel Erfolg. Für uns geht es direkt weiter: Schon Mittwoch und Freitag stehen die nächsten Spiele an – darauf liegt jetzt der volle Fokus.“
Harjas Ahluwalia (Oering-Seth): „Wir nehmen uns mit einer erneut neuformierten Startelf einiges vor und setzen dieses gut um. Wollen defensiv gefestigt stehen und aus den Fehlern der Vorwoche lernen. Nach dem 0:1-Rückstand arbeiten wir uns in die Partie mit Kampf und Leidenschaft. Der Mut wird belohnt und wir kommen zum Ausgleich. Auch danach halten wir unsere Ordnung und spielen punktuell mutig nach vorn. Nach einer tollen Hereingabe und einer guten Übersicht in der Mitte kommen wir zur verdienten Führung durch das zweite Tor von Tom Lux. In zwei unachtsamen Minuten werden wir jedoch eiskalt bestraft. Dennoch gibt die Mannschaft nicht auf und lässt ihr Herz auf dem Platz. Mit mehr Wechseloptionen nehmen wir zählbares mit. Ein Punkt wäre definitiv verdient gewesen auch nach diesem Spielverlauf. Ein konsequenter Kampf, eine positive Einstellung und Mut lassen uns aus diesem Spiel viel zuversichtliches mitnehmen. Groß Grönau noch viel Erfolg in dieser Saison, auch wenn nicht alles aus der Coachingzone fair gestaltet wurde.“
TSV Trittau – MTV Ahrensbök 1:0 (0:0)
Niels Gehrken (Trittau): „Wir gewinnen ein schweres Spiel in der Nachspielzeit. Wir können unsere wenigen Chancen nicht nutzen und zehn Minuten vor Schluss laufen wir in einen Konter, den Marlon Schmitz mit einer starken Willensleistung in letzter Sekunde mit Torwart Jonathan Domnick verhindern kann. Dann bleiben wir aber sehr gut im Spiel und werden in der letzten Minute mit dem 1:0 belohnt – und das gibt eben auch drei Punkte!“
Jan-Hendrik Alpen (Ahrensbök): „Trotz der Auswärtsniederlage gegen den TSV Trittau müssen wir unserer Mannschaft ein Kompliment machen. Die Jungs haben die Vorgaben konsequent umgesetzt, diszipliniert im Verbund verteidigt und alles auf dem Platz gelassen. Dadurch konnten wir das Spiel bis zum Schluss offen halten. Leider kassieren wir in der 95. Minute – obwohl drei Minuten Nachspielzeit angezeigt waren – noch das entscheidende Gegentor, sodass wir für unseren Einsatz nicht belohnt werden. Wir nehmen viele positive Aspekte aus diesem Spiel mit, worauf wir in den kommenden Wochen aufbauen können. Jetzt heißt es: weiterarbeiten.“
Türkischer SV – Elmenhorst/Tremsbüttel 5:3 (3:2)
Ismail Öztürk (Türkischer SV): „Wir starten hammermäßig, gehen sofort mit 2:0 in Führung und lassen sogar noch zwei hundert-prozentige Chancen liegen. Der Gegner bekommt in dieser Phase überhaupt keinen Fuß ins Spiel und ist eigentlich schon komplett raus. Dann hören wir plötzlich auf, unser Spiel zu spielen, und versuchen individuelle, unnötige Dinge. Dadurch kommt der Gegner wieder zurück ins Spiel und wir machen uns das Leben selbst schwer. Am Ende zählen aber die drei Punkte. Das war außerdem unser letztes Spiel im Ramadan. Nächste Woche gilt es, gut zu trainieren und den Fokus schon jetzt auf Samstag zu legen.“
Michal Ratajczak (Elmenhorst/Tremsbüttel): „Es war ein sehr bitterer Tag für uns. Wir sind überhaupt nicht gut in die Partie gestartet und lagen bereits nach zehn Minuten mit 0:2 zurück. Danach haben wir taktisch einige Anpassungen vorgenommen und uns zurück ins Spiel gekämpft. Wir kommen gut aus der Kabine. Im Laufe des Spiels bekamen wir einen völlig berechtigten Elfmeter zum vermeintlichen 3:3, den wir leider nicht verwandeln konnten. Vor dem 4:2 für den Gegner lag ein klares Foul an meinem Verteidiger vor, doch das Schiedsrichtergespann zeigte heute leider einige Fehlentscheidungen auf beiden Seiten. Am Ende haben wir alles nach vorne geworfen, um noch etwas Zählbares mitzunehmen, dann bekommen wir zum Ende hin noch ein Kontertor. Meine Mannschaft hätte sich heute mindestens einen Punkt verdient – sie haben gekämpft und alles gegeben. Für uns gilt es, das Positive mitzunehmen und weiter an uns zu arbeiten, damit das Glück wieder auf unsere Seite fällt. An dieser Stelle wünschen wir dem verletzten Spieler vom Türkischen SV eine schnelle Genesung und hoffen, dass es keine schwerwiegende Verletzung ist.“
Der 22. Spieltag
FC Ahrensburg – S.I.G. Elmenhorst 2:2
SV Azadî Lübeck – SV Schackendorf 2:1
Sereetzer SV – SV Hamberge 2:3
GW Siebenbäumen – SSV Güster 1:3
Büchen-Siebeneichen – VfL Oldesloe 2:0
Eintr. Groß Grönau – SG Oering-Seth 3:2
TSV Trittau – MTV Ahrensbök 1:0
Türkischer SV – Elmenhorst/Tremsbüttel 5:3
Die Tabelle
| 1. | SV Azadi Lübeck | 21 | 126 : 30 | 60 |
| 2. | TSV Trittau | 20 | 59 : 25 | 48 |
| 3. | Türkischer SV | 21 | 77 : 35 | 46 |
| 4. | SV Hamberge | 20 | 53 : 28 | 46 |
| 5. | FC Ahrensburg | 22 | 63 : 54 | 35 |
| 6. | S.I.G. Elmenhorst | 18 | 52 : 48 | 30 |
| 7. | Eintr. Groß Grönau | 19 | 54 : 55 | 28 |
| 8. | SV Schackendorf | 18 | 47 : 50 | 24 |
| 9. | Büchen-Siebeneichen | 21 | 39 : 59 | 24 |
| 10. | SSV Güster | 17 | 31 : 33 | 23 |
| 11. | MTV Ahrensbök | 20 | 42 : 70 | 22 |
| 12. | Sereetzer SV | 20 | 43 : 55 | 21 |
| 13. | VfL Oldesloe | 20 | 31 : 63 | 12 |
| 14. | Elmenhorst/Tremsbüttel | 17 | 25 : 56 | 11 |
| 15. | GW Siebenbäumen | 18 | 24 : 48 | 9 |
| 16. | SG Oering-Seth | 20 | 28 : 85 | 8 |
Bildquellen
- tüsv_tarim: Lobeca/Marcel Lienstädt
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