SG Bad Schwartau schiebt Rapid II auf Abstiegsrang – Spitze wieder gleichauf

Türkischer SV patzt

Schwartaus Rechtsaußen Jan-Phillipp Eitel setzte die Grönauer Abwehr mit seinen gefährlichen Dribblings immer wieder unter Druck.

Lübeck – Während man in Schlutup und Ahrensbök ein langes und freies Wochenende machten (beide zogen ihre Partie vor, wobei die Lübecker 3:2 gewannen), ging es auf den anderen Plätzen der Kreisliga Süd-Ost heiß her. Aufstieg und Abstiegs bewegten die Begegnungen des 23. Spieltags und hier kristallisierte sich vor allem Tabellenkeller die erste Vorentscheidung heraus. Eintracht Segeberg unterlag und hat nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Drei Spiele sind es noch und neun Punkte dabei aufzuholen. Zudem kommt eine katastrophale Tordifferenz. In der kommenden Woche kommt dann auch noch der FC Dornbreite II in die Kunststraße. Möglich, dass es nach dem Schlusspfiff Realität wird, dass das Galander-Team sich verabschiedet. Dabei hatte man beim 0:1 in Stockelsdorf noch Verletzungspech. Adrian Heiliger musste ins Krankenhaus, doch er hatte Glück im Unglück und kugelte sich „nur“ eine Schulter aus, dabei wurden Bänder in Mitleidenschaft gezogen. Ob er in dieser Saison noch einmal aufläuft, ist eher ausgeschlossen.

Zwei Sarikoc-Tore reichen nicht zum Sieg

Die Dornbreiter werden vor allem mit Rückenwind zu den „Karl-May-Spielen“ fahren, denn sie siegten und sind nach einem Patzer des Türkischen SV wieder punktgleich mit dem Spitzenreiter. Der führte beim TSV Pansdorf II zur Pause nach zwei Toren von Selim Sarikoc schon 2:0, brachte das Resultat allerdings nicht über die Ziellinie, nahm nur einen Zähler vom Techauer Weg mit nach Hause.

Mendig-Jungs verlassen Abstiegsplätze

Zurück in den Keller, wo Rapid II bei Vicky außer Erfahrung nichts mitnahm. Die Kasernenbrink-Reserve rutschte auf den zweiten Abstiegsplatz und von dort verabschiedete sich vorläufig die SG Bad Schwartau nach einem Kantersieg gegen Eintracht Groß Grönau II. Vin Platz neun bis 13 kann noch getauscht werden. Hier wird es, wie oben, vermutlich spannend bis zum Schluss werden.

Der Spielertrainer der Schwartauer Martin Mendig setzte wichtige Impulse im Mittelfeld und traf gegen Grönau gleich zweimal für die SG.

Die Stimmen nach dem 23. Spieltag

ATSV Stockelsdorf – Eintracht Segeberg 1:0 (0:0)

Jan Mehlfeld (Stockelsdorf): „Drei Punkte mehr auf dem Konto, das ist das positive. Segeberg hätte sich auf jeden Fall einen Punkt verdient.“

Mark Galander (Segeberg): „Die Aussage eines Spielers bringt das Spiel heute auf den Punkt: „Das wir hier wieder ohne Punkte nach Hause fahren, ist eigentlich kaum zu glauben“. Und jeder der das Spiel gesehen hat, konnte wohl auch kaum glauben, dass wir Tabellenletzter sein sollen. Die erste Halbzeit ist noch ausgeglichen, allerdings müssen wir 2:0 führen. In der zweiten Halbzeit machen wir das Bockstark und setzten eine Angriffswelle an die nächste. Nur das Tor will trotz diverser Chancen nicht fallen und dann läuft es wie so oft im Fußball, ein guter Konter vom Gegner und wir liegen zurück. Im gesamten Spiel lassen wir nur zwei Torschüsse zu und einer ist halt drin. Trotzdem Hut ab vor meinen Jungs. Tolle Reaktion auf die letzten Wochen und das trotz diverser Hiobsbotschaften vor und im Spiel.“

