Klare Linie: „Als Schiedsrichterin selbstbewusst auftreten und Entscheidungen treffen“

Victoria Schiemann ist Teil des ersten Schiedsrichter-Förderkaders „Klare Linie“

Schiedsrichterin beobachtet das Spielgeschehen. Foto: Lobeca/Mascha Holm
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Lübeck – Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und dabei selbstbewusst auftreten: Für Victoria Schiemann gehört genau das zu den besonderen Herausforderungen der Schiedsrichterei. Die junge Unparteiische vom SV Fortuna St. Jürgen ist Teil des ersten Schiedsrichter-Förderkaders „Klare Linie“ der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck und sammelt seit rund zwei Jahren Erfahrungen auf dem Fußballplatz.

Vom Spielfeld an die Pfeife

Zur Schiedsrichterei kam Schiemann über ihren Heimatverein. Als beim SV Fortuna St. Jürgen nach neuen Unparteiischen gesucht wurde, entschied sie sich gemeinsam mit sechs weiteren Mädchen aus ihrer Mannschaft, die Ausbildung zu absolvieren.

Im Januar 2024 ging es beim VfB Lübeck schließlich los. Für Schiemann war vor allem die neue Perspektive reizvoll: Fußball nicht mehr ausschließlich als Spielerin zu erleben, sondern selbst für die Entscheidungen auf dem Platz verantwortlich zu sein.

Die ersten eigenen Spiele waren entsprechend ein besonderes Erlebnis. Gerade als junges Mädchen sei es ein prägendes Gefühl gewesen, Verantwortung zu übernehmen und ein Spiel zu leiten.

Fairness und persönliche Entwicklung

Was sie an der Schiedsrichterei besonders begeistert, ist die unmittelbare Nähe zum Spiel und die Möglichkeit, für einen fairen Ablauf zu sorgen. Gleichzeitig sieht Schiemann das Ehrenamt auch als wichtigen Teil ihrer persönlichen Entwicklung.

„Ich finde es unheimlich wichtig auch für meine persönliche Entwicklung, als Schiedsrichterin selbstbewusst aufzutreten und Entscheidungen zu treffen“, erklärt sie.

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Dass das nicht immer einfach ist, weiß die junge Unparteiische ebenfalls. Gerade wenn die Emotionen hochkochen, könne es eine Herausforderung sein, sich als Mädchen auf dem Platz durchzusetzen. Für Schiemann ist genau das aber ein Ansporn: Mit jedem Spiel wächst die Sicherheit und damit auch das eigene Selbstvertrauen.

„Klare Linie“ als Motivation

Eine besondere Unterstützung bietet dabei der Förderkader „Klare Linie“. Für Schiemann ist das Projekt nicht nur eine Möglichkeit, sich sportlich weiterzuentwickeln, sondern auch ein wichtiges Zeichen für junge Schiedsrichterinnen.

„Die ‚Klare Linie‘ ist für mich besonders wichtig, weil sie junge Schiedsrichter fördert und auch zeigt, dass Mädchen im Schiedsrichterwesen genauso dazugehören“, sagt Schiemann.

Die zusätzliche Aufmerksamkeit und Anerkennung für das Ehrenamt motivieren sie, ihren Weg weiterzugehen. Für die junge Schiedsrichterin steht deshalb fest: Sie möchte sich weiter verbessern, Erfahrungen sammeln und mit jedem Spiel sicherer werden.

Die Geschichte von Victoria Schiemann zeigt dabei exemplarisch, was der Förderkader „Klare Linie“ erreichen möchte: jungen Unparteiischen den Rücken zu stärken, ihnen Entwicklungsmöglichkeiten zu geben und gleichzeitig mehr Mädchen für die Schiedsrichterei zu begeistern.

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