Fans des VfB LÜbeck. Foto: Lobeca/Homburg

Lübeck – Etwas anders vorgestellt hatte man sich das beim VfB Lübeck sicherlich. Trotz des großen Umbruches nach dem Drittligaabstieg, nur drei Spieler (Boland, Grupe, Shalom) aus der Saison 2020/2021 sind noch an Bord, wurde das Ziel Meisterrunde ausgegeben. Inzwischen dürfte dieses Ziel in Gefahr sein, zumal das neuformierte Team, noch Tabellenfünfter in der Regionalliga, einfach zu selten das auf den Platz bekommt, was möglich sein müsste. Ungeduldig ist auch längst der Anhang geworden. Nach dem 2:2 im Stadtderby gegen den 1. FC Phönix Lübeck mussten sich die VfB-Kicker bereits einiges von den eigenen Fans anhören, einiges davon darf als deftig bezeichnet werden. Beim 0:3 in Drochtersen verließ ein Gros der nur 60 anwesenden Lübecker Anhänger schon vor dem Abpfiff das Kehdinger Stadion, machten sich enttäuscht auf die Heimreise. Zuletzt beim FC St. Pauli (0:1-Niederlage) waren zwar wieder rund 200 Fans angereist, begleiteten ihr Team, aber auch die sahen eine Pleite, ein schwaches Spiel ihrer Jungs. Und auch in Hamburg wurde verbal Dampf („verpisst euch“) abgelassen nach dem Abpfiff, als sich die „Verlierer“ dem Gästeblock näherten. Die Kritik an Sportdirektor Rocco Leeser, oder auch an Trainer Lukas Pfeiffer, wuchs zuletzt zudem auch in den sozialen Medien.

„Alle nicht zufrieden…“

An der Lohmühle geht man aktuell mit der Situation ruhig um, steckt aber natürlich im Thema. So sagte VfB-Vorstand Thomas Schikorra bei HL-SPORTS zur Gesamtsituation: „Wir sind alle, Verantwortliche, Spieler und Fans nicht zufrieden. Die Entwicklung ist alarmierend, da ist es verständlich, dass die Fans ihren Unmut äußern. Wir werden jetzt zusammen mit Lukas und Rocco in eine intensive Analyse gehen, denn wir müssen den Negativtrend stoppen. Personaldebatten interessieren uns dabei allerdings nicht. Wir haben in den 9 Jahren, die wir das hier gemacht haben, 3 Trainer gehabt und sind damit gut gefahren. Andere schaffen drei Trainer in einem Dreivierteljahr. Das bedeutet nicht, dass es irgendwelche Jobgarantien gibt, aber entscheidend ist, dass wir feststellen, woran es in den letzten Wochen hakt.“

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Der 12. Spieltag

Drochtersen/Assel – Hamburger SV II 0:0
Phönix Lübeck – FC Eintracht Norderstedt 1:1
FC St. Pauli II – VfB Lübeck 1:0
Heider SV – FC Teutonia 05 Ottensen 1:1
Altona 93 – Holstein Kiel II 0:3
Spielfrei: SC Weiche Flensburg 08

Tabelle:

1.FC Teutonia 05 Ottensen1120:723
2.Holstein Kiel II1124:1323
3.SC Weiche Flensburg 08921:1019
4.SV Drochtersen/Assel1114:1219
5.VfB Lübeck1119:1314
6.FC St. Pauli II1115:1614
7.FC Eintracht Norderstedt1120:1912
8.Hamburger SV II913:1511
9.1. FC Phönix Lübeck1014:2410
10.Heider SV1112:258
11.Altona 931110:285
Aurel Loubongo-M´Boungou (FC St.Pauli U23) im Luftkampf mit Torwart Eric Gründemann (VfB Lübeck). Foto: Lobeca/Homburg

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