SV Schackendorf – FC Dornbreite II 1:3 (1:1)

Lennart Larsson (Dornbreite): „Der Sieg ist über die gesamten 90 Minuten gesehen verdient und hart erarbeitet von unserer Mannschaft. Auf schwierigen Platzverhältnissen kommen wir schwer ins Spiel und finden kaum spielerische Lösungen, wobei wir dennoch spielbestimmend sind. Mit der ersten Ballaktion von Schackendorf in unserer Hälfte fangen wir uns das Gegentor. Danach ist das Spiel teils wild und zerfahren. Wir brauchen knappe 20 Minuten, um wieder in unser Spiel zu kommen und erzielen den wichtigen Ausgleich vor der Pause. In der zweiten Halbzeit spielen wir mit der nötigen Ruhe und sind sehr präsent. Gerade im zweiten Durchgang hat sich die Mannschaft den Sieg hart erarbeitet und verdient.“

TSV Pansdorf II – Türkischer SV 2:2 (0:2)

Hendrik Block (Pansdorf): „Das war ein wie erwartet nervenaufreibendes Spiel. In der ersten Halbzeit fangen wir gut an, nutzen leider unsere Chancen nicht und kriegen dann aus dem Nichts das 0:1 und verlieren etwas den Zugriff. Der Türkische SV hat das Spiel immer wieder entschleunigt und dann mit langen Bällen aus dem Halbfeld den schnellen Weg vors Tor gesucht. Da hätten wir früher ins Pressing kommen müssen, verteidigen die langen Bälle hinten dann aber teilweise auch einfach nicht konsequent genug. Etwas unglücklich gehen wir dann mit einem 0:2 in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff sind wir dann immer besser ins Spiel gekommen, konnten mehr Tempo aufbauen und verkürzen nicht unverdient durch Fynn Facklamm zum 1:2. Wir kamen in der Phase deutlich besser und aggressiver in die Zweikämpfe und haben gut Druck aufgebaut. Der Gegner hat das Spiel dann sehr tief und breit aufgebaut, so dass wir oft auch weit vorne anlaufen mussten. Wir haben es trotzdem immer wieder geschafft die Hintermannschaft des Türkischen SV unter Druck zu setzen und den Ball im gegnerischen Halbfeld zu gewinnen. In der 80. gleicht Finn-Luca Anders dann zum 2:2 aus. Die Stimmung auf dem Platz war stark und wir haben gespürt, dass da noch mehr ging. Die Jungs haben gefightet und tatsächlich hatten wir den Siegtreffer noch ein, zwei Mal auf dem Fuß, aber es sollte dann am Ende bei der Punkteteilung bleiben, was das gesamte Spiel betrachtet auch in Ordnung geht. Großes Kompliment an die ganze Mannschaft, auch an die Jungs, die im Laufe des Spiels reingekommen sind und sich reingeschmissen haben! Das war eine richtig starke Mannschaftsleistung in der zweiten Halbzeit. Dem Türkischen SV wünschen wir weiter viel Erfolg.“

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Ender Ergin (TüSV): „Wir wussten alle um die Wichtigkeit des Spieles und hatten es selbst in der Hand gegen eine ersatzgeschwächte Pansdorfer Mannschaft zu gewinnen. Umso bitterer, dass wir in der zweiten Halbzeit das Spiel so leichtfertig aus der Hand geben. Am Ende können wir noch glücklich sein mit dem einen Punkt. Es ist noch nichts verloren. Mit Blick auf die Spiele und Gegner haben wir es in der eigenen Hand Meister zu werden.“

SG Bad Schwartau – Eintracht Groß Grönau II 6:2 (2:1)

Martin Mendig (Schwartau): „Die nächsten wichtigen drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Gegen Ersatzgeschwächte Grönauer dominierten wir nach anfänglichen Schwierigkeiten die Partie und belohnten uns später mit vier plus-Toren für unsere Tordifferenz. Nun geht es nächste Woche weiter, auch bei TuS werden wir alles reinwerfen was geht, um dann erfolgreich zu sein. Wir freuen uns auf die kommende Woche.“

