
Eutin – Am morgigen Dienstagabend steigt in Eutin ein Nachholspiel in der Kreisliga Ost. Der Tabellenführer empfängt eine Mannschaft, die sich über weite Strecken in dieser Saison als sehr unangenehmer Gegner erwiesen hat. Beide gehören zur oberen Tabellenhälfte, sodass der Gegner sogar die Chance hat, bis auf den dritten Platz zu klettern. Das Spiel verspricht also Topspiel-Charakter unter Flutlicht und eine Menge Spannung.
Eutin mit eindrucksvoller Reaktion auf Herbst-Tief
Es läuft aktuell bei Eutin 08 II in der Kreisliga Ost. Die Zweitvertretung ist in richtig guter Form und aktuell auf Kurs in Richtung Verbandsliga. Dabei sah dies vor der Winterpause noch etwas anders aus. Nach einem Formtief im Herbst verlor man nämlich zwischenzeitlich die Tabellenspitze aus den Augen. Dort gab es zu viele Unentschieden oder aber vermeidbare Niederlagen, doch es scheint so, als wäre dieser Monat, in dem es drei Niederlagen gab, nur ein Ausrutscher gewesen zu sein, denn seitdem zeigt sich die U23 souverän wie lange nicht. Bereits vor der Winterpause gab es drei Siege in Folge, darunter zwei deutliche Erfolge. Aus der Pause kam der letztjährige Vizemeister mit ordentlich Schwung, sodass bereits der Auftakt gegen Heikendorf mit 7:0 für sich entschieden wurde. Anschließend machte Eutin munter weiter und ließ kaum etwas anbrennen. Knifflige Aufgaben gegen Lütjenburg und Bösdorf/Malente wurden knapp, aber verdient gewonnen, und auch zu Hause gegen den formstarken Aufsteiger Großenbrode behielt man die Nerven. Ein Rückstand wurde gedreht, sodass auch die Moral bei der jungen Mannschaft von Jasper Frahm stimmt.
Torgefahr im gesamten Team
Der souveräne Erfolg gegen Laboe sowie der jüngste 6:3-Auswärtserfolg in Preetz unterstrichen die herausragende Form der Oberliga-Reserve. So lässt sich die aktuelle Bilanz mit neun Siegen aus neun Spielen und einem Torverhältnis von 36:7 Toren als eine absolut herausragende Ausbeute beschreiben. In der Tabelle steht man nun mit 55 Punkten aus 23 Spielen ganz oben. Die SG Dobersdorf/P’hagen wurde überholt, doch durch Nachholspiele kann man auf bis zu zwei Zähler heranrücken. Bemerkenswert war dabei, dass man auch in Abwesenheit von Torjäger Monty Gutzeit torgefährlich war. Es trafen zuletzt in Preetz nämlich fünf verschiedene Spieler für die U23 der Eutiner.
Vom Jäger zum Gejagten
Die aktuelle Form spricht allerdings nicht wirklich für den derzeitigen Tabellenzweiten, der seit fünf Spielen sieglos ist. Man muss also selbst zurück in die Spur finden und gleichzeitig auf Patzer der Eutiner hoffen. Am Dienstagabend sind diese bereits wieder gefordert, und die Aufgabe ist eine ganz knifflige. Mit der TSG Concordia Schönkirchen gastiert nämlich der aktuelle Tabellensechste. Dieser kann mit einem Sieg bis auf den dritten Platz klettern und sich realistische Hoffnung auf die Rückkehr nach nur einem Jahr in die Verbandsliga machen. 40 Punkte holte Schönkirchen in den bisherigen 22 Partien, was sicherlich keine schlechte Ausbeute in einer ausgeglichenen Liga ist. Aus der Winterpause kam man eindrucksvoll, denn aus den vergangenen sechs Spielen holte man 15 Punkte. Einzig bei der SG Bösdorf/Malente hatte man das Nachsehen, ansonsten sicherte man sich Sieg um Sieg. Dabei blieb man 2026 sogar bereits dreimal ohne Gegentor. Die Defensive ist ohnehin die Stärke der Mannschaft aus dem Augustental. 33 Gegentreffer sind die drittwenigsten der Liga.
Eutin-Gegner wartet seit September auf Auswärtssieg
Auswärts lief es allerdings nicht immer so gut für Concordia, denn nur 17 von möglichen 27 Punkten wurden gesammelt. Zudem ist man über den Jahreswechsel hinaus seit drei Auswärtsspielen sieglos. Der letzte Sieg in der Fremde datiert vom 26. September, damals beim TSV Lütjenburg ein 2:0. Mit Lensahn, Cismar und Bösdorf/Malente hatte man allerdings auch drei undankbare Aufgaben. Ansonsten absolvierte man mit neun Gastspielen auch die wenigsten der Liga. Gefährlich ist man vor allem durch die Flügelspieler, die ein hohes Tempo mitbringen. Einen klaren Torjäger hat man zudem nicht, stattdessen hat man vier Spieler, die bereits über fünf Saisontore auf dem Konto haben. Es gilt also Vorsicht aus Sicht der Ostholsteiner. Die beiden Mannschaften kennen sich aus der Vergangenheit noch nicht, sodass es eine Premiere auf dem Kunstrasenplatz am Waldeck gibt.