Marc Alpuente (Grönau): „Verdient verloren. Dieses Spiel haken wir schneller unter der Rubrik rabenschwarzer Tag ab. Meiner Mannschaft haben die Leidenschaft und der Wille gefehlt an diesem Tag etwas Zählbares mitnehmen zu wollen. Dass wir in der zweiten Halbzeit so untergehen ist ein Armutszeugnis und da sollte sich auch jeder hinterfragen, ob das die Einstellung sein sollte, die man für diese Liga an den Tag bringen muss, um bestehen zu können. Wir werden dieses Spiel nun intern analysieren, um die richtigen Schlüsse daraus ziehen zu können. In der kommenden Trainingswoche geht es los und wir wollen am kommenden Wochenende gegen Stockelsdorf eine Reaktion zeigen.“

SG Reinfeld/Kronsforde – TuS Lübeck 2:0 (0:0)

Christopher Will (Reinfeld): „Ein aus unserer Sicht absolut verdienter Sieg unserer Jungs. Die erste Halbzeit war ein nicht sehr berauschendes Fußballerlebnis für alle anwesenden Zuschauer. Wir haben als Trainerteam dann in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden. Die Jungs haben das dann in der zweiten Halbzeit super umgesetzt und haben sich dann über das gesamte Spiel den 3-Lachs mehr als verdient. Die Jungs müssen einfach verstehen, dass wir in unserer Situation über Kampf und Leidenschaft jedes Spiel angehen müssen. Wir werden jetzt weiter positiv arbeiten und uns diese Woche intensiv auf das schwierige Spiel in Ahrensbök vorbereiten. Wir wünschen TuS Lübeck 93 viel Erfolg für die restlichen Spiele.“

Kevin Berens (TuS): „Glückwunsch an die Jungs von Reinfeld/Kronsforde. Ein sehr durchwachsenes Spiel verlieren wir leider am heutigen Sonntag, mit einem durchaus dezimierten Kader. Jetzt heißt es volle Konzentration auf die nächste Woche zu legen.“

Kilian Schneider (Viktoria 08) bei einer Flanke

Viktoria 08 – SC Rapid II 4:1 (2:1)

Timur Akgün (Viktoria): „In beiden Halbzeiten haben wir zum Anpfiff direkt getroffen, das hat uns das Spiel leichter gemacht. Gesamt kam von Rapid zu wenig und wir haben das Spiel daher kontrolliert und bestimmt. Das Ergebnis geht in Ordnung. Rapid viel Glück im Kampf gegen den Abstieg.“

Rene Ewert (Rapid): „Leider nichts zu holen auf der Falkenwiese. Wir kassieren heute Gegentore zu den unglücklichsten Zeitpunkten und fahren ohne Punkte nach Hause.  Spätestens nach dem 3:1 unmittelbar nach dem Anpfiff der zweiten Hälfte war der Drops gelutscht. Auch die anderen Ergebnisse tragen nicht gerade zu positiven Gedanken bei. Es kommen drei absolute Endspiele auf uns zu… Glückwunsch an Viktoria und viel Erfolg weiterhin.“

Lars Aberle (SC Rapid II)., Foto: Rene Ewert

Die Tabelle

1.Türkischer SV2367 : 3849
2.FC Dornbreite II2352 : 3249
3.TSV Pansdorf II2350 : 2844
4.SV Viktoria 082365 : 3743
5.ATSV Stockelsdorf2343 : 2442
6.TSV Schlutup2340 : 4136
7.MTV Ahrensbök2249 : 5233
8.Eintr. Groß Grönau II2359 : 6028
9.TuS Lübeck2243 : 5125
10.SG Reinfeld/​Kronsforde2350 : 6525
11.SV Schackendorf2332 : 4522
12.SG Bad Schwartau2345 : 6122
13.SC Rapid Lübeck II2347 : 7420
14.Eintracht Segeberg2331 : 6513
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